Aktuelles

 

Am Sonntag, den 04. Dezember 2022 feiern wir den Gedenktag der heiligen Barbara. Gleichzeitig gedenken wir der letzten Förderschicht unseres Bergwerks vom 21.12.2012. Aus diesem Anlass veranstalten wir eine Parade vom Quartiersplatz im Zechenpark zur St. Josef Kirche in der Innenstadt.

Wir treffen uns um 16:00 Uhr auf der Sparkassen-Promenade südlich vom Quartiersplatz möglichst im Bergkittel mit Schachthut, weißer Feder und brennendem Geleucht und nehmen dort Aufstellung. Auf der Bühne des Weihnachtsmarkts wird der Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt eine Ansprache halten.

Gegen 16:30 Uhr starten wir unsere Parade angeführt vom Musikzug Kamp-Lintfort 2006 e.V. begleitet von Fahnenabordnungen der hiesigen Schützenvereine. Unser ca. 1,2 km langer Weg führt uns mittig über den Weihnachtsmarkt auf dem Quartiersplatz, umrunden den Förderturm von Schacht 1 und folgen der Sparkassen-Promenade bis zum Nordeingang vom Zechenpark. Dort biegen wir nach rechts in die Friedrichstraße und laufen geradeaus bis zur St. Josef Kirche.

Um 17:00 Uhr findet dort ein ökumenischer Gottesdienst mit der Bevölkerung statt. Anschließend begehen wir unsere traditionelle Barbara-Feier im Josef-Jeurgens-Haus. 

Neu – Youtube Kanal der Fördergemeinschaft

Jahresplanung 2022

Mitgliederversammlung am 23.11.2022 im Restaurant „Altes Kasino“

Mitgliederversammlung am 23.11.2022 im Restaurant „Altes Kasino“ in 47475 Kamp-Lintfort, Ringstraße 193

Fördergemeinschaft für Bergmannstradition: Die Finanzen stimmen

Am Mittwochabend war Mitgliederversammlung im Kasino. Dabei gab es aktuelle Informationen.

Der Bergmannsgruß „Glück auf!“ hallte am Mittwochabend durch die Räumlichkeiten des Restaurants „Altes Kasino“ in Kamp-Lintfort. Die „Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein“ hatte zur Mitgliederversammlung eingeladen.

„Insgesamt haben wir 628 Mitglieder“, sagte Norbert Ballhaus, der seit 2018 der erste Vorsitzende der Fördergemeinschaft ist. „Die Fördergemeinschaft kann auf eine lange Geschichte zurückblicken“, setzte Ballhaus fort. 1987 wurde die Fördergemeinschaft offiziell von neun Gründungsmitgliedern gegründet. Seit 2020 sind die Vereinsräumlichkeiten der Fördergemeinschaft im Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee zu finden. Neben der Archivierung historischer Aufnahmen und Schriftstücke über den Bergbau, etwa dem Steinkohlenbergbau auf Friedrich Heinrich von 1905 bis 1956, vermittelt die Fördergemeinschaft Wissen.

„In unseren Einrichtungen, dem Haus des Bergmanns mit Nachbildung eines Bergarbeiteralltags in den 1930er Jahren an der Ebertstraße, am Schirrhof mit Sammlungen und Archiv sowie dem Lehrstollen an der Friedrich-Heinrich-Allee, haben dieses Jahr bereits 6.000 Menschen an Führungen teilgenommen, davon 1.500 Kinder sowie viele Firmenausflügler. Bis Ende des Jahres rechnen wir mit 7.000 Besuchern“, freute sich Christoph Müllmann, zweiter Vorsitzender der Fördergemeinschaft.

Auch die Finanzen stimmen: „Dieses Jahr waren 16.000 Euro Ausgaben eingeplant und wir haben 13.000 ausgegeben“, sagte Kassierer Herbert Gratzer. Eingesetzt wurde das Geld etwa für den Einbau von LED-Deckenleuchten im Vereinsheim, Computerausrüstung und Projekte in der Jugendarbeit. Grund zur Freude gab`s gleich doppelt, denn am Tag nach der Mitgliederversammlung, am Donnerstag, wurde der Weihnachtsmarkt am Quartiersplatz eröffnet, an welcher die Fördergemeinschaft mitwirkt:  Unmittelbar am beleuchteten Zechenturm ist die Fördergemeinschaft mit eigenem Stand vertreten und „als Ehrenamtliche bieten wir Führungen im Turm an“, sagte Ballhaus.

Die Mitglieder freuen sich nun auf Sonntag, 4. Dezember, den Gedenktag der heiligen Barbara. Zu Ehren der heiligen Barbara als Schutzpatronin der Bergleute marschiert die Fördergemeinschaft um 16:00 Uhr in Bergmannsanzügen vom Zechenpark bis zur St. Josef Kirche, wo um 17:00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Rheinpreußen-Orchester stattfindet. Danach wird die Barbarafeier weiter im Josef-Jeurgens-Haus gefeiert. Bei der Feier steht die Ehrung von 19 Jubilaren an, die die Bergmannstradition seit Jahren erhalten und für alle Generationen erfahrbar machen.

Die „Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein“ sucht stets Mitglieder, die Freude haben, sich für den Erhalt der bergmännischen Tradition zu engagieren.

Infos:  www.bergmannstradition.de

Quelle:

WAZ/NRZ vom 25.11.2022 / Autorin: Larissa Wettels

Fotos von Dirk Thomas

Volkstrauertag am 13.11.2022 auf dem Soldatenfriedhof am Niersenberg

Volkstrauertag am 13.11.2022 auf dem Soldatenfriedhof am Niersenberg

Zusammenhalt gerade jetzt wichtig

Gedanken an Tote der Kriege. Am Volkstrauertag spielt auch der Überfall auf die Ukraine eine Rolle.

Wo Heute das Kreuz auf dem Soldatenfriedhof am Niersenberg steht, war früher ein Geschütz, auf dem Kinder spielten. Diese und weitere Geschichten kamen beim Volkstrauertag am Sonntag wieder hoch, als rund 100 Menschen in Kamp-Lintfort der Kriegstoten gedachten. „Die Realität des Krieges hat den europäischen Kontinent eingeholt und Kriegstreiber Putin will den Frieden zerstören“, sagte Jens Geier, Mitglied des Europäischen Parlaments. Er sei aber froh, dass sich alle 27 EU-Staaten dazu entschlossen haben, ihm die Stirn zu bieten und den Freiheitskampf der Ukraine zu unterstützen.

Bürgermeister Christoph Landscheidt bedankte sich für die Gedanken. Es sei „wichtig, uns diese so nahe zu bringen. Es gilt den Frieden zu verteidigen und es ist gerade in diesen Tagen wichtig, dass Europa zusammenhält.“ Anschließend legte er mit EU-Parlamentarier Jens Geier einen mit Tannenzapfen bestückten Kranz nieder, mit musikalischer Begleitung von Saxofonspieler Thomas Käseberg. Auch die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, Bruderschaften im Stadtbund, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Sozialverband VdK und der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr machte es ihnen nach.

In Letzterem ist Torsten Lucyga Mitglied als Obergefreiter-Reservist. Wegen des Ukrainekriegs verzeichne der Kamp-Lintforter Verein mehrere Neuzugänge. Rund 70 ehemalige Soldatinnen und Soldaten sind im Reservisten-Verband aktiv. „Die Narben unserer Geschichte sieht man noch heute, zum Beispiel Einschusslöcher an Gebäuden oder Granaten im Wald“, sagte Lucyga. Er unterhielt sich an diesem Tag des Erinnerns über seine eigenen Kriegsgeschichten aus der Familie.

So wie auch Manfred Schlossarek. Auf dem Gelände des heutigen Soldatenfriedhofs stand kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ein Geschütz, welches die Kinder als Karussell nutzten. Dafür setzten sie sich auf das Rohr und einer schob sie an, erzählte Schlossarek. Er sei immer am Volkstrauertag auf den Friedhof gekommen, „um an alle zu erinnern. Das ist wirklich eine großartige Veranstaltung dafür“, findet er. Seine Frau nennt es „schlimm, wie viele Unbekannte auf dem Friedhof beerdigt sind.“

Auf dem Soldatenfriedhof am Niersenberg sind 1.756 Tote aus beiden Weltkriegen begraben. Unter ihnen befinden sich 50 Frauen, 40 Kinder, 203 Unbekannte. Ein Kreuz steht hier für das Grab von zwei Menschen, die vor allem in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges in und um Kamp-Lintfort umgekommen sind.

Die Gedenkfeier am Volkstrauertag findet jedes Jahr unter der Schirmherrschaft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber satt.

Quelle:

WAZ vom 14.11.2022 / Autor: Jonas Burgwinkel

Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Vortrag am 09.11.2022 im Pferdestall vom Schirrhof

Vortrag am 09.11.2022 im Pferdestall vom Schirrhof

„Der Pütt lebt!“

War auch die einhellige Meinung der Gäste und aktiven Mitglieder der SPD AG 60 plus zur gemeinsamen Veranstaltung mit der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, die am 09.11.2022 im Pferdestall des Schirrhofes stattgefunden hat.

Mit einer beeindruckenden Fotosammlung, die überwiegend durch Reproduktion vorhandener „Glasplattenfotografien“ aus dem Archiv der Fördergemeinschaft gefertigt wurde, haben die ehemaligen Fahrsteiger Manfred Reis und Herbert Gratzer einen repräsentativen Vortrag über die Entwicklung der Schachtanlage in der damaligen Moorlandschaft bis zu ihrer Schließung im Jahre 2012 erstellt. Besonderer Dank gilt dabei dem Kollegen Egon Schwarz, der die Antike in moderne Präsentationstechnik umgesetzt hat.

Die Gäste hatten im Anschluss an die Frühstücksrunde die Gelegenheit, einmal einen Blick in die nicht öffentliche Zentrale der Fördertechnik am Schirrhof zu werfen, die zahlreiche Exponate aus 100-jähriger Bergbaugeschichte beherbergt.

Die Veranstaltung wurde geplant und realisiert von Werner Swiatly, der zudem auch Mitglied in der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition ist.

Quelle:

Text von Werner Swiatly

Fotos von Hans-Dieter Stuckart

Teilnahme am euregionalen Kumpeltag in Landgraaf (Niederlande) am 16. Oktober 2022

Teilnahme am euregionalen Kumpeltag in Landgraaf (Niederlande) am 16. Oktober 2022

Die Stiftung „HEERLYCKheyt Schaesberg“ hatte anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Gemeinde Landgraaf (NL) zu einem euregionalen „Kumpeltag“ und einem Bergbau-Markt eingeladen. Am Sonntag, den 16. Oktober 2022 wurde von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr die Bergbaugeschichte der Provinz Limburg gewürdigt.

In der Gemeinde Schaesberg / Landgraaf haben die Kohlenbergwerke Wilhelmina und Orange Nassau II mehr als 70 Jahre lang Steinkohle abgebaut.

Pünktlich um 09:00 Uhr trafen wir uns auf dem LAGA-Parkplatz in Kamp-Lintfort. Insgesamt 23 Teilnehmer, allesamt im Bergkittel mit Schachthut und brennender Grubenlampe sowie im Arbeitsanzug mit Schutzhelm und Kopflampe, fuhren mit einem Reisebus nach Schaesberg (Niederlande) zur Kerkplain 3. Dort wurden wir von unseren niederländischen Gastgebern herzlich empfangen und in die Petrus und Pauluskirche geführt. Im Kircheninneren waren die vorderen drei Sitzreihen für die Kumpel der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. aus Kamp-Lintfort (Deutschland), der Grube Adolf in Herzogenrath-Merkstein (Deutschland), der Schachtanlagen in der Region von Genk (Belgien) und der Zechen Wilhelmina und Orange Nassau II (Niederlande) reserviert.

In dieser Kirche im Ortszentrum von Schaesberg finden seit Jahren regelmäßig sogenannte Kumpelmessen zum Gedenken an die in den 12 Limburger Zechen sowie den anderen Zechen in der Euregio umgekommenen Bergarbeiter statt. Wim Schoenmaekers, der seit mehr als 20 Jahren diese Kumpelmesse organisiert, begrüßte uns herzlich und freute sich über unsere Teilnahme. Er stellte uns seinen Kollegen John Coervers vor, der fließend deutsch sprach und uns den gesamten Tag lang hervorragend betreute. Herzlichen Dank dafür.

Die Kirche füllte sich zunehmend mit interessierten Bürgern. Pünktlich um 11:00 Uhr begann die Kumpelmesse unter der Leitung von Pastor Freek Jongen. Zu Beginn erfolgte der Einzug aller anwesenden Bergleute in die Kirche, angeführt vom Pfarrer und seinen Messdienern.

Die Damen vom Frauenchor Valkenburg untermalten die ergreifende Messe mit professionellem Gesang. Zum Abschluss wurden die Damen für ihren Gesang mit langanhaltendem Ablaus und „Standing Ovations“ belohnt.

Am 04. Oktober 1968 um 05:00 Uhr ereignete sich auf der Schachtanlage Minister Achenbach ½ in Lünen-Brambauer (Deutschland) im Flöz „IDA“ in ca. 800m Teufe eine Schlagwetterexplosion, der 17 Bergleute zum Opfer fielen. In seiner Predigt erinnerte Pastor Freek Jongen an die 17 verunglückten Bergleute und verlas deren Namen. Für jeden einzelnen Verunfallten entzündete ein niederländischer Kumpel in der Abfolge ein Teelicht auf dem Altar. Ferner gedachte der Pastor den 41 Bergleuten, die am 14. Oktober 2022 nach einer Explosion in einer Kohlenmine in der Türkei ums Leben gekommen waren.

Nach dem Gottesdienst wurde ein Gruppenfoto mit allen anwesenden Bergleuten vor der Kirchenfassade gemacht.

Anschließend leitete John Coervers unseren Busfahrer zur Sport- und Veranstaltungshalle in den Park Strijthagen nach Landgraaf, Hofstraat 5. Die Halle wurde auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Zeche Orange Nassau II errichtet. Dort war ein Bergbau-Markt arrangiert. Zahlreiche Aussteller präsentierten ihre Aktivitäten in der Region und informierten über die ehemals 12 Limburger Zechen.

Twan Brouns, Vorsitzender der „HEERLYCKheyt Schaesberg Stiftung“, eröffnete den euregionalen Kumpel-Nachmittag mit angeschlossenem Bergbau-Markt. Ziel des Treffens war, dass die Teilnehmer ihre vielfältigen Erlebnisse aus der eigenen Bergbau-Vergangenheit bei Imbiss und Getränken miteinander austauschen konnten.

Als Gastgeschenk überreichte unser Vorstandsmitglied Manfred Reis dem Vorsitzenden Twan Brouns eine hölzerne Barbarafigur sowie einen historischen Bildband über die Schachtanlage Orange Nassau II.

René Slapak mit seinem Dreiländer Steirischen Harmonika Club sorgte für die musikalische Unterhaltung mit einer Anspielung auf die Bergbauvergangenheit der Region. Der bekannte Sänger Jack Vinders drückte mit seinen Liedern seinen Respekt vor der Leistung der Bergleute aus.

Wir hatten interessante Gespräche mit den Limburger Kumpels, der Nachmittag verging wie im Fluge.

Um 15:00 Uhr stand unser Reisebus abfahrbereit vor der Halle und gegen 17:00 Uhr erreichten wir nach staufreier Rückreise unser Ziel in Kamp-Lintfort.

Mit einem herzlichen „Glück auf“ bedanken wir uns bei unseren niederländischen Gastgebern für die Einladung zu dieser interessanten Veranstaltung.

Nachweis:

Text von Dirk Thomas

Fotos von Stefan Büschken, Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Erntedankfest am 08. Oktober 2022 auf dem Hoogenhof in Saalhoff

Erntedankfest am 08. Oktober 2022 auf dem Hoogenhof in Saalhoff

Kirchengemeinde St. Josef feiert Erntedank

Verschiedene Gruppen der Kirchengemeinde St. Josef Kamp-Lintfort hatten zum diesjährigen Erntedankfest in die Reithalle des Reitervereins Seydlitz Kamp auf den Hoogenhof nach Saalhoff eingeladen.
Nach mehrjähriger Corona-Pause waren viele Gäste zum Familiengottesdienst gekommen. Gebannt schauten die Kindergartenkinder auf das Geschehen in der Reithalle. Sie haben für den Erntedankgottesdienst zahlreiche Kürbisse, Tomaten, Möhren und Äpfel mitgebracht. Viele fleißige Hände hatten den Innenraum der großen Reithalle geschmackvoll dekoriert, Blumen und Gestecke zierten die langen Wände.

Joachim Brune, der neue Pfarrer der Kirchengemeinde St. Josef, leitete den Erntedankgottesdienst. Die Kitas der Gemeinde, die Jagdhornbläser, die Messdienerschaft, Jungschützen und Bruderschaften, Fahnenschwenker, Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition und zahlreiche Gemeindemitglieder waren versammelt.

Vor dem erhöhten Altar hatten die Kinder Platz genommen. Sie hatten viel für den Gottesdienst vorbereitet. Mit Unterstützung der Eltern präsentierten sie entsprechend der Erläuterungen ihre großformatigen Bilder. Stephanie Dormann begleitete mit ihrer Gitarre den Gesang der Gäste. Ganz ohne Scheu beantworteten die Kinder die vielen Fragen, die ihnen Pfarrer Joachim Brune unter vorgehaltenem Mikrophon stellte. Die Jagdhornbläser rundeten den Gottesdienst mit ihren Melodien ab.

Nach Beendigung des Gottesdienstes zogen alle Teilnehmer aus der Reithalle aus. Im Außengelände präsentierten die jungen Mitglieder der Bruderschaften ein eindrucksvolles Fahnenschwenken und ernteten viel Ablaus der Zuschauer.

Während der Vorführung verwandelte sich die Reithalle in ein riesiges Landcafé. Bei der Rückkehr der Gäste in die Halle liegt Kaffeeduft über den langen Kaffeetafeln. Die Landfrauen und Frauengemeinschaften sorgten für die Bewirtung mit selbstgebackenem Kuchen oder boten Zwiebelkuchen und Federweißer an. Vor der Reithalle glühte ein Grill, es wurde Herzhaftes zubereitet. Der Getränkewagen in der Reithalle war stets umlagert.

Das Erntedankfest wurde mit einem gemütlichen Beisammensein in ländlich-familiärer Atmosphäre abgerundet. Herzlichen Dank an die Gastgeber – es war eine großartige Veranstaltung.

Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Mitgliederversammlung am 28.09.2022 im Restaurant „Altes Kasino“ in Kamp-Lintfort

Mitgliederversammlung am 28.09.2022 im Restaurant „Altes Kasino“ in Kamp-Lintfort

Fördergemeinschaft verzeichnet neuen Mitgliederrekord

Der Zechenturm soll in diesem Winter aus Energiespargründen nicht beleuchtet werden – eine Ausnahme soll allerdings während des Weihnachtsmarktes im Zechenpark am ersten und zweiten Adventswochenende gemacht werden. Das teilte Dezernent Christoph Müllmann am Rande der Mitgliederversammlung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition am Mittwoch mit. In Abwesenheit des Vorsitzenden Norbert Ballhaus leitete Müllmann als sein Stellvertreter die Versammlung.

Die begann mit einer erfreulichen Nachricht: Mit elf neuen Mitgliedern – darunter auch der neue Pfarrer der St. Josef-Gemeinde Joachim Brune – ist die Mitgliederzahl der Fördergemeinschaft mit 630 auf einem neuen Rekordstand. Auch die Anfrage nach Führungen durch den Lehrstollen seien seit der ExtraSchicht enorm gestiegen hieß es aus der Versammlung. Seit Jahresbeginn haben allein 875 Kinder den Lehrstollen besucht. Weniger erbaulich fiel am Mittwoch allerdings die finanzielle Bilanz der 35-Jahr-Feier im August aus. Kalkuliert hatten die Kumpel mit 400 Gästen – gekommen waren aber nur 200. Weil die Einnahmen dementsprechend deutlich geringer als geplant ausfielen, hat die Veranstaltung ein Minus von etwa 4.000 Euro eingebracht. Kein Grund, um sich Sorgen zu machen, aber einer, um das Format künftiger Veranstaltungen gemeinsam Gedanken zu machen, so die einhellige Meinung.

Nach zwei Jahren Pause sollen am 04. Dezember endlich wieder der traditionelle Barbara-Gottesdienst und die Barbara-Feier im Josef-Jeurgens-Haus stattfinden. In Erinnerung an die Schließung des Bergwerk West vor zehn Jahren wollen die Kumpel im Kittel in einem kleinen Bergzug zur St. Josef-Kirche ziehen, wo um 17:00 Uhr die Messe gefeiert wird.

Quelle:

WAZ/NRZ vom 30. September 2022 / Autorin: Gabi Gies

Fotos von Dirk Thomas

35-Jahrfeier am 27. August 2022 am Schirrhof

35-Jahrfeier am 27. August 2022 am Schirrhof

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition blickte auf das 35-jährige Bestehen zurück. Sie erinnerte vor allem an Gründungsvater Harry Wansner. Warum das Jubiläumsfest nicht so gut besucht war.

Der Name Harry Wansner fiel mehrfach bei der 35-Jahrfeier, zu der die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition am Samstag, den 27. August 2022 zum Schirrhof eingeladen hatte. Manfred Stratenhoff und Fritz van Rechtern, die wie Heinrich Lorscheider als Gründungsmitglieder zum Jubiläum gekommen waren, erwähnten mehrfach den Gründungsvater und ersten Vorsitzenden der Fördergemeinschaft, als sie bei der Geburtstagsfeier auf das Jahr 1987 zurückschauten. „Alle Dörfer am Niederrhein haben einen Knappenverein“, zitierte Manfred Stratenhoff Harry Wansner. „Warum wir nicht?“ So habe im Terhardtshof an der Vinnstraße 1987 ein erstes Gespräch stattgefunden, um eine Fördergemeinschaft für Bergmannstradition zu gründen.

„Wir einigten uns darin, Mitstreiter zu finden“, blickte das Gründungsmitglied zurück, das von 1997 bis 2018 Vorsitzender der Fördergemeinschaft war. „Gesagt, getan. Am 27. Dezember 1987 gründeten neun Bergbauinteressierte die Fördergemeinschaft. Bei der Namensgebung hatten wir Unterstützung von Pfarrer Theodor Münzenberg.“ Der evangelische Pfarrer der Christuskirche habe auch den Vorschlag gemacht, für die Fahne auf das Siegelmotiv der Kirchengemeinde, einen knieenden Bergmann, zurückzugreifen, nicht auf die heilige Barbara. Am 2. Dezember 1990 sei die Fahne mit diesem Motiv bei einem ökumenischen Gottesdienst geweiht worden.

Fritz van Rechtern blickte auf die Jahre vor der Gründung zurück, als „Zugpferd“ Harry Wansner oft das Bergwerk Muttental bei Witten an der Ruhr und das Bergwerk Finstergrund im Wiesental im Schwarzwald besucht habe, um sie zu Besucherbergwerken herzurichten. „Die Fördergemeinschaft sollte mehr sein als ein reiner Knappenverein“, sagte der Drucker aus Neukirchen-Vluyn, der heute in Soltau an der Lüneburger Heide lebt. „Durch die Arbeit in anderen Bergwerken entstanden Freundschaften. Man ergänzte sich in Fragen um Vereinsgründungen und Arbeitsweisen im Bergbau.“ Die Fördergemeinschaft blickte beim 35. Geburtstag nicht nur zurück, sondern auch nach vorne. Sie stellte das Projekt „Erdung“ vor, bei dem seit dem Frühjahr 2021 um das Haus des Bergmanns an der Ebertstraße ein Gemüsegarten einer Bergarbeiterfamilie entsteht. Judith Dohmen-Mick, Pressesprecherin der Stadtwerke, gab bekannt, dass die Stadtwerke Obstbäume für diesen Garten stiften wollen.

Mit geschätzten 200 Besuchern kamen nur halb so viel zur 35-Jahrfeier, wie die Fördergemeinschaft erwartet hatte. Dies dürfte an den vielen Festen gelegen haben, die am Samstag stattfanden, unter anderem der „Sundowner“ im Zechenpark. Außerdem konnte das Rheinpreussen-Orchester die Feier nicht musikalisch begleiten, weil es seinen Auftritt kurzfristig absagen musste, nachdem Mitglieder an Corona erkrankt waren.

Eintrittsformulare für Pfarrer Brune

Neues Mitglied Joachim Brune, der neue leitende Pfarrer der Kirchengemeinde St. Josef, ließ sich bei der 35-Jahrfeier der Fördergemeinschaft zwei Eintrittsformulare geben, für sich und einen guten Bekannten, wie er sagte. Als er am 21. August als Pfarrer neu eingeführt wurde, war der Kontakt entstanden.

 

Quelle:

Rheinische Post vom 29. August 2022 / Autor: Peter Gottschlich

Fotos von Stefan Büschken, Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

24. August 2022 – Eröffnung der Gemäldeausstellung von Bodo Jesse im Schirrhof

24. August 2022 – Eröffnung der Gemäldeausstellung von Bodo Jesse im Schirrhof

Von wegen Kohlenstaub: Bodo Jesse malt lieber Aquarelle.

Das Mitglied der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition besann sich auf ein altes Hobby und begann wieder zu malen. Im Schirrhof präsentiert er bis Sonntag rund 50 Aquarelle. Wie Bodo Jesse die Jugendarbeit der Fördergemeinschaft unterstützen will.

Bodo Jesse hatte in den vergangenen zwei Jahren mal wieder so richtig Zeit: als Corona und die Lockdowns alle zwangen, zu Hause zu bleiben, besann sich der Kamp-Lintforter auf ein altes Hobby: die Aquarellmalerei. Das Mitglied der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition begann wieder zu malen – mehr als 100 Aquarelle entstanden in dieser Zeit. Rund die Hälfte zeigt er noch bis Sonntag im Pferdestall des Schirrhofes erstmals der Öffentlichkeit.

Bodo Jesse war bis zu seinem Ruhestand als Fahrsteiger im Elektrobetrieb unter Tage auf dem Bergwerk Friedrich Heinrich tätig. Wer jetzt vor allem Bergbau-Motive in der Ausstellung erwartet, hat jedoch weit gefehlt: die Aquarelle zeigen Waldspaziergänge in Herbst- und Winterfarben, Szenen und Motive aus Metropolen wie Paris und London mit ihren markanten Wahrzeichen, blumige Stillleben und den einen oder anderen Charakterkopf, wie Albert Einstein.

Die Aquarellmalerei entdeckte Jesse, der sich seit 2007 im Museumsteam im Haus des Bergmanns engagiert, in einem Malkurs an der Volkshochschule für sich. Einige der Arbeiten stehen auch zum Verkauf. Den Verkaufserlös möchte der Hobbykünstler der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition als Finanzierungshilfe ihres gemeinnützigen Bau-Workshops für Kinder zur Verfügung stellen. Die Kunstwerke können bis Sonntag täglich von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Anmerkung: Der Verkaufserlös betrug 1.342,00 €, vielen Dank dafür.  

Quelle:

Rheinische Post vom 25.08.2022 / Autorin: Anja Katzke

Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Bauworkshop am Schirrhof vom 25.07. bis 29.07.2022

Bauworkshop am Schirrhof vom 25.07. bis 29.07.2022

Sechs Jugendliche machen bei einem Projekt in Kamp-Lintfort gemeinsame Sache

Anja (11) und Julia (14) bemalen Holzlatten andächtig mit weißer Farbe. Louis (11) schmirgelt sorgfältig einen ausgesägten Pferdekopf glatt. Im Bauworkshop am Schirrhof dürfen die Ferienkinder auch gern mal mit der Bohrmaschine oder der Handsäge arbeiten. Das Messen und Anzeichnen gehören dazu. Alles unter fachkundiger Anleitung, versteht sich.
Seit Montag kommen die zehn- bis 14-jährigen Kinder zum Schirrhof, um zwei große hölzerne Pferde zu bauen. „Nachdem in den beiden ersten Workshops Sitzbänke aus Paletten angefertigt wurden, haben wir uns nun passend zum Schirrhof das Thema Pferde ausgesucht“, berichtete am Donnerstag Norbert Ballhaus, Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, die die Aktion erneut zusammen mit der Mobilen Jugendarbeit der Stadt anbietet.
Mit im Team der Stadt ist Sozialarbeiterin Michelle Zupancic: Jährlich rufe man zu einem Holiday-Fun-Ferienprogramm. Daher sei man für Partner wie die Fördergemeinschaft dankbar.
Den Kindern gefällt ihre Arbeit sichtlich: „Hier, hab ich schon geschliffen, können Sie ja mal fühlen“, zeigt Louis stolz sein Werk. Für die spätere Grundierung des Holzes sei sein Freund Leon zuständig. Betreut werden die Kinder vom Moerser Künstler Andreas Baschek, der für die Ausführung des Projektes zuständig ist und auch die Vorlagen für die Holzarbeiten aussuchte. Hilfreich zur Seite steht den Kids zudem Jörg Salobir vom Vorstand der Fördergemeinschaft.
Während Elisabeth und Emely andere Holzlatten nun in einem ziemlich braunen Braun bemalen (Kommentar: „Die Farbe zu mischen, war gar nicht so leicht“), berichtet Baschek: „Die Kinder können hier auch mal chillen, malen oder Spiele spielen. Ausflüge zum Förderturm oder in den Lehrstollen haben sie auch gemacht.“ Freitag sei der letzte Tag, da würden die Pferde präsentiert. Neben ihrem Aktiv-Programm können die Kids des Projektes auch gemeinsam frühstücken und Mittag essen.
Die Fördergemeinschaft will mit den Workshops auch Nachwuchsarbeit betreiben. „Die Kinder werden sich vielleicht später einmal an uns erinnern und womöglich Mitglieder werden“, hofft Ballhaus. Wichtig sei dem Verein auch die Nachhaltigkeit. „Und wir geben ja auch Geld für Material, Betreuung und anderes aus.“ Daher suche man immer nach Sponsoren. „Vielleicht wäre die Kreishandwerkerschaft ein guter Förderer. Wir machen ja auch für sie in gewisser Weise Nachwuchswerbung“, regt Ballhaus an.
In den Herbstferien soll ein weiterer Bauworkshop stattfinden. Dann erhofft man sich einige Kinder mehr als die sechs der aktuellen Sommerferienaktion. Anmeldungen dazu sind demnächst bei der Mobilen Jugendarbeit der Stadt möglich. Die Pferde (dann mit Schweifen aus Streifen von Bergmannskitteln und Arschledern als Sättel) werden demnächst am Schirrhof und – wahrscheinlich – am Haus des Bergmanns zu sehen sein.

Quelle:

WAZ vom 29. Juli 2022 / Autorin: Klara Helmes

Fotos von Hans-Dieter Stuckart

25. Juni 2022 – endlich wieder ExtraSchicht!

25.Juni 2022 – endlich wieder ExtraSchicht!

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause feierten rund 200.000 Besucher das Kulturfestival in 23 Ruhrgebietsstätten.
Kamp-Lintfort war auch dabei.
Diese besondere Schicht legten die Kamp-Lintforter Bergleute doch gerne ein: Mehrere Stunden führten sie immer wieder Besuchergruppen durch den Lehrstollen. Sogar um Mitternacht startete noch ein Rundgang. „Wir haben schon über 500 Besuchern den Lehrstollen gezeigt“, sagte Michael Kahlert, Mitglied der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V., stolz. Mit dem Andrang hat er gerechnet, schließlich war es das zweite Mal, dass auch Kamp-Lintfort an der ruhrgebietsweiten „ExtraSchicht“ teilnahm.

Vergangenheit trifft auf Gegenwart, so lautete das Motto am Samstag im Zechenpark. Passend dazu gab es Führungen im Lehrstollen und auf dem Förderturm, die die frühere Nutzung der Zeche Friedrich Heinrich thematisierten. „Bis zum Ausfall des Aufzugs gegen 21:30 Uhr hatten wir bereits 400 Besucher auf dem Förderturm“, berichtete Jörg Hunsmann.

Die Gegenwart wurde durch eine Kunstausstellung am Schirrhof und Konzerte auf dem Quartiersplatz und am Schirrhof erlebbar. Förderturm, Fördergerüst und Schirrhof waren zudem mit bunten Lichtern illuminiert.

Und nicht zuletzt durch die blumigen Walking-Acts kam an diesem Abend ein bisschen Landesgartenschau-Atmosphäre auf. Janine Jaeggi, Marie Toedtemann, Ramona Schmalen und Martin Sasse hatten einen guten Überblick über die „ExtraSchicht“: Als überdimensionale Blumen und Schmetterlinge kostümiert, liefen sie auf Stelzen über das Zechengelände – und waren ein beliebtes Fotomotiv bei den Besuchern. „Wir lieben Blumen. Es ist so schön hier“, sagte Schmalen.

Ab dem späten Abend rockte die Rheinberger Band „Zauberlehrling“ die Bühne auf dem Quartiersplatz mit Hip-Hop- und Rockpop-Musik. Hits von „Kings of Leon“ oder „Seeed“ wurden gespielt. Da ließ sich auch Laga-Maskottchen Kalli nicht lange bitten, er mischte ebenfalls auf der Bühne mit. Die Gruppe rief die Zuschauer immer wieder zum Springen auf. Das haben sich die meisten nicht zweimal sagen lassen. Und schon wurde im Rhythmus der Musik auf der Stelle gehüpft. „Springen und klatschen könnt ihr, könnt ihr auch singen?“ fragte der Sänger. Ja, das Publikum konnte auch singen und folgte dem Aufruf sofort.

Der Mix aus modernem Musikprogramm und den historischen Führungen kam bei vielen Besuchern gut an. „Die Stimmung ist sehr gut. Dass Kamp-Lintfort bei der „ExtraSchicht“ mitmacht, ist super und bietet sich bei dieser Kulisse an“, sagte der Kamp-Lintforter Dietmar. Der die Nacht der Industriekultur mit Freunden besuchte. Etwas Kritik gab es von der Gruppe aber für die Organisation auf dem Quartiersplatz. „Es gibt nur einen Getränkestand für Bier und alkoholfreie Getränke. Das ist bei dem Besucherandrang einfach zu wenig“, bemängelte Thomas. Es tummelte sich vor dem Stand. Wer Pech hatte und nicht gesehen wurde, wartete ziemlich lange auf sein Getränk. Zwar waren weitere Getränke- und auch Essensstände aufgebaut, allerdings gab es dort eher Wein und Sekt.

Feuerwerk am Zechenturm

Die Lichtinstallation am Förderturm um Mitternacht war dann definitiv ein Highlight der „ExtraSchicht“. Untermalt von einer Klangcollage aus Geräuschen des Bergbaus und Instrumentalmusik, ließen bengalische Feuer und Kometenschweife den Förderturm erstrahlen. Da zückten viele Besucher ihr Handy, machten Fotos und Videos. Zum krönenden Abschluss wurden Fontänen gezündet, die von der Plattform des Zechenturms „nach unten“ sprühten und den gesamten Turm in ein Lichtermeer tauchten – eine gelungene Hommage an den Bergbau.

Quelle:

WAZ vom 27. Juni 2022 / Autorin: Jasmin Ohneszeit

Fotos von Hans-Dieter Stuckart, Stefan Büschken und Dirk Thomas

Mitgliederversammlung am 22. Juni 2022 im Restaurant „Altes Kasino“ in Kamp-Lintfort

Mitgliederversammlung am 22. Juni 2022 im Restaurant „Altes Kasino“ in Kamp-Lintfort

Fördergemeinschaft fiebert der ExtraSchicht entgegen

Das Wochenende ist für die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition ein besonderes. „Kamp-Lintfort ist am Samstag das zweite Mal bei der ExtraSchicht dabei“, sagte Vorsitzender Norbert Ballhaus. „Schon beim ersten Mal 2013 war viel los. Diesmal können die Besucher auf den großen Förderturm fahren. 100 dürfen gleichzeitig oben auf der Plattform sein, das ist durch eine Sonderregelung und mehr Aufsichtspersonal möglich.“ Am Samstagabend, den 25. Juni 2022, aus einer Höhe von 66 Metern auf den illuminierten Zechenpark zu schauen, wird eine der Attraktionen bei der ExtraSchicht sein.
Für die Fördergemeinschaft ist die ExtraSchicht, Untertitel „Nacht der Industriekultur“, eine Gelegenheit, sich zu präsentieren. Das zeigte die Mitgliederversammlung im Restaurant „Altes Kasino“. 60 Mitglieder hörten zu, als der stellvertretende Vorsitzende Christoph Müllmann über die Aktivitäten an diesem Tag berichtete. Auch Lehrstollen und das Infozentrum „Stadt und Bergbau“ neben dem Schirrhof haben am Samstagabend geöffnet. Beim Zechenparkfest, das sich am Sonntag anschließt, sind Förderturm, Lehrstollen und Haus des Bergmanns geöffnet. Während die ExtraSchicht vor allem Besucher aus anderen Städten anlocken soll, soll das Zechenparkfest, das auf junge Familien zugeschnitten ist, vor allem Kamp-Lintforter anziehen.
Neben ExtraSchicht und Zechenparkfest blickten die Mitglieder auf die Jubiläumsfeier „35 Jahre Fördergemeinschaft“, die am 27. August um 11:00 Uhr am Schirrhof beginnt. Es ist die erste „Geburtstagsfeier“ der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein, die am 27. Dezember 1987 gegründet wurde – bislang feierte sie ihre Jubiläen nicht. „Die Feier ist wie die Landeskirchschicht aufgebaut, die wir im September 2021 dort gefeiert haben“, sagte Ballhaus. „Auch Sponsoren sind eingeladen. Im Unterschied zur Landeskirchschicht gibt es keinen bergmännischen Umzug und keinen Gottesdienst.“
Im Frühjahr 2023 will die Fördergemeinschaft wieder zur Grube Bendisberg fahren, die in der Verbandsgemeinde Vordereifel im Landkreis Mayen-Koblenz liegt. „In diesem Jahr waren wir am 21. Mai dort“, berichtet der Vorsitzende „vom dortigen Förderverein der Grube sind Manfred Stratenhoff, unser Ehrenvorsitzender, und Jürgen Orthaus zu Ehrenmitgliedern ernannt worden. Sie haben mit anderen Mitgliedern der Fördergemeinschaft geholfen, diese Grube als Besucherbergwerk zugänglich zu machen.“
Eine Änderung im Vorstand der Fördergemeinschaft: Beisitzerin Susanne Rous legte ihr Mandat als Beisitzerin nieder, weil ihr beruflich nicht mehr die Zeit bleibe, es auszufüllen, wie sie sagte. Sie leitet ab Anfang Juli das Kulturbüro der Stadt, nachdem sie seit 2020 für das Infozentrum „Stadt und Bergbau“ am Schirrhof zuständig war. Als neuer Beisitzer wurde Jörg Salobir einstimmig in den Vorstand nachgewählt.
Zu dem hat die Fördergemeinschaft ihren Verhaltenskodex einstimmig beschlossen: Werte, Richtlinien, Grundsätze im Umgang miteinander und mit anderen. Ihr Motto lautet jetzt: „Wir geben der Bergmannstradition am Niederrhein eine Zukunft“. Eine Regel lautet: „Wir sind Bergleute und achten auf die Sicherheit in unseren Einrichtungen“. Eine andere: „Alle Vereinsmitglieder gehen respektvoll miteinander um, ob jung, alt, weiblich oder männlich.“
„Die Regeln galten schon bisher“, sagte Norbert Ballhaus. „Jetzt sind sie schriftlich festgehalten. So kann jeder sehen, ob er in die Fördergemeinschaft passt oder nicht.“
Quelle:

Rheinische Post vom 25. Juni 2022 / Bericht von Peter Gottschlich
Fotos von Dirk Thomas

Fronleichnamsprozession am 16. Juni 2022 in Kamp-Lintfort

Fronleichnamsprozession am 16. Juni 2022 in Kamp-Lintfort

In diesem Jahr gab es an Fronleichnam nach zwei Jahren mit Corona-Beschränkungen wieder Prozessionen und Messen mit zahlreichen Teilnehmern in ganz NRW.
Wie auch Pfingsten steht der Feiertag in engem Zusammenhang mit Ostern. Der Tag vor der Kreuzigung, der Gründonnerstag, gilt als der Tag des letzten Abendmahls. Fronleichnam wird an dem Fest, das sich aus den mittelhochdeutschen Worten für Herr und Leib zusammensetzt, gedacht.
In der katholischen Kirche wurde bereits 1215 festgelegt, dass bei der Wandlung eine Hostie zum Leib Christi gewandelt wird. Bei der Feier der Eucharistie, also der Danksagung, nehmen die Gläubigen in Form von Brot und Wein den Leib des Herrn zu sich. Fronleichnam ist eng verwandt mit der Eucharistie und dient als Fest des Altarsakramentes. Für Menschen katholischen Glaubens ist es wichtig, Glaubenselemente mit materiellen Elementen zu verankern. Diese Knüpfung wird an der Eucharistie deutlich. Sie ist ein Übergang von subjektiver zu objektiver Vergegenwärtigung Gottes.
Vielerorts wird der Gottesdienst im Freien, etwa auf öffentlichen Plätzen gefeiert. An die Heilige Messe schließt sich in der Regel die Prozession an, bei der die Gläubigen vom Priester und Diakon getragene Monstranz mit dem Allerheiligsten – einer konsekrierten Hostie – in einem Festzug unter Gebet und Gesang durch die Straßen begleiten. Die Monstranz wird dabei von einem „Himmel“ genannten Stoffbaldachin beschirmt.
Auch in diesem Jahr, am 16.06.2022, nahm die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition an der Fronleichnamsprozession der Pfarrgemeinden in Kamp-Lintfort teil. Unsere Kollegin Melanie Patten und die Kollegen Manfred Reis, Mika Eickmans und Reinhold Erdmann begleiteten die Prozession mit der Vereinsfahne. Die Betstelle auf dem Prinzenplatz wurde von Mitgliedern der Fördergemeinschaft ausgerichtet. Gut sichtbar präsentierten die ehemaligen Bergleute ein Bergbau-Modell „Die letzte Schicht“, die Heilige Barbara als Holzfigur, mehrere brennende Wetterlampen und mehrere Blumentöpfe. Die Kollegen Norbert Ballhaus, Ralf Süper, Egon Haeusler, Gerd Lohmann, Eberhard Rausch, Jörg Salobir, Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas waren traditionell im Bergkittel mit Schachthut erschienen, und trugen jeweils eine brennende Grubenlampe.
An unserer Betstelle wurde ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgetragen, ferner wurde der sakramentale Segen in alle Himmelrichtungen und über die Stadt erteilt.
Anschließend zog die Prozession weiter zum Josef-Jeurgens-Haus.

Quelle:

Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Bergleute feiern die 49. Landeskirchschicht am 12.06.2022 in Xanten

Bergleute feiern die 49. Landeskirchschicht am 12.06.2022 in Xanten

Bergleute aus ganz NRW haben am Sonntag, den 12. Juni 2022 die Landeskirchschicht gefeiert. Dieses Mal fand sie in Xanten statt. Auch hier gibt es einen Knappenverein.Das Motto lautete „Tradition bewahren – Zukunft gestalten“. Ausrichter war der Knappenverein Xanten und Umgebung von 1952, der in diesem Jahr 70 Jahre alt wird.
Die Landeskirchschicht werde jedes Jahr woanders in NRW gefeiert, erklärte Ronald Hoffmann. Die Veranstaltung gehe darauf zurück, dass die Bergleute vor der täglichen Arbeit in einem Bethaus für eine gute und glückliche Schicht und eine gesunde Ausfahrt und Rückkehr zu ihren Familien gebetet hätten. Heute werde die Symbolik in der sogenannten Landeskirchschicht nachgeholt.
Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition war mit 30 Personen per Autobus angereist und hat an der Veranstaltung teilgenommen.
Ab 09:30 Uhr trafen die Gäste ein und mussten sich in der Schichtmeisterei am Dom anmelden. Um 11:00 Uhr spielte das Rheinpreussen-Orchester und der Männergesangsverein Borth ein Konzert auf dem Marktplatz. Um 12:00 Uhr wurde die 49. Landeskirchschicht mit dem Steigerlied und Grußworten auf dem Marktplatz eröffnet.
Nahezu 500 Bergleute aus NRW und darüber hinaus waren für die Landeskirchschicht nach Xanten gekommen. Sie trugen Arbeitskleidung oder Bergkittel. Auch die Grubenwehr der RAG und des Bergwerks in Borth war vor Ort. Bei der Parade übernahm sie die Aufgabe des Ordnungsdienstes und begleitete den Umzug durch die Innenstadt.
Um 13:00 Uhr war Start, an der Spitze der Parade durch die Innenstadt war der Bundesspielmannszug Xanten. Die Parade zog vom Rathaus über den Marktplatz, die Klever Straße, den Nordwall und die Karthaus zum Marktplatz. Der Bundesspielmannszug der St. Victor Bruderschaft Xanten e.V. spielte mehrere Stücke, unter anderem das Steigerlied. Weit mehr als 30 Berg- und Knappenvereine beteiligten sich an der Parade.
Bei derartigen Veranstaltungen ist es üblich, dass jeder teilnehmende Verein, der seine Vereinsfahne mitbringt, als Andenken eine sogenannte Fahnenschleife bekommt, die an der Fahne angebracht wird.
Der Höhepunkt der diesjährigen Landeskirchschicht war ein ökumenischer Festgottesdienst, der pünktlich ab 14:00 Uhr im Dom zu Xanten abgehalten wurde.
Die Veranstaltung wurde durch ein gemütliches Beisammensein auf dem Marktplatz abgerundet.
Pünktlich um 16:30 Uhr holte uns der Reisebus in Xanten ab und brachte uns zurück zum Schirrhof.
Die nächste Landeskirchschicht findet am 13.08.2023 in Ibbenbüren statt.
Quelle:
Fotos von Stefan Büschken und Dirk Thomas

Urban Gardening am Haus des Bergmanns

Urban Gardening am Haus des Bergmanns

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition erweitert einen Obst- und Gemüsegarten, wie er bis in die 1950er Jahre weit verbreitet war, um heute eine Renaissance zu erleben.
Einige Rabatten, auf denen Möhren und Rhabarber, Erdbeeren und Johannisbeeren wuchsen schon immer im Garten, der am Haus des Bergmanns liegt. Doch in den letzten Wochen sind neue Rabatten hinzugekommen. Da im Haus des Bergmanns, das an der Ebertstraße zwischen Markt und Ebertschule liegt, zu sehen ist, wie Bergleute und ihre Familien in den 1920er Jahren in der Lintforter Kolonie lebten, wie sie vor 100 Jahren hieß, hatte die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein die Idee, auch den Garten wie in der Zeit vor 100 Jahren zu gestalten.
„Die Bergleute waren Selbstversorger“, sagt Fördergemeinschafts-Vorsitzender Norbert Ballhaus. „Sie haben jeden Quadratmeter genutzt, um Obst und Gemüse anzubauen. Deshalb waren die Wege zwischen den Rabatten auch so schmal.“ Als am Freitag letzter Woche der Kulturraum Niederrhein zu seiner Regionalkonferenz in die Enni-Eventhalle nach Moers eingeladen hatte, präsentierte die Fördergemeinschaft, die Mitglied in diesem Verein für Regionalkultur ist, erstmals ihr Projekt. Sie hat es „Erdung“ getauft. „Es hätte Neudeutsch auch Urban Gardening heißen können“, schmunzelt Vorstandsmitglied Dirk Thomas, der Fotos zum Projektfortschritt geschossen hat. „Im eigenen Garten Kräuter, Gemüse und Obst anzubauen, erlebt gerade einen Hype. Bis in die 1950er Jahre war die Subsistenzwirtschaft selbstverständlich.“
Die Rabatten haben die Mitglieder der Fördergemeinschaft schon angelegt. „Die Wege sind mit Ziegelsteinen von den Rabatten getrennt“, erzählt Norbert Ballhaus. „Anderes Material gab es nicht vor Ort.“ Himbeerpflanzen, Johannis- und Stachelbeerensträucher setzten die Mitglieder schon, pflanzten Kartoffeln. Im September wollen sie Apfel- und Birnbäume pflanzen, die von den Stadtwerken Kamp-Lintfort gestiftet werden, die in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag feiern.
„Wenn das Haus des Bergmanns gezeigt wird, kann auch der Garten gezeigt werden“, sagt Norbert Ballhaus. „Unter der Woche werden wir oft von Schulen besucht. In den nächsten Wochen sind zehn Klassen der Ebertschule im Haus des Bergmanns. Sie feiert 2022 ihren 100. Geburtstag.“ In voller Blüte steht der Garten erst im Jahr 2023, wenn das Projekt „Erdung“ offiziell startet. Es dauert zwei Jahre. Nach der Startphase soll der Gemüse- und Obstgarten etwas Dauerhaftes werden. „Es fehlen nur die Kuh des Bergmanns, die Ziege, und die Hühner“, sagt Norbert Ballhaus mit einem Augenzwinkern. „Aber Tiere kann man nur halten, wenn man sich Zeit für sie nimmt, jeden Tag vor Ort ist. Das können wir nicht leisten.“

Projekt „Erdung“ und Haus des Bergmanns

Finanzierung:  Für das Projekt Erdung erhält die Fördergemeinschaft Mittel von den Stadtwerken und vom Kulturraum Niederrhein. Die Fördergemeinschaft bringt Eigenmittel und Eigenleistungen mit ein.

Öffnungszeiten:  Das Haus des Bergmanns liegt an der Ebertstraße 88 in Kamp-Lintfort (Ecke Marienstraße zwischen Markt und Ebertschule). Es ist jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis liegt bei 2,50 Euro für Erwachsene und 0,50 Euro für Kinder. Außerhalb dieser Zeit sind für Gruppen Führungen nach telefonischer Anmeldung möglich. Ansprechpartner ist Egon Haeusler, Telefon: 02842 – 42437 oder E-Mail info@bergmannstradition.de .

Quelle:

Rheinische Post vom 07.06.2022 / Autor: Peter Gottschlich
Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Ein Tagesausflug zum Besucherbergwerk Bendisberg nach St. Jost – Langenfeld in die Vordereifel am 21. Mai 2022

Ein Tagesausflug zum Besucherbergwerk Bendisberg nach St. Jost – Langenfeld in die Vordereifel am 21. Mai 2022


Die Fördergemeinschaft hatte für Samstag, den 21. Mai 2022 einen Tagesausflug nach St. Jost – Langenfeld in die Vordereifel organisiert. Pünktlich um 09:00 Uhr war Abfahrt am Schirrhof. Unser Busfahrer Rudi begrüßte alle 47 Teilnehmer und wünschte uns eine gute Fahrt. Trotz einer kurzen Zigaretten- & Toilettenpause erreichten wir nach etwa 2 Stunden unsere Zielregion.
Auf der Hinreise erläuterte Manfred Stratenhoff die umfangreichen Leistungen der Fördergemeinschaft, die beim Ausbau der ehemaligen Erzgrube zum Besucherbergwerk erbracht wurden.
Ein kurzer Abstecher nach Langenfeld führte uns zum Buddhistischen Tempel „WAT PAH ANALAYO“.
Auf dem weiteren recht bergigen Weg zur Grube Bendisberg warnten die Bus-Armaturen vor Überhitzung des Motors. Der Busfahrer ließ uns in Sichtweite der Grube aussteigen und fuhr weiter zu einem Bus-Parkplatz im Tal. Eine Überprüfung ergab, dass ein Kühlwasserschlauch geplatzt war. Schlechter Handy-Empfang erschwerte die Suche nach einer Service-Werkstatt.
Am Eingang zum Besucherbergwerk wurden wir von Alfred Schomisch, Ortsbürgermeister von Langenfeld, mit dem Bergmannsgruß „Glückauf“ begrüßt. Bei anhaltendem Sonnenschein fanden alle Reiseteilnehmer vor der Bergmannshütte im Freien einen Sitzplatz.
Die Grube Bendisberg ist ein ehemaliges Erzbergwerk im Ortsteil St. Jost in Langenfeld, einer Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz (Rheinland-Pfalz), das heute als Besucherbergwerk touristisch genutzt wird.
Im April 2010 begannen die Bauarbeiten zur Errichtung des Besucherbergwerks, dessen Grubenbetrieb bereits 1957 endgültig eingestellt wurde. Es wurden eine Treppe und Leiter als Verbindung zwischen dem unteren, mittleren und oberen Stollen eingebaut. Dadurch sind die drei Abbauebenen miteinander verbunden und für die Besucher begehbar.
Alfred Schomisch ernannte Manfred Stratenhoff und Jürgen Orthaus zu Ehrenmitgliedern des Fördervereins Grube Bendisberg St. Jost Langenfeld 2005 e.V. und überreichte den beiden eine gerahmte Urkunde.
Die Pächterin der Gastronomie Andrea Kirst versorgte uns mit gut gekühlten Getränken und hatte zur Stärkung ein Buffet zur Selbstbedienung vorbereitet.
Der Mineraloge Dr. Volker Reppke führte nach einer Sicherheitsunterweisung alle interessierten Teilnehmer in kleinen Gruppen durch den mittleren Eisenheld-Stollen, der ab ca. 1850 in Handarbeit mit Schlägel und Eisen in den Berg getrieben worden war. Der Streckenvortrieb betrug seinerzeit etwa 0,60 m pro Woche.
Intensive Gespräche wurden an den einzelnen Tischen geführt.
Nach erfolgreicher Reparatur des Kühlwasserschlauches stand unser Bus pünktlich um 16:00 Uhr zum Einsteigen bereit. Auf der Rückreise passierten wir das Schloss Bürresheim in St. Johann, das schon häufig als Filmkulisse diente.
Pünktlich um 18:00 Uhr erreichten wir den Schirrhof. Alle Teilnehmer bedankten sich bei unserem Fahrer Rudi für die sichere Reise und bei unserem Vorsitzenden Norbert Ballhaus für diesen tollen Ausflug.

Quelle:

Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Rückkehr zur Normalität - Maibaumrichten und Tanz in den Mai am 30.04.2022 auf dem Abteiplatz

Rückkehr zur Normalität – Maibaumrichten und Tanz in den Mai am 30.04.2022 auf dem Abteiplatz

Traditionell findet das Maibaumsetzen auf dem Abteiplatz vor der Begegnungsstätte „Alte Scheune“ statt. Wegen der langwierigen Corona-Pandemie fand diese Veranstaltung in den Jahren 2020 und 2021 nicht statt.
Nach Rückgang der Inzidenzwerte war es in diesem Jahr wieder möglich, den Maibaum durch die St. Josef Schützenbruderschaft Kloster Kamp e.V. gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Kamp-Lintfort, Löschzug Kamp im Beisein von Gästen aufzustellen.
Auch die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. war geladen, deren Vertreter standesgemäß im Bergkittel erschienen waren.
Der Brudermeister Heinz-Gerd Bachus von der St. Josef Schützenbruderschaft Kloster Kamp e.V. begrüßte alle Teilnehmer und Gäste und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf. Zu Ehren der anwesenden Bergleute wurde das Steigerlied gesungen, auch der obligatorische Schnaps wurde während der letzten Strophe gereicht.
In diesem Jahr war uns der Wettergott gut gesonnen. Bei Trockenheit und untergehender Sonne wurde der Maibaum mit vereinten Kräften aufgerichtet und ordnungsgemäß gesichert. Hierbei wurden die „Akteure“ durch die Zuschauer lautstark angefeuert. Bei guter Stimmung ergaben sich anschließend noch unterhaltsame Gespräche im Freien, auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt.
Nach und nach verlagerte sich die Veranstaltung in den Saal der „Alten Scheune“. Im Schutz des Gebäudes und bei angenehmeren Raumtemperaturen wurden die Gespräche fortgesetzt, auch das Tanzbein wurde geschwungen.

Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft am 30. März 2022

Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft am 30. März 2022

Kumpel investieren in die Zukunft.

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition blickt trotz Corona auf ein
erfolgreiches Jahr und schmiedet weiter Pläne.
Kamp-Lintfort. Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition will sich im nächsten
Jahr verstärkt der Nachwuchsarbeit widmen. Das sagte der Vorsitzende Norbert
Ballhaus in der Jahreshauptversammlung des Vereins am Mittwoch. Nach zwei von
Corona geprägten Jahren wolle man außerdem wieder das Vereinsleben aktivieren –
unter anderem mit einer Feier zum 35-jährigen Bestehen der Fördergemeinschaft am 27. August.

Direkt zu Beginn rief Ballhaus dazu auf, für die Ukraine-Hilfsaktion der Caritas zu
spenden – 600 Euro kamen dabei zusammen.
Schon bei der Friedensdemonstration am 02. März vor dem Rathaus hatte die Fördergemeinschaft
mit einer Abordnung  ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine gezeigt.

Mehr als 3.500 Besucher pro Jahr an vier Standorten zieht es laut Homepage des
Vereins jährlich zu den Angeboten der Fördergemeinschaft, dahinter stecken 13.000
Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Wie sehr sich dieser Einsatz rund um die für die
Region attraktiven Ausflugsziele wie Zechenturm und Lehrstollen lohnt, zeigen die
Zahlen: Die Fördergemeinschaft kann mit einem Überschuss von 15.740 Euro ins Jahr
gehen. 
Ein Großteil dieses Geldes kam über Eintrittsgelder für Zechenturm und
Lehrstollen zusammen. Mit dem Geld will die Fördergemeinschaft jetzt unter
anderem in energiesparende LED-Deckenleuchten,
in Ausstattung für das Literatur
und Foto-Archiv und Geräte für den Lehrstollen investieren. Die größte Summe aber soll
mit 4.500 Euro in weitere Jugendprojekte fließen. Finanziert wird auch ein Flyer über
alle von der Fördergemeinschaft betreuten Standorte.

Dazu stehen in diesem Jahr wichtige Termine an. So wird sich der Verein am 26./27.
Juni aktiv an der Extraschicht und am anschließenden Zechenparkfest beteiligen. Zur
Extraschicht am Samstag sollen laut Ballhaus Zechenturm und Lehrstollen für
Besucher geöffnet sein. Das Zechenparkfest am Tag danach soll „das Laga-Feeling
wieder aufleben lassen“, so Dezernent und Vereinsvorstandsmitglied Christoph
Müllmann. Präsenz wollen die Kumpel auch bei der Landeskirchschicht am 12. Juni in
Xanten zeigen. Einstimmig beschloss die Versammlung außerdem, dem Kulturraum
Niederrhein als Mitglied beizutreten.

Die Arbeiten für die Neuausrichtung des Haus des Bergmanns werden wohl erst im
nächsten Jahr fertig, dann soll dort auch das Projekt „Erdung“ realisiert werden.
Thematisiert wird dann unter anderem, wie Bergleute früher ihre Selbstversorgung
organisiert haben

Das Haus des Bergmanns (Ebertstraße 18) öffnet ab dem 10. April wieder sonntags
zwischen 14 und 17 Uhr für Besucher. Eintritt: Erwachsene 2,50 Euro, Kinder (4 – 12
Jahre) 0,50 Euro. Info: www.bergmannstradition.de
Quellen:
– WAZ / NRZ vom 01.04.2022 / Bericht von Gabi Gies
– Fotos von Dirk Thomas

Friedensgebet am Rathausplatz

Friedensgebet am 02.03.2022 auf dem Rathausplatz

Knapp 400 Menschen kamen am Abend zum Lintforter Rathaus, um ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen und für den Frieden zu beten. Am Sonntag gibt es eine weitere Aktion am Kräutergarten.
Das Rathaus war in gelb-blaues Licht getaucht, auf dem Karl-Flügel-Platz wehten die Fahnen der Ukraine und Europas: Knapp 400 Menschen waren am Abend dem Aufruf der Stadtverwaltung und des Kamp-Lintforter Theologenkreises gefolgt, um ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen und für den Frieden zu beten.
Bürgermeister Christoph Landscheidt richtete sich in einer bewegenden Ansprache an die Bürgerinnen und Bürger: „Die Fratze des Bösen, ein Krieg mitten in Europa, dessen Ausmaß heute Abend noch gar nicht abzusehen ist, hat uns allen die Augen geöffnet. Sie Lehrt uns, dass es nichts Wichtigeres gibt, als Frieden in Freiheit“, sagte Landscheidt. Kamp-Lintfort werde alles in seiner Kraft stehende tun, den Opfern des Krieges zu helfen und Vertriebene aufzunehmen.
Ihn persönlich habe aber auch der „unglaubliche Mut“ der ukrainischen Bevölkerung,  der ukrainischen Soldaten und der politischen Verantwortlichen, die sich einem haushoch überlegenen Aggressor entgegenstellten, fasziniert, so Landscheidt. Gleichzeitig trieben ihn in diesen Tagen Selbstzweifel um, ob er selbst mehr als sechs Jahrzehnte Frieden und Freiheit ausreichend zu schätzen gewusst habe. Und: „Was sind wir alle, was bin ich persönlich bereit, in Zukunft dafür zu tun – auch, wenn es existenziell wird?“ Deutliche Worte fand auch der Kamp-Lintforter SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider: „Nicht die Russen haben die Ukraine angegriffen, sondern der Despot Putin“, mahnte er.

Zechenturm beleuchtet

Eine Abordnung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition im Bergkittel war ebenso zum Rathaus gekommen, wie die 49-jährige Kamp-Lintforterin Sandra mit Ehemann Andreas und Sohn Jannis. Bei der Antwort auf die Frage, warum sie dem Aufruf gefolgt sei, brach sie in Tränen aus: „Wir wollen einfach ein Zeichen setzen. Man fühlt sich so hilflos.“
Imam Mustafa Klanca von der bosnischen Gemeinde, Pfarrerin Dorothee Neubert von der evangelischen Gemeinde Lintfort, Pfarrer Bernd Klaschka von der St. Josef-Gemeinde und Sabri Cayan, Imam der Ditib Moschee, sprachen Gebete, Pfarrer Markus Bastek, Sprecher des Theologenkreises, hatte die Moderation der Veranstaltung übernommen. Die Fördergemeinschaft ließ am Abend als weithin sichtbares Zeichen auch den Zechenturm in den Farben der Ukraine leuchten.

Sonntag weitere Aktion

Zu einer weiteren spontanen Solidaritätsaktion lädt auch das Ehrenamtlichen-Team des Kräutergartens am Zentrum Kloster Kamp am kommenden Sonntag, den 06. März: Ab 11:00 Uhr gibt es an der Gartenhütte am Kräutergarten frisch gekochte Kräutersuppe. Gegen eine Spende sind dort dann ein Teller Suppe und jede Menge frische Kräuter erhältlich. Der Erlös fließt an die Ukraine-Solidaritätsarbeit von Caritas International und Diakonie. Bis 14:00 Uhr, so hofft man im Team, sind Suppe und Kräuter dann ausverkauft.

Quelle:

WAZ/NRZ vom 03.03.2022 / Autorin: Gabi Gies

Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Sternsinger am 03.01.2022 in Kamp-Lintfort – Segen aus 66 Metern Höhe

Sternsinger am 03.01.2022 in Kamp-Lintfort

Segen aus 66 Metern Höhe

Zum 64. Mal findet die weltweite Sternsingeraktion statt. In Kamp-Lintfort gab es von den Sternsingern den Segen von oben. Der Förderturm im Zechenpark erwies sich als idealer Ort. Warum die Aktion für die Sternsinger so wichtig ist.
Auch im zweiten Corona-Jahr muss Kamp-Lintfort nicht auf den Segen der Sternsinger verzichten. Im Gegenteil. Vom Förderturm aus, in 66 Metern Höhe, verteilten die Sternsinger den Segen und die guten Wünsche über das Stadtgebiet. Rund 2.000 Haushalte in der Klosterstadt hatten im Vorfeld um den Segen gebeten. „Wir haben besondere Aktionen geplant, um den Segen in die Haushalte zu bringen“, sagt Stephanie Dormann, Pastoralreferentin St. Josef.

Erneut hat die Pandemie den Sternsingern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Engagement und der Spaß für die gute Sache sind aber ungebrochen. „Wir wären gerne durch die Straßen gelaufen, um den Segen zu bringen. Schade. Dass es wieder nicht klappt“, sagt Janis Buschmann (13). „Wir sind wirklich traurig“, verrät Hannes Angenforth (11). Zum fünften Mal ist er dabei und weiß genau, wie sehr sich die Menschen in Kamp-Lintfort über den Besuch der Heiligen drei Könige freuen würden. „Wir wollen, dass es allen Menschen und den Kindern gut geht“, sagt sein Bruder Mathes (10) und weist auf den Spendenzweck hin: Kinder sammeln für Kinder.

Weltweit größte Solidaritätsaktion

Bereits ab 1959 gilt die Aktion Dreikönigssingen als die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Insgesamt wurden bislang rund 1,23 Milliarden Euro gesammelt, mehr als 76.500 Projekte für notleidende Kinder in aller Welt umgesetzt. Das Motto wechselt jährlich.

Besuch in Berlin

Am 05. Januar besuchen die Sternsinger des Bistums Hilden Bundeskanzler Olav Scholz. Träger der Aktion ist das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Die Sternsinger-Aktion in der St.-Josef-Gemeinde hat Tradition. Corona schreibt andere Regeln und verlangt nach Kreativität. „Wir werden heute auf dem Wochenmarkt am Prinzenplatz stehen und besuchen am Sonntag nochmals die Kapelle des St.-Bernhard Krankenhauses“, sagt Stephanie Dormann zum Terminplan. Den Segen vom umlaufenden Balkon des Förderturms aus spendeten die Sternsinger zusammen mit Pfarrer Bernd Klaschka in alle Himmelsrichtungen.
Für Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt und Dr. Christoph Müllmann, Erster Beigeordneter, eine gelungene Aktion. „Ich freue mich besonders darüber, dass doch noch ein Weg gefunden wurde. Wir hoffen auf bessere Zeiten.“ Im Gespräch mit den Sternsingern berichtete Stephanie Dormann von ihrem Besuch eines Krankenhauses in Ghana. Der Umfang der finanziellen Unterstützung, die durch die Sternsinger weltweit für Projekte zusammenkommt, „ist eine große Sache und eben kein Kinderkram“, so die Pastoralreferentin mit Blick auf die weltweite Aktion. „Gesund werden und gesund bleiben“ lautet das diesjährige Motto. Das Geld ist für die Gesundheitsförderung von Kindern in Afrika, speziell in den Ländern Ägypten, Ghana und den Südsudan bestimmt. Die bundesweite Eröffnung der Aktion erfolgte zum Jahresende im Bistum Regensburg.
Die letzte Aktion „Segen bringen, Segen sein“ brachte 38 Millionen Euro ein, die an 2.000 Projekte verteilt wurden. „Schade ist für uns, dass wir den Kindern coronabedingt keine Vorbereitungstreffen und thematische Vertiefung geben konnten“, so Dormann. Gerade diese Treffen dienten der Gemeinschaft in der Gemeinde. In den nächsten Tagen bekommen die gemeldeten Haushalte die Segenspost. Spendengelder können kontaktarm überwiesen oder im Pfarrbüro St. Josef, Königstraße 1, abgegeben werden.
Prof. Dr. Christoph Landscheidt bedankte sich bei den Vertretern der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, die die heutige Veranstaltung im Förderturm begleitet haben.
Auf besonderen Wunsch der Kinder erläuterte Jörg Hunsmann die Funktion der Fördermaschinen im südlichen Steuerstand, die jüngste Teilnehmerin durfte hierbei auf dem Sitz des Fördermaschinisten Platz nehmen.

Quelle:

RP-online vom 03.01.2022

/ Autorin: Sabine Hannemann

Vortrag am 09.11.2022 im Pferdestall vom Schirrhof

Vortrag am 09.11.2022 im Pferdestall vom Schirrhof

„Der Pütt lebt!“

War auch die einhellige Meinung der Gäste und aktiven Mitglieder der SPD AG 60 plus zur gemeinsamen Veranstaltung mit der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, die am 09.11.2022 im Pferdestall des Schirrhofes stattgefunden hat.

Mit einer beeindruckenden Fotosammlung, die überwiegend durch Reproduktion vorhandener „Glasplattenfotografien“ aus dem Archiv der Fördergemeinschaft gefertigt wurde, haben die ehemaligen Fahrsteiger Manfred Reis und Herbert Gratzer einen repräsentativen Vortrag über die Entwicklung der Schachtanlage in der damaligen Moorlandschaft bis zu ihrer Schließung im Jahre 2012 erstellt. Besonderer Dank gilt dabei dem Kollegen Egon Schwarz, der die Antike in moderne Präsentationstechnik umgesetzt hat.

Die Gäste hatten im Anschluss an die Frühstücksrunde die Gelegenheit, einmal einen Blick in die nicht öffentliche Zentrale der Fördertechnik am Schirrhof zu werfen, die zahlreiche Exponate aus 100-jähriger Bergbaugeschichte beherbergt.

Die Veranstaltung wurde geplant und realisiert von Werner Swiatly, der zudem auch Mitglied in der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition ist.

Quelle:

Text von Werner Swiatly

Fotos von Hans-Dieter Stuckart

Berichte / Bilder / Pressestimmen

2021

Premiere für den Weihnachtsmarkt im Zechenpark

Premiere für den Weihnachtsmarkt im Zechenpark

 

Neustart für den Weihnachtsmarkt in Kamp-Lintfort: Hunderte Neugierige kommen zur Eröffnung in die Budenstadt bei den Fördertürmen.

Die großzügig auf Lücke gebaute Budenstadt zu Fuße des beleuchteten Zechenturms ist in tiefrotes Licht getaucht, entspannt flanieren die Besucher über die breiten Wege zum Quartiersplatz: Hunderte Neugierige ließen sich am Donnerstagabend nicht nehmen, bei der Premiere des ersten Weihnachtsmarktes im Zechenpark dabei zu sein: „Wir sind begeistert“, sagten die Besucher.

An den ersten beiden Adventswochenenden hat sich der Quartiersplatz im Zechenpark in eine vorweihnachtliche Budenstadt verwandelt. Die denkmalgeschützten Zechengebäude wurden stimmungsvoll illuminiert. In 28 Holzhütten präsentierten die Marktbeschicker aus Kamp-Lintfort und der näheren Umgebung ihre Geschenkideen und ein adventliches Angebot. Norbert Büsch verwöhnte die Besucher mit Leckereien aus seiner Weihnachtsbäckerei. Auf dem Förderturm konnten die Gäste den Ausblick auf den neuen Weihnachtsmarkt aus rund 70 Metern Höhe genießen.

Die ersten hatte es schon eine Stunde vor der Eröffnung auf das Gelände gezogen. Da bastelten Therese Pieczyk von der Jugendeinrichtung Kleine Offene Tür Gestfeld und Messdienerin Isabelle Weiler von der St. Josef-Gemeinde an ihrem Stand noch an der Dekoration für die selbst gemachten Pralinen und den Weihnachtsschmuck.

Dass sie sich hier auf dem Markt präsentieren und mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen können, hält Therese Pieczyk gerade in diesen Zeiten für besonders wichtig, „damit die Leute sehen, dass es uns noch gibt.“

Ein ungutes Gefühl angesichts der gerade auch im Kreis Wesel weiter ansteigenden Coronazahlen habe sie nicht, sagte Isabelle Weiler: „Hier gilt ja die 2G-Regel.“ Zusätzlich würden sich diejenigen, die jeweils miteinander am Stand arbeiteten, vor ihrem Einsatz testen.

Wir glauben, dass wir das verantworten können“, sagte Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt in seiner Ansprache zur Eröffnung. Die Einhaltung der 2G-Regeln wurde von sechs Security-Kräften kontrolliert, Unterstützung bekamen sie von den Kräften des Kamp-Lintforter Ordnungsamtes. Bei der Eröffnung sorgte das Rheinpreussen-Orchester für die musikalische Untermalung.

Vor allem lokale und regionale Anbieter, viele mit selbstgefertigten Produkten – vom Likör über Holzarbeiten bis zur Bademilch – waren vertreten.

Auch die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. half tatkräftig bei der Planung und Umsetzung des diesjährigen Weihnachtsmarktes mit. Neben den Besucherführungen auf den Förderturm hatten sie einen hölzernen Türstockausbau mit aufgesetztem Schwibbogen aufgebaut, der sich schnell zu einem beliebten Fotomotiv entwickelte. In einer Holzhütte boten sie viele Bergbauartikel zum Kauf an, die ausgestellten Grubenlampen führten zu großem Interesse der Besucher.

Quelle:

WAZ / NRZ vom 25.11.2021 – Autorin: Gabi Gies

Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Bergbautradition und Jugendarbeit verbinden

Bergbautradition und Jugendarbeit verbinden

 

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition möchte das Interesse von Jugendlichen für die Industriekultur wecken. Ziel ist der Aufbau einer eigenen Jugendabteilung. Bislang gehören der Gemeinschaft nur 16 Mitglieder im Alter bis 26 Jahren an.

Auf der Mitgliederversammlung am 17.11.2021 begrüßte Norbert Ballhaus die 50 Mitglieder mit dem Bergmannsgruß „Glückauf“. Mit Stolz berichtete er, dass die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition wächst, obwohl die meisten Knappenvereine im Ruhrgebiet rückläufige Mitgliederzahlen haben. Ende 2011 gehörten ihr 531 Mitglieder an, Ende 2021 sind es 618. Dazu ist sie finanziell gut aufgestellt, hat ein Vermögen im fünfstelligen Eurobereich. Allerdings fehlt ihr junger Nachwuchs. Nur 16 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 26 Jahren – oder 2,6 Prozent. Deshalb setzt sich die Fördergemeinschaft das Ziel, Jugendliche für Bergmannstradition und Industriekultur zu gewinnen, um einmal eine eigene Jugendabteilung gründen zu können. „Fünf Jahre lang ist die Jugendarbeit Schwerpunkt“, sagte Vorsitzender Norbert Ballhaus bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend. Erste größere Aktion sei das Projekt „Wohnen, Leben und Arbeiten im ehemaligen Steinkohlenbergbau“ gewesen. Bei der Mitgliederversammlung wurde ein 12-minütiger Film von Hans-Dieter Stuckart gezeigt, der dieses Projekt dokumentiert. Zwölf Jugendliche fertigten in der zweiten Woche der Herbstferien aus Europaletten Sitzmöbel und besichtigten Lehrstollen, Haus des Bergmanns und Förderturm.

„Ein Teilnehmer ist nach der Woche eingetreten“, berichtete Mika Eickmans. Er war der erste Jugendliche in der Fördergemeinschaft, hatte die Idee, den großen Förderturm zur Weihnachtszeit zu beleuchten und ist in seiner Freizeit oft in den Räumen der Fördergemeinschaft im Schirrhof, im Lehrstollen oder am Förderturm zu finden. Die Jugend hat in den Vereinsräumen bereits ein eigenes Zimmer.

In den Osterferien soll es wieder ein Projekt für Jugendliche geben, das handwerklich orientiert sei, kündigte Norbert Ballhaus an. Jugendliche seien nur mit langem Atem zu gewinnen, meinte der einstige Markscheider des Bergwerkes „Friedrich Heinrich/Rheinland“ und Bürgermeister der Stadt Moers.

Die Fördergemeinschaft hatte für den 04. Dezember 2021 eine Barbarafeier geplant. Um 17:00 Uhr sollte ein Gottesdienst in der St. Josef Kirche gefeiert werden, der vom Rheinpreussen-Orchester begleitet werden sollte. Eine Barbarafeier im Josef-Jeurgens-Haus sollte sich anschließen. Weil die Covid-Regelungen, die dann gelten, noch nicht klar seien und sich weniger als 50 Personen angemeldet hatten, sprachen sich die Mitglieder am Mittwochabend mehrheitlich dafür aus, die Barbarafeier ausfallen zu lassen.

Im Nachgang sprachen Norbert Ballhaus und Organisator Manfred Reis darüber, 2022 anlässlich des 35-jährigen Vereinsbestehens ein großes Sommerfest auszurichten.

Der Termin für die nächste Landeskirchschicht in Xanten steht. Sie findet am 12. Juni 2022 statt und wird vom Knappenverein Xanten und Umgebung Glückauf 1952 organisiert. „Er feiert 2022 seinen 70. Geburtstag“, berichtete Ronald Hoffmann, Vorstandsmitglied vom Knappenverein Xanten. Um 11:00 Uhr soll das Rheinpreussen-Orchester auf dieser Veranstaltung ein Konzert geben. Um 12:30 Uhr wird die große Bergparade durch Xanten starten. Um 14:00 Uhr wird im Dom ein Gottesdienst gefeiert. Die Landeskirchschicht soll dann um 15:00 Uhr mit einem Treffen auf dem Marktplatz in Xanten ausklingen.

Quelle:

Rheinische Post vom 18. November 2021 / Autor Peter Gottschlich

Fotos von Dirk Thomas

Volkstrauertag – Gedenken an die Toten der Weltkriege

Volkstrauertag – Gedenken an die Toten der Weltkriege

 

Etwa 2,7 Millionen Tote liegen auf den 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten in Europa und Nordafrika. Rund eine Million Mitglieder und Förderer hat die Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie die Unterstützung der Bundesregierung. Gemeinsames Ziel: Bergung weiterer Kriegstoter und Überführung zur letzten Ruhestätte. 76 Jahre sind seit Kriegsende im Jahre 1945 vergangen.

Am Sonntag, den 14. November 2021 fand um 11:30 Uhr eine Gedenkfeier auf dem 1954 eingeweihten Ehrenfriedhof am Niersenberg in Kamp-Lintfort statt. Veranstaltet wurde die Feier zum Gedenken der Toten der beiden Weltkriege vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Ortsverband Kamp-Lintfort, dessen Vorsitzender Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt ist. Nach seinen Begrüßungsworten hat Wolfgang Gröning, Oberstabsapotheker der Reserve, eine umfassende Ansprache gehalten.

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition gehörte auch in diesem Jahr ebenso wie Vertreter der Stadt Kamp-Lintfort, des Deutschen Roten Kreuzes, der Feuerwehr, der Reservistenkameradschaft der Bundeswehr, der Schützenvereine und der Bruderschaften sowie interessierte Bürger zu den Teilnehmern an der Gedenkfeier.

Eine Abordnung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, die im Bergkittel mit Schachthut und schwarzer Feder sowie brennender Grubenlampe teilnahm, legte einen eigenen Kranz nieder. Die Kranzniederlegung wurde von Musik des Saxofonisten Thomas Käseberg begleitet.

Auf dem Friedhof liegen 1.756 Kriegstote, aber auch Zivilisten, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges durch Bombenangriffe ihr Leben verloren, darunter fünfzig Frauen und vierzig Kinder.

Fotos von Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas

Besuch aus Düsseldorf am Schirrhof

Besuch aus Düsseldorf am Schirrhof

„Dritter Ort“: Lob vom Staatssekretär

Der Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Klaus Kaiser, besuchte im Rahmen seiner Rundreise zu den 26 sogenannten „Dritten Orten“ in NRW den hiesigen Schirrhof. Zum Dritten Ort im Schirrhof, in dem mittlerweile ein breites Angebot – von niedrigschwellig bis kulturell hochkarätig – auf die Beine gestellt wurde, gehören sowohl die ansässigen Gruppen (Künstlergruppe, die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, eine Zweigstelle des Arbeitslosenzentrums und das Infozentrum Stadt und Bergbau), als auch viele externe Akteure.

Mit einem Grußwort eröffnete Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt die Veranstaltung. Darauf folgten eine Präsentation der Projektleiterin Susanne Rous sowie ein Grußwort des Staatssekretärs und zum Abschluss ein Rundgang durch den Schirrhof und übers Gelände. „Wir sind stolz darauf, dass sich der Schirrhof als „Dritter Ort“ schon gut etablieren konnte. Die zahlreichen erfolgreichen Projekte und Veranstaltungen, die bereits durchgeführt wurden, sprechen für das hohe Potenzial dieses „Dritten Ortes“, so Landscheidt. Saxofonist Eike von der Leyen begleitete die Veranstaltung im Hintergrund mit Jazzmusik.

Das Besondere an einem „Dritten Ort“ ist die Vielschichtigkeit und die Bandbreite der Angebote. Diese Orte sind aufgerufen, Ehrenamt mit Hauptamt zu verbinden, Vielfalt zu leben und auch Menschen zusammen zu bringen. Am Schirrhof haben bereits viele Veranstaltungen stattgefunden, die Menschen, Vereine, Institutionen und Künstler zusammengebracht haben, die sich ohne diesen Ort nicht gefunden hätten.

Gemeinsame Pflege des Färbergartens

Ein Beispiel für die Vernetzung von verschiedenen Menschen und Angeboten ist der Färbergarten am Schirrhof, den alle am Schirrhof Ansässigen gemeinsam pflegen und der von der Künstlerin Andrea Much für Malprojekte mit Kindern genutzt wird. Fürs kommende Jahr erhoffen sich die Organisierenden und Mitwirkenden, dass die vielen Angebote weiter gut angenommen werden Einige neue Veranstaltungen sind ebenfalls geplant.

Besichtigung der Vereinsräume der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition

In Begleitung von Johannes Hartmann und Dirk Thomas besichtigte der Staatssekretär Klaus Kaiser die Vereinsräume der Fördergemeinschaft. Er zeigte sich sehr beeindruckt von der modernen Einrichtung der Räume. Die klare Strukturierung in Fachbereiche traf auf sein Interesse, auch die professionelle Bebilderung der Vereinsräume hat er mit großer Aufmerksamkeit wahrgenommen. Das Engagement der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition hält er für den historisch bedeutsamen Zechenstandort auch zukünftig für äußerst wichtig.

Fotos von Hans-Dieter Stuckart

Projekt „Wohnen-Leben-Arbeiten im ehemaligen Steinkohlenbergbau“

Projekt „Wohnen-Leben-Arbeiten im ehemaligen Steinkohlenbergbau“

In der ersten Woche der Herbstferien 2021 fand im Zeitraum vom 11.10. bis zum 15.10. der erste Workshop innerhalb des Projektes im Schirrhof statt.

12 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 14 Jahren nahmen daran teil, darunter 3 Jungen und 9 Mädchen. Die Anmeldung erfolgte zentral im Alten Rathaus, eine Teilnehmergebühr wurde nicht erhoben.

Der Workshop stand unter dem Motto „Bau von Möbeln aus Europaletten“. Die handwerkliche Anleitung erfolgte durch Andreas Baschek (Kulturprojekte Niederrhein). Vom Vorstand der Fördergemeinschaft begleiteten Susanne Rous, Herbert Gratzer, Dirk Thomas und Norbert Ballhaus das Projekt. Daneben leisteten, Jörg Salobir, Hannes Hartmann, Hans Stuckart, Zdravko Strovrag (genannt Willi) und Mika Eickmans Hilfestellung bei der Durchführung. Seitens der Stadt war die mobile Jugendarbeit im Einsatz.

Am ersten Tag stand gleich eine Besichtigung des Lehrstollens auf dem Programm. Danach ging es in der Remise zum handwerklichen Teil über. Vor dem ersten Werkeln bauten sich die jungen Leute ihre Werkbänke zusammen, die extra für den Workshop angeschafft wurden. Hierbei half der Abgeordnete des Landtags NRW Ibrahim Yetim, der als gelernter Bergmechaniker einige Jahre lang unter Tage auf der Schachtanlage Walsum in Duisburg gearbeitet hat.

Danach erfolgte eine Auswahl der Baumaterialien, um die besten Paletten zu bestimmen. Letztlich wurden einige kleine Probestücke aus Holz angefertigt.

Sägen und schleifen stand auf dem Programm des zweiten Tages. Doch vorher ging es noch auf den Förderturm. Wie schwierig es ist, eine Handsäge so zu führen, dass der Schnitt auch gerade verläuft, erstaunte die meisten Teilnehmer. Da ging das anschließende Schleifen doch wesentlich leichter von der Hand.

Am Mittwoch traf man sich im Sitzungszimmer des Vereinsheims, da der Pferdestall an diesem Tag belegt war. Die Jugendlichen erfuhren, welche Aufgaben und Tätigkeiten es in unserem Verein gibt. Sie äußerten auch ihre Wünsche, was sie in einem Verein erleben wollen. Gemeinsame Spiel- und Sporterlebnisse standen dabei ganz vorne. Aber auch gemeinsames Kochen wurde genannt und vor allem will man Spaß mit anderen haben. In der Remise kam es im praktischen Teil darauf an, die passenden Einzelteile fest miteinander zu verbinden. Vorbohren und verschrauben mit Akkuschraubern galt es zu erlernen. Einige Bohrer blieben dabei auf der Strecke, wurden aber am nächsten Tag neu angeschafft.

Zum Haus des Bergmanns ging es am Donnerstag. Danach wurden die Palettenmöbel weiterbearbeitet. Insbesondere galt er es, die Verblendungen abzumessen, zuzuschneiden und anzubringen. Auch die Reste sollten nicht ungenutzt bleiben, also wurde kurzerhand noch ein Blumenständer gebaut.

Der letzte Arbeitsschritt am Freitag war das Grundieren und Lasieren der Möbel. Nachdem auch noch Rollen angeschraubt waren, konnten die Ergebnisse dieser 5 Tage in Position gebracht werden und mit einem zünftigen Gruppenfoto gekrönt werden.

Pünktlich um 12:00 Uhr ging es in die Mittagspause. Unsere Nachwuchs-Handwerker stärkten sich bei einem gemeinsamen Mittagessen im Pferdestall. Gut gestärkt ging es dann wieder an die Arbeit.

Allen Beteiligten sagen wir unseren Dank verbunden mit einem herzlichen Glückauf!

Pressegespräch am 30.09.2021

Pressegespräch am 30.09.2021

 

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition bietet Kindern und Jugendlichen auf dem Schirrhof die Chance, sich handwerkliche Grundkenntnisse anzueignen. Das Konzept steht. Ein erster Aufschlag findet in den Herbstferien statt.

Mit Holz arbeiten, sägen, zuschneiden, schleifen und Möbel aus Paletten bauen: In der ersten Herbstferienwoche können zwölf Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren ins Handwerk hinein schnuppern. Das einwöchige Ferienangebot ist der erste Aufschlag für ein groß angelegtes Projekt, das die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition in Zusammenarbeit mit der mobilen Jugendarbeit der Stadt Kamp-Lintfort langfristig auf dem Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee etablieren möchte.

„Wohnen, lernen und arbeiten im ehemaligen Steinkohlebergbau“ lautet das Projektthema. „Im Lehrstollen zeigen wir, wie die Bergleute unter Tage gearbeitet haben, im Haus des Bergmanns in der Altsiedlung, wie sie mit ihren Familien um das Jahr 1920 gewohnt und gelebt haben“, berichtet Norbert Ballhaus als Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition. Nun soll die dritte Säule, das Lernen, aufgestellt werden. Zusammen mit den Projektunterstützern will die Fördergemeinschaft jungen Menschen ein außerschulisches Angebot machen, das ihnen handwerkliche Grundkenntnisse vermittelt.

„Auf dem Schirrhof befand sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Ausbildungswerkstatt des Bergwerks West. Übrig blieb leider nur eine Esse“, sagt Ballhaus. Gemeinsam mit seinem Team begeisterte er Susanne Rous, Leiterin des Informationszentrums Stadt und Bergbau, sowie Michelle Zupancic von der mobilen Jugendarbeit für die Idee. Seit März bastelte man an einem Konzept. Die Fördergemeinschaft wendete sich an den Landesverband der Berg- und Knappenvereine NRW. Als Projektförderer konnten sie gemeinsam die RAG-Stiftung gewinnen. Sie stellte 7.400 Euro zur Verfügung. Erstes sichtbares Ergebnis ist eine Tafel am Schirrhof, die über die ehemalige Ausbildung der Zeche informiert. Als Projektleiter holte die Fördergemeinschaft den Moerser Kulturpädagogen Rüdiger Eichholtz ins Boot.

Er bietet seit mehr als 30 Jahren solch künstlerisch-handwerklichen Programme für Kinder an. „Auch mein Vater war im Bergbau tätig. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt er. Sein auf die nächsten Jahre angelegtes Konzept beinhaltet insgesamt drei Vermittlungsansätze: die Ferienprogramme, ein Werkzeugführerschein-Lehrgang sowie die Bereiche Wohnen und Lernen. „Für den Werkzeugführerschein brauchen wir mehr Zeit als eine Ferienwoche. Hier geht es darum, den Kindern in verschiedenen Modulen handwerkliche Kompetenz zu vermitteln“, erläutert Eichholtz. In einem solchen Workshop würden die Teilnehmer beispielsweise lernen, wie verschiedene Materialien wie Holz, Metall oder Kunststoff miteinander verbunden oder wie Maschinen benutzt werden.

Rüdiger Eichholtz kann es sich gut vorstellen, auch die Handwerkskammer und Betriebe mit ins Boot zu holen. „Die Dinge entstehen, wenn man erst einmal anfängt“, sagt er. In einem dritten Bereich soll es künftig rund um das Leben und Wohnen der Bergleute gehen: Kochen wie die Selbstversorger, Gärtnern und Ernten, aber auch um das Sozialverhalten in den Familien. Das Projekt startet am 11. Oktober mit dem Ferienprogramm. Die Holzwerkstatt befindet sich in der Remise des Schirrhofes. In den vergangenen Sommerferien fand bereits ein erster Probelauf statt: „Die Resonanz war groß“, erzählt Susanne Rous, Leiterin des Informationszentrums Stadt und Bergbau. „Viele Eltern wünschen sich solch ein dauerhaftes Angebot. Auch jetzt haben sie mich schon kontaktiert, um ihre Kinder anzumelden“, berichtet sie.

Norbert Ballhaus hofft, mit dem Angebot nicht nur bei jungen Menschen eine Bresche für das Handwerk zu schlagen, dem, wie er sagte, heute 65.000 Arbeitsplätze fehlten, sondern sie auch für die 620 Mitglieder zählende Fördergemeinschaft zu begeistern. „Wir müssen auf die jungen Menschen zugehen.“

 

Quelle: Rheinische Post vom 30. September 2021 von Anja Katzke

Fördergemeinschaft zeigt sich zufrieden

Fördergemeinschaft zeigt sich zufrieden

 

Mit einem filmischen Rückblick auf die 48. Landeskirchschicht am 12. September 2021 startete am Mittwochabend die Mitgliederversammlung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition im Alten Kasino. Vom Beisammensein am Schirrhof über den Umzug durch die Stadt bis zum Gottesdienst mit der bewegenden Predigt des Kamp-Lintforter Pfarrers Achim Klaschka erinnerten die Bilder an einen Tag, auf den die Mitglieder als Organisatoren mit Recht stolz sein können, so der stellvertretende Vorsitzende der Fördergemeinschaft, Dr. Christoph Müllmann.

„Wir können uns selbst loben“, sagte auch Manfred Reis, der die Hauptorganisation inne hatte. Die Landeskirchschicht mit insgesamt 731 Teilnehmenden habe deshalb so gut funktioniert, weil so viele Mitglieder „viel persönliches Engagement“ in die Sache gesteckt hätten, so Reis weiter.

Auch Christoph Müllmann freute sich über die Resonanz, die es auf die bislang größte Veranstaltung des Vereins gegeben habe: „Alle waren sehr zufrieden.“ Wie weitere 48 Mitglieder der Fördergemeinschaft hatte er sich am Mittwochabend einen 45-minütigen Film angeschaut, der die Landeskirchschicht dokumentiert und von Hans-Dieter Stuckart, Stefan Büschgen sowie Achim Sörgel erstellt worden war. „Die nächste Landeskirchschicht wird 2022 in Xanten gefeiert“, ergänzte Johannes Hartmann, Vorsitzender der Berg- und Knappenvereine NRW. „Genauer gesagt der Knappenverein Xanten und Umgebung Glückauf 1952. Er feiert 2022 seinen 70. Geburtstag. Am Niederrhein gibt es noch ein Bergwerk: das Salzbergwerk Borth. Die Feier soll an einem Sonntag im Mai stattfinden.

“Einen weiteren Erfolg gab es auch vom Tag der offenen Tür am Schirrhof am vergangenen Wochenende zu vermelden: 195 Erwachsene und 85 Kinder nutzten die Gelegenheit, um sich durch den Lehrstollen führen zu lassen.

Erfreuliches gab es auch bei den Mitgliederzahlen zu verzeichnen – mit sieben Neuzugängen kommt die Fördergemeinschaft nunmehr auf 619 Mitglieder. Wichtiger Termin im Vereinskalender: die Barbarafeier am 04. Dezember 2021 mit dem ökumenischen Gottesdienst und der anschließenden Barbarafeier im Josef-Jeurgens-Haus. Bis zur Adventszeit soll – wenn möglich – auch wieder der traditionelle Weihnachtsstern oben am Förderturm leuchten, kündigte Müllmann an.

Die Bergmannskuh

Die Bergmannskuh

 

Im Jahre 1912 begann die Steinkohlenförderung auf der Zeche Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort. Zu dem Zeitpunkt belief sich die Belegschaft auf 745 Mitarbeiter.

Da das Umfeld ländlich geprägt war, entstanden große Zechensiedlungen. Ohne diese wäre es nicht möglich gewesen, die erforderliche Anzahl von Bergleuten anzuwerben. Die Einwohnerzahl der Bauernschaft Lintfort betrug im Jahre 1906 exakt 485 Menschen. Repräsentanten des Bergwerks warben Arbeitskräfte in Schlesien ab. Mit dem Versprechen für sie und ihre Familien preiswerten Wohnraum bereitzustellen, stieg die Einwohnerzahl bereits 1930 auf 13.876 Personen an. Die Belegschaft der Zeche Friedrich Heinrich stieg bis 1920 auf über 4.000 Personen an. Im Jahre 1957 wurde eine maximale Belegschaftsstärke in Höhe von 8.625 Mitarbeitern verzeichnet.

In jener Zeit waren die Bergarbeiterfamilien regelrechte Selbstversorger. Geringe Schichtlöhne führten zwangsläufig dazu, dass die oftmals kinderreichen Bergarbeiterfamilien einen Nutzgarten unterhielten. Neben Kartoffeln wurde Obst, Gemüse und Salat angebaut. Aus Weißkohl wurde Sauerkraut gemacht. Die Hausfrauen machten durch Einkochen Obst, Gemüse und andere Lebensmittel für lange Zeit haltbar.

Jeder Hausstand hatte im Garten neben Grabeland auch einen Schweinestall. Die Schweine wurden, wenn sie fett genug waren, geschlachtet und zu Wurst verarbeitet. Eigene Hühner legten täglich frische Eier. Neben Hühnern wurden Enten, Kaninchen und Ziegen gehalten. Durch die Haltung von Ziegen wurde die tägliche Versorgung mit frischer Milch sichergestellt. In unserem Museumshaus war der Schweinestall im westlichen Teil des Wohnhauses integriert. Früher wurde der gesamte Hausabfall verwertet und kompostiert.

Unsere Kollegen Egon Haeusler und Ralf Süper überprüfen regelmäßig das Wachstum der Petersilie. Unser Nutzgarten weist bereits die Vielfalt auf, die in den 1930er Jahren üblich war.

Ein Gedicht von Karl-Heinz Fricke hat den Titel:
„Die Bergmannskuh“.
„Bergleute hielten früher Ziegen,
um Milch und Butter zu kriegen.
Das Tier bekam den Namen im Nu,
man taufte es die „Bergmannskuh“.

Bergmannstour – vom Stollen bis zum Schacht – mit kulinarischer Überraschung

Bergmannstour – vom Stollen bis zum Schacht – mit kulinarischer Überraschung

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. mit Sitz in Kamp-Lintfort besteht seit 1987 und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Bergbaus lebendig zu erhalten. Nach Stilllegung des Bergwerks im Dezember 2012 haben sich zahlreiche Gäste in die „Untertagewelt“ im Lehrstollen entführen lassen. Neuerdings ist der Förderturm dazugekommen, der ein zusätzliches Highlight darstellt.

Jetzt geht man auf dem wunderbar sanierten Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee einen neuen Schritt in der Vermarktung der zahlreichen Angebote rund um den Bergbau. „Mit unserem Angebot auf der DOERZ-Erlebnisplattform haben wir nun die Möglichkeit, viele Menschen über das Internet zu erreichen. Dafür haben wir extra mit unserem Partner, der Bäckerei Büsch, ein ganz spezielles Angebot für unsere Gäste kreiert“, freut sich Norbert Ballhaus, Vorsitzender der Fördergemeinschaft.

Unter dem Motto „Bergmannstour – vom Stollen bis zum Schacht“ bietet die Fördergemeinschaft einen Einblick in die Arbeit der Bergleute. „Die Gäste unserer rund zweieinhalbstündigen Führung erleben eine spannende Reise unter Tage, erhalten im Lehrstollen viele Informationen zum Geschehen auf dem Pütt und können sogar den Ausblick über den Niederrhein auf dem rund 66 Meter hohen Balkon des Förderturms von Schacht 1 genießen“, so Ballhaus.

Apropos genießen, wie es sich für echte Bergleute gehört, wird auf der Tour auch ordentlich gedubbelt. „Wir unterstützen die Fördergemeinschaft hier in Kamp-Lintfort aktiv und stellen neben einer leckeren Käsestulle fürs Dubbeln auch noch eine Alu-Butterbrotdose, einen frischen Lintforter Bergmann (Roggenbrot) und einen Brotbeutel zur Verfügung“, verrät Norbert Büsch, Inhaber der Bäckerei Büsch. So wird die Bergmannstour auch kulinarisch zu einem echten Erlebnis.

Buchen kann man die Touren ab sofort über die Erlebnisseite der MoersMarketing GmbH unter www.doerz.de/niederrhein oder über unsere Homepage unter www.bergmannstradition.de  in der Rubrik Verein / Links / DOERZ-Erlebnisplattform.

Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft am 30.06.2021

Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft am 30.06.2021

 

Nach der langen Corona-Zwangspause fand am 30.06.2021 um 18:00 Uhr die Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition statt. Ausnahmsweise fand die Veranstaltung im frisch sanierten Pferdestall des Schirrhofes statt. Die geltenden Corona-Schutzbestimmungen wurden eingehalten, die Bestuhlung hat den notwendigen Sicherheitsabstand von 1,50 m berücksichtigt. Insgesamt 70 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt und viele Mitglieder waren zur Feier des Tages im Bergkittel erschienen. Zum Auftakt der Versammlung wurde ein 30-minütiger Film über den Umzug vom Knappenheim in den Schirrhof gezeigt.

Der Bericht des Vorsitzenden, der Kassenbericht und der Bericht der Kassenprüfer wurden präsentiert. Es gab keine Rückfragen. Auf Antrag des Kassenprüfers Johannes Hartmann wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Neben der Landeskirchschicht, die für den 12. September 2021 in Kamp-Lintfort geplant wird, standen zwei weitere Themen an. Der Vorstand wurde neu gewählt. Die vier Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes, die alle im Januar 2018 ihr Amt antraten, wurden erneut gewählt: Norbert Ballhaus als Vorsitzender und Dr. Christoph Müllmann als sein Stellvertreter, Herbert Gratzer als Kassierer und Dr. Gunter Hagen als Schriftführer. Als Beisitzer schieden Klaus Deuter, Norbert Matek und Heinz-Jürgen Wehmeyer aus. Drei Beisitzer wurden erneut gewählt: Manfred Reis, Susanne Rous und Dirk Thomas. Zum ersten Mal gehören Egon Haeusler, Jörg Hunsmann und Michael Kahlert als Beisitzer dem Vorstand an. Johannes Hartmann, Vorsitzender des Landesverbandes der Berg- und Knappenvereine NRW nahm eine ganz besondere Ehrung vor: Klaus Deuter wurde für sein unermüdliches Engagement für den Lehrstollen mit der Silbernen Verdienstmedaille des Landesverbandes ausgezeichnet. Heinz-Jürgen Wehmeyer wurde vom Vorsitzenden Norbert Ballhaus zum Ehrenmitglied ernannt. Im Freien wurden drei Strophen des Steigerliedes gesungen. Pünktlich um 20:00 Uhr schloss der Vorsitzende die Jahreshauptversammlung.

Fronleichnam am 03.06.2021

Fronleichnam am 03.06.2021

Fronleichnam ist ein besonderer Feiertag in der katholischen Kirche. Er wird zehn Tage nach Pfingsten gefeiert, welches wiederum 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. In Nordrhein-Westfalen ist der ein gesetzlicher Feiertag.

Wie auch Pfingsten steht der Feiertag in engem Zusammenhang mit Ostern. Der Tag vor der Kreuzigung, der Gründonnerstag, gilt als der Tag des letzten Abendmahls. Fronleichnam wird an dem Fest, das sich aus den mittelhochdeutschen Worten für Herr und Leib zusammensetzt, gedacht.

In der katholischen Kirche wurde bereits 1215 festgelegt, dass bei der Wandlung eine Hostie zum Leib Christi gewandelt wird.  Bei der Feier der Eucharistie, also der Danksagung, nehmen die Gläubigen in Form von Brot und Wein den Leib des Herrn zu sich. Fronleichnam ist eng verwandt mit der Eucharistie und dient als fest des Altarsakramentes. Für Menschen katholischen Glaubens ist es wichtig, Glaubenselemente mit materiellen Elementen zu verankern. Diese Knüpfung wird an der Eucharistie deutlich:  Sie ist ein Übergang von subjektiver zu objektiver Vergegenwärtigung Gottes.

Corona bedingt fand am 03.06.2021 ein Gottesdienst auf dem Freigelände vom Kloster Kamp statt, der von der St. Josef Pfarrgemeinde Kamp-Lintfort veranstaltet wurde. Unsere Vereinskollegen Manfred Reis und Reinhold Erdmann nahmen an der Veranstaltung als Fahnenabordnung teil.

Wegen der Pandemie wurde auf die traditionelle Prozession durch die Straßen von Kamp-Lintfort verzichtet.

Schulung zum Brandschutzhelfer

Schulung zum Brandschutzhelfer

Das aktuelle Brandschutzkonzept regelt die Nutzung des Förderturms nach Ende der LaGa 2020. Neben den Gästeführern sind zudem noch Brandschutzhelfer zu stellen. Wir erwarten kurzfristig eine Lockerung der Beschränkungen auf Grundlage der Corona-Schutzverordnung-NRW. Rechtzeitig haben wir mit der Stadtverwaltung und der Feuerwehr Kamp-Lintfort die Schulung einiger Vereinsmitglieder zum Brandschutzhelfer vereinbart. Die Ausbildung findet am Schirrhof statt und erfolgt in 5er-Gruppen. Die im vorbeugenden Brandschutz der Feuerwehr Kamp-Lintfort tätigen Kameraden Wolfgang Pannhausen, Andreas Pistor, Christian Speicher und Dieter Arrets führen die Schulungen vor Ort durch.

Vor Beginn der Unterweisung machen alle Teilnehmer einen Corona-Selbsttest. Nach einer etwa zweistündigen Unterweisung in unserem Konferenzraum schließen sich etwa einstündige Löschübungen im Innenhof des Lehrstollens an. Nach Abschluss der Unterweisungen erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat.

Den Kollegen der Feuerwehr Kamp-Lintfort danken wir ganz herzlich für ihren Einsatz.

Verlängerung der AGH-Maßnahme für das 2. Halbjahr 2021

Verlängerung der AGH-Maßnahme für das 2. Halbjahr 2021

Derzeit läuft das Antragsverfahren für eine Verlängerung der Arbeitsgelegenheiten (AGH) – Maßnahme „Neues Stadtquartier“ ab 01.07.2021. Geplant sind Leistungen für das Kalisto, die Radstation und die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition an den Standorten Schirrhof, Lehrstollen, Haus des Bergmanns und Förderturm.

Im Förderturm von Schacht 1 haben bereits die Renovierungsarbeiten auf der 66m-Bühne begonnen. Hier werden die zwei Fördermaschinen entrostet, grundiert und neu lackiert. Die Fliesen werden in Teilbereichen gereinigt, die Steuerhäuser saniert und die Betonstützen abgeschliffen und neu angestrichen.

Am 23.04.2021 fand eine Besichtigung mit Vertreter*innen vom Jobcenter, TÜV-Nord-Bildung und von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition statt, an der Angela Preuß, Gisela Scholz, Michael Schlieper, Oliver Schneider, Norbert Ballhaus und Wolfgang Baum (von links nach rechts) teilnahmen.

Pressemitteilung: Wäre zu schön gewesen – aber die Vorbereitungen stehen!

Wäre zu schön gewesen – aber die Vorbereitungen  stehen!

Von O bis O soll es zukünftig heißen, wenn es um die Besucherführungen in den Einrichtungen der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition geht. Wie der Vorsitzende Norbert Ballhaus erläutert, sollen Lehrstollen, Haus des Bergmanns und Förderturm planmäßig am Ostersonntag öffnen und dann jeden Sonntag und Feiertag bis Ende Oktober den Besuchern zur Verfügung stehen.

Der Kassierer Herbert Gratzer weist darauf hin, dass die Einnahmen aus den Führungen vom Verein dringend benötigt werden, da für das neue Vereinsheim im Schirrhof Miete und Nebenkosten zu zahlen sind, was bislang im Knappenheim nicht der Fall war.

Termine während der Woche können auch vorgebucht werden. Diese können vorgenommen werden unter tourismus@kamp-lintfort.de

Alle Angaben stehen unter dem Vorbehalt der geltenden Coronavorschriften. Wichtig ist, dass alle schnell reagieren können, und so hofft man auch hier auf die Zeit nach Ostern.

Weitere Informationen sind auf der Homepage unter www.bergmannstradition.de zu finden.

Gruppenbild von links: Egon Haeusler (stellvertretender Leiter vom Haus des Bergmanns), Klaus Deuter (Leiter vom Lehrstollen) und Jörg Hunsmann (Leiter vom Förderturm).

Förderturm Schacht 1 wird restauriert

„Fördermaschinen Schacht 1 werden restauriert“

Nach Beendigung der Landesgartenschau am 25. Oktober 2020, hat die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition im Frühjahr 2021 die touristische Betreuung des Förderturms übernommen
Zwischenzeitlich haben einige Mitglieder mit der aufwendigen Restaurierung der Einbauten begonnen. Teilnehmer einer Qualifizierungsmaßnahme unter der Leitung von Wolfgang Baum (TÜV-NORD-Bildung) entrosten die Fördermaschinen und technischen Einrichtungen. Anschließend werden die Metallteile neu lackiert.Unsere Vereinsmitglieder Mika Eickmans, Jonas Göbel, Michael Dammer und Manfred Seeger arbeiten unter der Leitung von Jörg Hunsmann die zwei Steuerhäuser mit den integrierten elektrischen Einrichtungen auf. Auch die Hallenfliesen werden bis zur Höhe der Kabelbühne gereinigt.

Bereits heute freuen wir uns auf die ersten Besucher.

Neue Aushänge für unsere Schaukästen am 20.2.2021

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die erfolgreiche Reduzierung der Corona-Infektionen lässt uns hoffen, dass die Auflagen der Coronaschutzverordnung für NRW demnächst gelockert werden. Ab diesem Zeitpunkt könnten wir wieder Besucherführungen unter Einhaltung der gültigen Infektionsschutzbestimmungen an unseren Standorten anbieten. Unsere Öffnungszeiten und Eintrittspreise wurden bereits auf unserer Homepage veröffentlicht und in unseren Schaukästen ausgehängt.

Veröffentlichung der neuen Homepage am 12.2.2021

Relaunch unserer Homepage

Moderne Websites müssen auch auf mobilen Geräten, wie Handy und Tablet, darstellbar sein. Mit Unterstützung unserer Fotografen Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas hat Claudia Ballhaus-Plenkmann in dreimonatiger Arbeit eine ansprechende und bedienungsfreundliche Homepage gestaltet. Neben Bild und Text wurden auch professionelle Video-Filme von Hans-Dieter Stuckart über unseren Umzug vom Knappenheim zum Schirrhof sowie über Veranstaltungen eingebunden.

Am 09.02.2021 wurde das Ergebnis dem Vorstand virtuell präsentiert, das auf sehr viel Zuspruch stieß. Nach geringfügigen Ergänzungen wurde die neue Homepage am 12.02.2021 „online“ gestellt.

2020

Infobrief

Dezember 2020

Infobrief

Juni 2020

Unterzeichnung des Mietvertrages am 04.12.2020

Am Barbaratag wurde der Mietvertrag für das neue Vereinsheim durch  Bügermeister Christoph Landscheidt, den 1. Beigeordneten der Stadt Kamp-Lintfort sowie dem 1. Vorsitzenden und dem Kassierer der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. unterschrieben.

Unser besonderer Dank gilt den Männern vom TÜV-Nord, die unter Anleitung ihres Vorarbeiters Wolfgang Baum nicht nur die Renovierung des Vereinsheims durchgeführt haben sondern auch die im Außenbereich aufgestellten Bergbauexponate präsentationsfähig sanierten und aufstellten.

Allen Vereinsmitgliedern die tatkräftig beim Räumen des Knappenheims, beim Transport unserer Materialien oder bei der Gestaltung des neuen Vereinsheims geholfen haben, danken wir ebenfalls recht herzlich.

Pressemeldungen:

RP vom 06.12.2020 – Fördergemeinschaft unterzeichnet Vertrag für den Schirrhof
NRZ vom 04.12.2020 – Teil des Kamp-Lintforter Schirrhofs bleibt für die Bergleute
Lokalkompass vom 08.12.2020 – Schirrhof für Bergleute

Kleine Dankeschönfeier für Ehrenamtliche mit Bürgermeister Christoph Landscheidt am 04.09.2020

Kleine Dankeschön-Feier für Ehrenamtliche am Lehrstollen

Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt und der 1. Beigeordnete Dr. Christoph Müllmann bedanken sich mit einer kleinen Feier im Lehrstollen herzlich für das Engagement und den Einsatz des Teams vom TÜV Nord.

Der Schirrhof auf dem ehemaligen Bergwerksgelände Bergwerk West ist mithilfe des Team Lehrstollen entkernt worden. In Zusammenarbeit mit den Teilnehmern einer Maßnahme des TÜV Nord ist auch das Außengelände mit Maschinen aus dem Bergbau, welche nun besichtigt werden können, aufgearbeitet worden.

„Der Einsatz der Fördergemeinschaft bzw. des Teams Lehrstollen hat entscheidend dazu beigetragen, dass uns diese Gebäude der ehemaligen Zeche Friedrich Heinrich erhalten geblieben sind“, erläutert Müllmann. „Als Stadt können wir die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes und der TÜV-Maßnahme in diesem Zusammenhang nicht oft genug betonen. Nur gemeinsam schaffen wir mit dem hier entstehenden Ensemble ein Alleinstellungsmerkmal für Kamp-Lintfort“, ergänzt Landscheidt.

„Wir freuen uns, dass die Stadt Kamp-Lintfort sich für den Erwerb der Gebäude entschlossen hat und es somit möglich ist, die Bergmannstradition im neu entstandenen Zentrum für Bergbautradition auf Jahre hinweg lebendig präsentieren zu können“, so Klaus Deuter, Leiter des Lehrstollenteams.

Der besondere Zusammenhalt, für den die Bergleute bekannt sind, zeigt sich auch in der Kooperation mit den Teilnehmern der Maßnahme des TÜV Nord. „Meine Mannschaft hat bei dieser Maßnahme viele Kontakte geknüpft und ist sehr motiviert bei der Sache. Besonders schön ist es, dass die Teilnehmer gerade im Außengelände sowohl die Resultate ihrer Arbeit sehen können als auch positive Resonanz durch die Besucher der Landesgartenschau aufnehmen“, erzählt Wolfgang Baum, Teamleiter der Maßnahme.

Text: Susanne Rous, Fotos: Hans-Dieter Stuckart

Dankeschön an die Sparkassenstiftung Duisburg am 13.08.2020

Dankeschön!

Bereits zweimal wurde die Fördergemeinschaft mit einer Spende der Stiftungen der Sparkasse Duisburg bedacht. So kamen insgesamt 8.000 Euro zusammen. Mit dem Geld wurde ein neuer Anhänger angeschafft und die Renovierung des neuen Vereinsheims sowie der Anstrich der bergbaulichen Exponate neben dem Lehrstollen mitfinanziert.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Duisburg, Dr. Joachim Bonn machte sich jetzt zusammen mit Herrn Marcel Groß von der Sparkassenstiftung ein Bild von der Verwendung der Mittel. Beide Vertreter der Sparkasse zeigten sich sehr beeindruckt über das, was durch unsere ehrenamtlichen Mitglieder und die Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahme unter der Leitung vom TÜV-Nord-Bildung geleistet worden ist.

Erfreut waren die Herren ebenfalls, als sie durch unseren Vorsitzenden als kleines Dankeschön ein Arbeitshemd sowie eine Sicherheitslampe überreicht bekamen.

Fotos von Hans-Dieter Stuckart

Landesgartenschau in Kamp-Lintfort 2020 - Über 6.200 Besucher im Lehrstollen

Trotz der Pandemiesituation wurden während der Landesgartenschau vom 05.05. bis 25.10.2020 über 6.200 Besucher durch den Lehrstollen geführt. Das Lehrstollenteam wurde durch weitere ehrenamtlichen Helfer erweitert, so dass mit Ausnahme von dienstags und donnerstags täglich Führungen angeboten werden konnten.

Herzlichen Dank dafür!

Carnevale di Venezia

Unser Vereinsmitglied Dirk Thomas stellt bei der Grafschafter Diakonie Pflege gGmbH im Haus für Jung und Alt in Moers-Meerbeck aus. In dem Zeitraum vom 01.02.2020 bis zum 31.07.2020 werden 65 großformatige Bilder zum Thema „Carnevale di Venezia“ in den Fluren des ersten Obergeschosses präsentiert. Künstler in phantasievollen Kostümen und ausgefallenen Masken wurden vor den unverwechselbaren Fassaden historischer Gebäude in Venedig abgelichtet.

Die Vernissage findet am 17.02.2020 um 15:00 Uhr im Aufenthaltsraum statt – Gäste sind herzlich willkommen.

Besucher können die Ausstellung während der offiziellen Besuchszeiten besichtigen.

Jahreshauptversammlung am 15.01.2020

Fördergemeinschaft sucht Führer für den Lehrstollen

Die Generalprobe vor einem halben Jahr gelang. Am ersten Sonntag im Juli führten Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition von morgens bis abends 180 Besucher durch den Lehrstollen. Zeitversetzt in zwei Gruppen zu 15 Personen zeigten sie den Gästen, wie im Bergwerk „Friedrich Heinrich“ Kohle abgebaut wurde.

Was beim niederrheinischen Radwandertag klappte, soll auch bei der Landesgartenschau funktionieren, allerdings nicht nur am ersten Sonntag im Juli, sondern jeden Samstag, Sonntag und Feiertag.

Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend stellten Norbert Ballhaus als Vorsitzender und Klaus Deuter als Leiter des Teams Lehrstollen die Überlegungen ausführlich vor. „Es geht um 52 Tage“, berichtete der Vorsitzende in der Gaststätte „Altes Kasino“ an der Ringstraße. „Die Vormittagsschicht dauert von 10 bis 13 Uhr, die Nachmittagsschicht von 15 bis 18 Uhr. Alle halbe Stunde beginnt eine Führung. Die Gruppengröße ist auf 15 Personen beschränkt.“ 180 Personen können so ab dem 17. April, wenn die Landesgartenschau beginnt, jeden Samstag, Sonntag und Feiertag den Lehrstollen besichtigen. Bis zum 11. Oktober, wenn sie schließt, wären es mehr als 10.000, zumal die Fördergemeinschaft auch unter der Woche Führungen anbieten will, unter anderem für Schulklassen. In den vergangenen Jahren besuchten immer um die 3.000 Besucher den Lehrstollen.

Ballhaus hält die Nachfrage viel größer als das Angebot, vor allem bei der Extraschicht am 27. Juni, bei der Kamp-Lintfort nach langer Pause erstmals wieder dabei ist. „Wir gehen von einem großen Nachhall aus. In den nächsten Jahren werden viele kommen, die während der Laga nicht den Lehrstollen besuchen konnten.“

Um Besucher durch den Lehrstollen führen zu können, sucht die Fördergemeinschaft noch Ehrenamtliche. „Es haben sich schon 64 Personen gemeldet“, berichtete Ballhaus. „Ideal wären 100.“ Deuter ergänzte: „Wir benötigen nicht nur Personen, die den Lehrstollen zeigen. Wir benötigen auch Personen, die die Helme ausgeben und aufpassen.“

Auch das Museumshaus in der Nähe des Alten Marktes sucht weitere Ehrenamtliche. „In diesem Jahr haben wir an den Sonntagen während der Sommerferien geöffnet“, berichtet Jörg Kaenders, der den Betrieb des Museumshauses organisiert. „Wir freuen uns über weitere Mitstreiter.“

Quelle:

RP-online vom 16.01.2020 von Peter Gottschlich

Bürgermeisterempfang am 12.01.2020

Neujahrsempfang am 12.01.2020 in der Stadthalle in Kamp-Lintfort

Landscheidt: „Ich bin stolz auf meine Stadt“

Am Tag nach der Demo der Partei „Die Rechte“ gegen ihn begrüßte der Kamp-Lintforter Bürgermeister mehr als 450 Gäste auf dem Neujahrsempfang. Ob er 2020 wieder als Bürgermeister kandidiert, ließ er offen.

„Ich bin stolz auf meine Stadt.“ Mit diesen Worten ließ Bürgermeister Christoph Landscheidt am Sonntag seine Neujahrsrede enden und zeigte sich in der Stadthalle „zutiefst beeindruckt“ von dem großen Engagement seiner Mitbürger. Etwa 1.000 Kamp-Lintforter hatten am Samstag als Antwort auf eine von der Partei „Die Rechte“ angemeldete Demo gegen Christoph Landscheidt in einer sehr kurzfristig organisierten Kundgebung Flagge gegen Rechts gezeigt.

Das einzige, das gegen Hass, Hetze, den Verlust jeglichen Respekts gegenüber anderen Menschen bis hin zur Bedrohung und Gewalt gegen Kommunalpolitiker helfe, sei „das Grandiose, das am Samstag in unserer Stadt passiert ist: das Zusammenstehen für die demokratische Sache“, sagte der Bürgermeister. Er gab sich am Sonntag betont gelassen, bezog aber auch Stellung dazu, warum er den großen Waffenschein beantragt hatte.

Landesgartenschau

Christoph Landscheidt unterstrich in seiner Neujahrsrede die Bedeutung der Landesgartenschau, die am 17. April startet, für die Stadt Kamp-Lintfort: „Nicht einmal ein Jahrzehnt nach der Schließung der Zeche im Herzen unserer Stadt errichten wir einen neuen Stadtteil mit dem Namen Friedrich Heinrich.“ Gebaut würden auf dem ehemaligen Zechenareal schon bald 800 neue Wohneinheiten, Bergbauzentrum, FabLab der Hochschule Rhein-Waal, Streichelzoo Kalisto, eine Kita im Schirrhof und ein Bahnanschluss entstünden bereits.

Stadthalle

Der Neujahrsempfang fand in der frisch sanierten Stadthalle statt. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich laut Landscheidt auf deutlich mehr als vier Millionen Euro. Erneuert wurden Brandschutz und Lüftungsanlage. Der Elektro-Bereich wurde komplett saniert.

„Es ist schon ziemlich belastend, in den Weiten des Internets als kriminellster Bürgermeister Deutschlands massiv angefeindet und bedroht zu werden“, erklärte er. Der Bürgermeister hatte, wie bereits berichtet, im Frühjahr 2019 im Europawahlkampf rechtsradikale Plakate abhängen lassen. „Und werde deswegen auch noch von der Justiz des Landes wegen Sachbeschädigung und Wahlfälschung bis zum heutigen Tag verfolgt“, erläuterte Landscheidt und fügte hinzu: „Vielleicht war es auch mein juristisch-sportlicher Ehrgeiz, dann wenigstens von der Polizei des Landes bestätigt zu bekommen, dass ich ein „erheblich gefährdeter Hoheitsträger“ bin. Nur im Waffenrecht gibt es nämlich diesen Begriff.“ Deshalb habe er es auch auf die gerichtliche Klärung ankommen lassen.

Am Sonntag wertete Christoph Landscheidt seinen Antrag auf einen Waffenschein, den die Partei „Die Rechte“ zum Anlass für ihre Demo genommen hatte, als Anekdote, die „in Wahrheit nur ein Nebenschauplatz ist, am Ende vielleicht auch eine notwendige Provokation“.

Er versicherte, dass er künftig nicht „aus Angst vor diesem rechten Mob bewaffnet durch die Straßen Kamp-Lintforts laufen“ werde. Nachdem fast 1.000 Menschen auf dem Prinzenplatz 30 Rechtsradikale mit ihrer Kundgebung, ihrer Präsenz und ihren Argumenten verdrängt hätten, sei er sicher, von einem Waffenschein unter diesen Umständen keinen Gebrauch zu machen. Landscheidt bat seine Zuhörerschaft, sich bei der Kommunalwahl am 13. September für die demokratischen Parteien und ihre Vertreter im Stadtrat zu entscheiden. „Die manchmal berechtigte Kritik und meist maßlos übertriebene Verzweiflung an unserer Demokratie kann gar nicht so groß sein, dass man für eine originär faschistische Partei seine Stimme verschleudern müsste“, sagte er.

In der Neujahrsrede ließ Christoph Landscheidt, der seit 20 Jahren in Kamp-Lintfort als Bürgermeister im Amt ist, eine Frage jedoch unbeantwortet: Wird er noch einmal für die SPD um das Bürgermeisteramt in der Kloster- und Hochschulstadt kandidieren? Die Antwort darauf wird er zuerst den Mitgliedern des SPD-Stadtverbandes am nächsten Donnerstag geben.

Quelle: RP-Online vom 12. Januar 2020 von Anja Katzke   

2019

Barbarafeier am 04. Dezember 2019 im Josef-Jeurgens-Haus in Kamp-Lintfort

Nahezu 90 Gäste waren der Einladung zur diesjährigen Barbarafeier gefolgt. Pünktlich um 18:00 Uhr war Einlass. Zur Begrüßung überreichten Klaus Deuter und Norbert Matek den Damen eine Amaryllis und einen Barbarazweig. Der Saal war festlich geschmückt, viele Gäste waren standesgemäß im Bergkittel erschienen. Der erste Vorsitzende Norbert Ballhaus eröffnete die Feier und begrüßte alle Gäste mit dem Bergmannsgruß „Glückauf“, und wünschte allen einen unterhaltsamen Abend. Als Redner traten auf: der Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt, der stellvertretende Landrat Heinrich Friedrich Heselmann, der erste Vorsitzende des Landesverbandes der Berg- und Knappenvereine Nordrhein-Westfalen Johannes Hartmann, der IG BCE Bezirksvorstand Niederrhein Matthias Jakobs und der Kassierer vom GMGV-Moers Frank Heinrich.

Das Rheinpreussen-Orchester unter der Leitung von Bernd Franken rundete die Veranstaltung durch ihre musikalischen Darbietungen ab.

Norbert Ballhaus präsentierte mit viel Stolz Jonas Göbel, der mit 15 Jahren unser jüngstes Vereinsmitglied, sowie Helmut Beier, der mit 86 unser ältestes Vereinsmitglied des Abends war.

Der Vorstand gratulierte 4 Personen zu ihrer 25-jährigen Mitgliedschaft in der Fördergemeinschaft. Es handelte sich hierbei um:

Dr. Gunter Hagen,
Dieter Klaus,
Frank Obermeier und
Gerd Stenger.

Dann wurde das Raumlicht gelöscht. Unter stimmungsvoller Beleuchtung zahlreicher Grubenlampen wurde mit musikalischer Begleitung des Rheinpreussen-Orchesters das traditionelle Steigerlied gesungen.

Julia Ballhaus, Tochter unseres ersten Vorsitzenden, wurde auf die Bühne gebeten. Sie bot die Lieder „Candle in the wind“ von Elton John sowie „Auf das was da noch kommt“ von LOTTE & Max Giesinger gekonnt dar. Der zweite Vorsitzende Dr. Christoph Müllmann bedankte sich bei der jungen Sängerin mit einem großen Blumenstrauß.

Hiermit war das offizielle Programm beendet. Helmut Beier eröffnete das Buffet und alle Gäste konnten sich stärken. Anschließend rundeten viele Gespräche in gemütlicher Atmosphäre die schöne Veranstaltung ab.

Anmerkung: Fotos von Hans-Dieter Stuckart

Barbara-Gottesdienst am 04.Dezember 2019 in der St. Josef-Kirche in Kamp-Lintfort

Seit 2014 ist es Tradition, dass eine Abordnung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – standesgemäß im Bergkittel mit Schachthut und brennender Grubenlampe – am 04. Dezember 2019 um 16:00 Uhr im Foyer des AWO-Seniorenzentrums in Kamp-Lintfort, Markgrafenstraße 11 eintreffen, um mehr als 20 Bewohnerinnen und Bewohner abzuholen. Die Bewohner warteten bereits warm gekleidet auf die Bergleute. Norbert Ballhaus begrüßte die Gruppe mit einem herzlichen „Glückauf“. Zur Freude der Bewohner wurden drei Strophen des Steigerliedes gesungen, wofür die Heimleitung die Bergleute standesgemäß mit einem Schnaps belohnte.

Dann ging es los: Die Bergleute geleiteten die Teilnehmer als geschlossene Gruppe mit ihren Rollatoren und Rollstühlen zur benachbarten St. Josef-Kirche. Dort angekommen, erhielten die Seniorinnen und Senioren bereits reservierte Logenplätze in der ersten Reihe vor dem Altar. Pünktlich um 17:00 Uhr begann der ökumenische Gottesdienst zu Ehren der heiligen Barbara in der St. Josef-Kirche. Mitglieder vom Bergknappenverein Sevelen 1923, vom Knappenverein Glück-Auf-Xanten und Umgebung e.V., von der St. Josef-Schützenbruderschaft Kloster Kamp e.V., vom Schützenverein Eintracht Altfeld-Saalhoff 1911 e.V. und von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. versammelten sich im Eingangsbereich. Nachdem die Geistlichkeit den Raum betreten hatte, zogen die Vereine in die gut besetzte Kirche ein. Der ökumenische Gottesdienst wurde zelebriert vom Pfarrer Tomasz und vom Pastor Basteck. Das Rheinpreussen-Orchester unter der Leitung von Bernd Franken rundete die Messe durch ihre musikalischen Darbietungen ab.

Zum Abschluss des Gottesdienstes fand ein feierlicher Auszug aller Mitwirkenden statt. Die Seniorinnen und Senioren wurden selbstverständlich wieder zum Seniorenzentrum zurückgebracht, was allen Beteiligten viel Freude bereitet hat. Die Teilnehmer, die über Eintrittskarten zur anschließenden Barbarafeier verfügten, gingen zu Fuß zum benachbarten Josef-Jeurgens-Haus.

Anmerkung: Fotos von Hans-Dieter Stuckart  

Mitgliederversammlung am 27.11.2019 im Alten Kasino in Kamp-Lintfort

Fördergemeinschaft sucht Führer für Lehrstollen. Die Landesgartenschau 2020 wirft ihren Schatten voraus. „Schon jetzt haben wir Anfragen für Führungen durch den Lehrstollen“, berichtete Norbert Ballhaus als Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition am Mittwochabend. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Laga GmbH.“ Bei der Jahreshauptversammlung, die für den 15. Januar 2020 geplant sei, werde eine Aktion gestartet, um neue ehrenamtliche Führer zu gewinnen, kündigte er bei einer Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Altes Kasino“ an. Diese können Laga-Besuchern im Lehrstollen die Welt untertage näherbringen –  „Wir brauchen viele Helfer bei der Begleitung im Lehrstollen“, unterstrich er.

Die Erweiterung und der Umbau des Lehrstollens seien fast abgeschlossen. „Es liegen noch einige Restarbeiten an, zum Beispiel beim zweiten Fluchtweg“, berichtete der Vorsitzende. Das gelte auch für das Vereinsgebäude, das innen „zu 96 Prozent“ fertiggestellt sei. Außen fehlten noch die Anschlüsse ans Strom-, Abwasser- und Fernwärmenetz. Deren Installation hätte sich etwas verzögert. Jetzt sei geplant, die Vereinsräume, die in der ersten Etage im Schirrhof Platz finden, Anfang nächsten Jahres an die Netze anzuschließen. In einem 15 Minuten langen Film, der vom neuen Mitglied Hans-Dieter Stuckart gedreht wurde, konnten 60 Mitglieder der Fördergemeinschaft schon einmal in diese Räume schauen. Möbel und Vitrinen sind aufgebaut. „Es dauert drei Monate, Räume, Schränke und Vitrinen einzuräumen“, erläuterte Norbert Ballhaus. „Anfang nächsten Jahres soll es losgehen. Die Kartons sind genau beschriftet.“

Anfang des neuen Jahres soll auch das Pumpenhaus fertiggestellt sein, das sich dem Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee anschließt. Wie der Schirrhof und das Museum Haus des Bergmanns, das an der Ebertstraße liegt, ist es Teil des Zentrums für Bergbautradition. Im Pumpenhaus sollen Besucher einen ersten Eindruck erhalten, wie der Bergbau nicht nur das Arbeitsleben geprägt hat, sondern auch das Familien- und Vereinsleben. Christoph Müllmann als stellvertretender Vorsitzender der Fördergemeinschaft und Beigeordneter der Stadt, berichtete, dass die Arbeiten im Zeitplan liegen würden.

Quelle: Rheinische Post vom 29.11.2019, Bericht von Peter Gottschlich

Volkstrauertag am 17. November 2019

Volkstrauertag – Bedeutung und Brauchtum

Am Volkstrauertag im November gedenken wir der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Als stiller Feiertag genießt der Tag besonderen gesetzlichen Schutz und bietet Gelegenheit zur Einkehr und Besinnung. Volkstrauertag ist jedes Jahr am zweitletzten Sonntag vor dem Ersten Advent. Er fällt damit immer in die zweite Novemberhälfte.

 

Bedeutung des Volkstrauertags

Der Volkstrauertag ist heute ein bundesweiter Gedenktag für die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft auf der ganzen Welt. In den meisten Bundesländern sind seine Inhalte gesetzlich allerdings nicht festgelegt, so dass sich der Focus bei den Feierlichkeiten über die Jahre immer wieder verändert hat. So wurde von den 1950er bis in die 1980er Jahre vor allem um die gefallenen deutschen Soldaten getrauert. Später rückten die Opfer des Nationalsozialismus in den Mittelpunkt. Heute wird allgemein der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror gedacht und auch verstärkt auf aktuelle Entwicklungen Bezug genommen.

 

Feierlichkeiten am Volkstrauertag

Traditionellerweise findet am Volkstrauertag eine zentrale Gedenkstunde im Bundestag statt. Zu dieser Gedenkstunde sind der Bundespräsident, der Bundeskanzler, das Kabinett und das Diplomatische Corps anwesend. Der Bundespräsident spricht ein offizielles Totengedenken und kann dabei durch Bezugnahme auf aktuelle Entwicklungen eigene Schwerpunkte setzen. Die Nationalhymne wird gespielt.

Parallel dazu finden an diesem Feiertag eigene Gedenkstunden und Kranzniederlegungen in vielen Städten und Gemeinden statt.

 

Feierlichkeiten an der Kriegsgräberstätte Niersenberg

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition gehörte auch in diesem Jahr ebenso wie Vertreter der Stadt Kamp-Lintfort, des Deutschen Roten Kreuzes, der Feuerwehr, der Reservistenkameradschaft der Bundeswehr, der Schützenvereine und der Bruderschaften sowie interessierte Bürger zu den Teilnehmern an der Gedenkfeier, welche der Ortsverband Kamp-Lintfort des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Jahr für Jahr auf dem Gelände der 1954 eingeweihten Kriegsgräberstätte Niersenberg ausgerichtet..

Das musikalische Rahmenprogramm der diesjährigen Veranstaltung gestalteten der Posaunenchor Hoerstgen und der Trompetensolist Heinz-Wilhelm Anhamm. Die Ansprachen hielt Pfarrer Stefan Maser und der Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt.

Die Abordnung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, die im Bergkittel mit Schachthut und schwarzer Feder sowie brennender Grubenlampe teilnahm, legte einen eigenen Kranz nieder.

Erntedankgottesdienst am 12. Oktober 2019 in Kamp-Lintfort

St. Josef feiert Erntedank auf dem Hoogenhof. Am Samstag fand das Erntedankfest der Kirchengemeinde St. Josef Kamp-Lintfort in der Reithalle des Reitervereins Seydlitz Kamp statt. Nach dem Gottesdienst verwandelte sie sich in ein geräumiges Landcafé.
Gebannt schauen die Kindergartenkinder der fünf Einrichtungen vom Familienzentrum St. Josef auf das Geschehen in der Reithalle vom Reitverein Seydlitz Kamp. Sie haben für den Erntedankgottesdienst auf dem Hoogenhof in Saalhoff Kürbisse, Tomaten, Möhren und Äpfel mitgebracht und diese auf die Strohballen zu den anderen Früchten gelegt. Wieder steht der Nachwuchs der katholischen Kirchengemeinde St. Josef im Vordergrund und leistet einen aktiven Part beim traditionsreichen Gottesdienst. Später wird es das Spiel der Handpuppen mit Anna und ihrer Oma sein, die sich über die Bedeutung vom Erntedankfest unterhalten. Längst haben Diakon Werner Hüning und Pfarrer Markus Thomalla die Gottesdienstbesucher singend auf das besondere Fest eingestimmt. „Herein, herein, wir laden alle ein“, so ihre Aufforderung.
Die Vertreter der Bruderschaften von Kamp-Lintfort mit ihren Schützenkönigen, die Bergleute von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition wie auch die Fahnenschwenker geben dem Familiengottesdienst den besonderen Rahmen. Es ist mucksmäuschenstill. Doch von Aufregung ist bei den Kleinsten keine Spur, „weil wir das Thema gut vorbereiten und die Lieder bekannt sind“, sagt Erzieherin Carmen Möller. „Die Kinder erleben, wie der Glaube und unser christliches Kulturgut weitergegeben und gelebt werden“, ergänzt Einrichtungsleiterin Manuela Kempkes. Zum 14. Mal bietet die Reithalle die stimmungsvolle Kulisse für den Gottesdienst, immer ein Wochenende nach den Feierlichkeiten zum Erntedank in der Kirchengemeinde.
Die Besonderheit dieses Familiengottesdienstes ist weit über die Stadtgrenze bekannt. Elisabeth Portner stehen später die Tränen in den Augen. „So etwas Schönes“, sagt sie gerührt. Mit ihrer Tochter ist sie aus dem Duisburger Raum angereist. „So eine große Gemeinschaft haben wir in Duisburg nicht mehr“, sagt ihre Tochter Annemarie Stiehl. „Vor allem die alten bekannten Lieder sind geblieben“, freut sie sich. Laura Weimann ist zum ersten Mal dabei und hat einen besonderen Bezug zu diesem Gottesdienst, „weil unsere Tochter Laura zu den Kindergartenkindern gehört“, verrät sie. Der Familiengottesdienst macht ihr Spaß, zeigt er doch auch, dass Kirche anders kann.
Ob mit dem Kinderwagen oder mit den Rollatoren, nach dem Gottesdienst ist mächtig Bewegung in den Reihen. Das Ziel ist die Wiese, wo sich die jungen Fahnenschwenker aufgestellt haben. In Windeseile und mit wenigen Handgriffen verwandelt sich derweil die Reithalle in ein riesiges Landcafé. Kaffeeduft liegt über den langen Kaffeetafeln. Die Landfrauen sorgen für die Bewirtung mit Kuchen oder bieten Zwiebelkuchen und Federweißer an. Vor der Reithalle glüht bereits der Grill. Die Salatbar ist gut bestückt. Alles deutet auf ein ausgiebiges, gemütliches Beisammensein in ländlich-familiärer Gemeinschaft hin. Mittendrin ist Dieter Dormann, Brudermeister der einladenden St. Michael Bruderschaft Saalhoff. Zufrieden ist er. Mehrere hundert Gottesdienstbesucher, Jung und Alt, können sich nicht irren.Nach der Großfusion zur Großgemeinde St. Josef Kamp-Lintfort haben die Saalhoffer Jungschützen den Familiengottesdienst zum Erntedank aus der Taufe gehoben. Von Anfang an war die Reithalle vom Hoogenhof Ort der Begegnung. Der Erlös des Festes ist für drei verschiedene karikative Zwecke bestimmt.Quelle:
RP-Online vom 13.10.2019 / Sabine Hannemann

Zentrum für Bergbautradition in Kamp-Lintfort

Im Bereich der ehemaligen Ausbildung des Bergwerks West entsteht ein Zentrum für Bergbautradition. Das Pumpenhaus wird zu einem Informationszentrum ausgebaut. Auf die Besucher wartet dort ein Streifzug durch die Bergbaugeschichte. Der Schirrhof wird künftig eine Freiluftausstellung beherbergen. Zum Zentrum gehört auch der Lehrstollen.
Langzeitarbeitslose bringen Loks in Schuss

Elf Teilnehmer einer Maßnahme vom Jobcenter und TÜV Nord haben das neue Vereinsheim der Fördergemeinschaft renoviert. Zurzeit entrosten sie Lokomotiven aus dem Untertagebetrieb.Mit drehenden Drahtbürsten entrosten die Teilnehmer des Projekts „Lehrstollen 2019“ zurzeit eine Lokomotive und zwei Waggons, die einst untertage über die Gleise rollten. Wenn sie damit fertig sind, werden sie diese grundieren und lackieren. „Arbeit ist noch genug da“, sagt Norbert Ballhaus als Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein.

Das Projekt „Lehrstollen 2019“ hat Ende des Monats Halbzeit. Es wurde von der Stadt gemeinsam mit dem Jobcenter Kreis Wesel, dem TÜV Nord Bildung und der Fördergemeinschaft initiiert. Von Anfang Juli bis Dezember schafft es Arbeitsgelegenheiten für Arbeitssuchende mit Vermittlungshemmnissen. In den ersten Wochen renovierten die Teilnehmer die neuen Räume der Fördergemeinschaft, die im Obergeschoss des südlichen Teils des Schirrhofes an der Friedrich Heinrich Allee liegen.

Die elf Männer im Alter von 28 bis 58 Jahren stellten einige neue Innenwände in Trockenbauweise auf, tapezierten Wände und strichen diese. Sie bauten Regale auf, in denen demnächst die Bücher und Materialien Platz finden, die zurzeit noch in Kartons lagern. Sie stellten Vitrinen auf, in denen bald ein Teil der 750 Grubenlampen der Fördergemeinschaft ausgestellt wird. In den letzten Wochen entrosteten sie Lokomotiven und Waggons, von denen sie schon die ersten grundiert und lackiert haben. „Ziel der Zusammenarbeit ist es, den arbeitslosen Menschen eine neue berufliche Perspektive zu bieten und sie dann erfolgreicher in den Arbeitsmarkt integrieren zu können“, erläutert Jobcenter-Bereichsleiterin Angela Preuß das niederschwellige und praxisorientierte Projekt. TÜV-Nord-Ausbilder Wolfgang Baum unterstreicht: „Die Teilnehmer organisieren sich selber, planen und führen durch.“ Sie hätten unterschiedliche Charaktere und würden sich ergänzen, zum Beispiel als Trockenbauer, Maler oder Schlosser. So würden sie neue Fähigkeiten entwickeln.„Wir sind froh, dass das Jobcenter, der TÜV Nord und die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition uns bei diesem großartigen Projekt unterstützten“, erklärt Christoph Müllmann. „So können wir die Tradition des Bergbaus erhalten und geben den Teilnehmern gleichzeitig eine Chance, sich zu entwickeln.“ Der Beigeordnete, der auch für das Soziale zuständig ist, ist stellvertretender Vorsitzender der Fördergemeinschaft und hatte die Idee zum Projekt „Lehrstollen 2019“.

Als er dieses mit allen Beteiligten vorstellte, kam grünes Licht für eine Verlängerung. „Wir stellen Mittel für eine Anschlussmaßnahme bereit“, versicherte Angela Preuß. Norbert Ballhaus wies auf Außenarbeiten hin, die dann von den Teilnehmern erledigt werden könnten. Dazu zähle zum Beispiel ein gusseiserner Zaun, der entrostet und hinter dem Pumpenhaus neu aufgestellt werden solle. Pumpenhaus, Lehrstollen und Schirrhof würden das Zentrum für Bergbautradition bilden, das auch nach der Laga 2020 Bestand habe.

Quelle:Rheinische Post vom 18.09.2019 / Peter Gottschlich

47. Landeskirchschicht in Geldern am 15.09.2019 - Geldern sagt „Glück auf!“

Geldern sagt “Glück Auf!”

 

600 Bergleute besuchten am Sonntag die Drachenstadt. „Glück Auf Geldern“ war nach zwölf Jahren wieder Gastgeber der Landeskirchschicht.

„Glück auf!“, hieß es am Sonntag in Geldern. Das große Fest des Landesverbandes der Berg- und Knappenvereine Nordrhein-Westfalen kam nach zwölf Jahren bei kaiserlichem Wetter wieder zurück in die Drachenstadt. Bei der Landeskirchschicht versammelten sich rund 600 in schwarzer Bergmannstracht gekleidete Bergleute – viele mit einem Schachthut, einer Wetterlampe (Grubenlampe) sowie einem Fahrstock (Meterlatte) – an der Stauffenbergstraße vor dem Restaurant Lindenstuben in Geldern.

Bereits um 11 Uhr wurden die gastierenden Kameraden vom Rheinpreussen-Orchester musikalisch vor dem Eingang der Gaststätte mit einem Marsch-Potpourri, das vom deutschen Komponisten Walter Tuschla zusammengestellt wurde, in Empfang genommen. Am weißen Pavillon „Schichtmeister“ gab es Wertmarken zu kaufen, mit denen man sich so manchen Gaumenschmaus genehmigen konnte. Von Currywurst-Pommes, über Flammkuchen, bis hin zu Obst- und Sahnekuchen reichten die vom Geldener Verein kredenzten Speisen, deren Erlöse – wie der stellvertretende Vorsitzende Jörg Molderings erzählte – allesamt in die Jugendkasse gehen.Im Laufe der Jahre wurden unterschiedliche Grubenlampen entwickelt. Einige von ihnen können nicht nur Licht spenden, sondern auch den ungefähren Methan-Gehalt in der Luft bestimmen. Je nach Höhe der Flamme in der Lampe wussten die Bergmänner, ob die „Wetter“ (unter Tage wird die Luft als „Wetter“ bezeichnet) einen kritischen Methanwert aufweisen.

In Geldern wurde im Jahr 1947 der Bergknappenverein und Jugendspielmannszug „Glück Auf Geldern 1947/67“ gegründet. Auch wenn es in Geldern selbst kein Bergwerk gab, waren zahlreiche Bergleute zur Zeit der Vereinsgründung in Geldern beheimatet, berichtet Johannes Hartmann, Vorsitzender des gastgebenden Vereins sowie des Landesverbandes. Bürgermeister Sven Kaiser erinnert sich auch noch genau an die Zeit zurück, als in der Region intensiv Bergbau betrieben wurde: „Als ich Schüler war, hat ein Bus die Bergleute direkt von hier zum Bergwerk gebracht.“Anstecknadeln mit dem Logo der 47. Landeskirchschicht konnten für drei Euro bei den jüngsten Nachwuchs-Knappen, die durch die Reihen der Bergmänner liefen, erworben werden. „Das ist ein beliebtes Sammlerobjekt“, erzählte der Bochumer Bergmann Werner Nettler vom Verein „Glückauf Gerthe 1891“ über die jährlich zum Fest angefertigten Anstecknadeln. Im Jahr 2013 waren er und seine Bergmanns-Kameraden aus Bochum Gastgeber für Hunderte Bergknappen aus ganz NRW.

Am vergangenen Sonntag fanden Bergleute aus 42 unterschiedlichen Vereinen ihren Weg nach Geldern. „Wir sind heute mit 21 Knappen hier“, berichtete Nettlers Vereinskamerad Jürgen Niedringhausen. Auch im nächsten Jahr wollen sie wieder mit dabei sein, wenn die Landeskirchschicht in Kamp-Lintfort gefeiert wird.Gegen 13:15 Uhr positionierten sich alle Knappen und Spielmannszüge auf der wenige Schritte entfernten Straße Köln-Mindener-Bahn zur Bergparade, um von dort aus samt Marschmusik in Richtung Maria Magdalena zu marschieren. Um Punkt 13:30 Uhr erschienen die rund 600 Bergleute in pünktlicher Bergmanns-Manier an der Maria-Magdalena-Kirche. Vor dem Seiteneingang des Gotteshauses reihten sich die 42 Fahnenträger der Vereine auf, während die anderen Kameraden sich bereits einen Platz im Gotteshaus suchten.

Um kurz nach 14 Uhr startete der Bergmannsgottesdienst mit Pfarrer Arndt Thielen. Gegen 15 Uhr traten die Bergleute den Rückmarsch an, um bei gemütlichem Beisammensein den Nachmittag und Abend ausklingen zu lassen.

Quelle:

Rheinische Post vom 16.09.2019 / Christian Kaspers

Mitgliederversammlung am 10.07.2019

Jede Menge Arbeit für die Kumpel in Kamp-Lintfort

Umzug, Umbau, Landesgartenschau: Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition will während der Laga für einen besonderen Höhepunkt sorgen.

Das dürfte selbst im Jahr der Landesgartenschau ein besonderer Höhepunkt werden: Zur Landeskirchschicht, die im nächsten Jahr am 10. Mai in Kamp-Lintfort stattfinden wird, soll es auch eine Bergmannsparade entlang der Friedrich-Heinrich-Allee geben: „Wir wollen, dass nicht nur die Besucher auf dem Gelände der Landesgartenschau etwas davon haben, sondern auch die Kamp-Lintforter“, so der Vorsitzende der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, Norbert Ballhaus, auf der Mitgliederversammlung des Vereins am Mittwochabend im Alten Kasino.

Nicht nur die Landesgartenschau, auch der Umzug des Vereins vom Knappenheim in den Schirrhof beschäftigt die Kumpel aktuell ― und fordert großen Einsatz. „Die Renovierung im Vereinsheim läuft seit dem 2. Juli auf Hochtouren“, brachte Ballhaus die Vereinsmitglieder auf den Stand der Dinge. Dass Umzug und Renovierung sogar schneller als geplant voran kämen, habe man auch dem vorbildlichen Einsatz von sechs Langzeitarbeitslosen zu verdanken, die der Fördergemeinschaft im Rahmen eines Projekts des TÜV Nord tatkräftig zur Seite stehen.

Etliche hundert Schichten für die Landesgartenschau

Ebenso planmäßig laufen die Umbauarbeiten im Pumpenhaus, wie Christoph Müllmann, Erster Beigeordneter der Stadt und 2. Vorsitzender der Fördergemeinschaft, berichtete. Im Oktober soll das Pumpenhaus so weit fertig sein, dass mit der Einrichtung des Museums begonnen werden könne. Für den Lehrstollen werde die Baugenehmigung erwartet, um die vorgeschriebenen Notausgänge zu schaffen. Dass der Schirrhof nicht komplett bis zur Landesgartenschau fertig wird, ist seit Längerem klar. Aber zumindest das Außengelände soll bis zur Gartenschau fertig werden. Dafür sollen die Bergbau-Gerätschaften so weit hergerichtet werden, dass sie „für Besucher vernünftig erklärt werden können“, so Müllmann. Auch dafür bekommt der Verein Unterstützung über das Langzeitarbeitslosenprojekt des TÜV Nord. Für die Remisen ist zunächst geplant, sich Ausstellungsstücke aus dem Bergbaumuseum Bochum zu leihen.

„Wir werden uns an vielen, vielen Ecken verstärken müssen“, sagte Ballhaus mit Blick auf die Landesgartenschau und die geplanten Führungen im Lehrstollen und im Haus des Bergmanns: Im Laga-Jahr werde man auf „etliche hundert Schichten kommen“, machte Ballhaus deutlich.

Die Fotoausstellung „Schicht am Schacht“ (unter anderem mit Fotografien von Dirk Thomas von der Fördergemeinschaft) ist ab dem 09. August im Altenwohn- und Pflegeheim Gatherhof in Krefeld zu sehen.

Quelle: WAZ vom 11.07.2019, Bericht von Gabi Gies

Fronleichnam am 20.06.2019

Fronleichnam ist ein besonderer Feiertag in der katholischen Kirche. Er wird zehn Tage nach Pfingsten gefeiert, welches wiederum 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. In Nordrhein-Westfalen ist er ein gesetzlicher Feiertag.

Wie auch Pfingsten steht der Feiertag in engem Zusammenhang mit Ostern. Der Tag vor der Kreuzigung, der Gründonnerstag, gilt als der Tag des letzten Abendmahls. Fronleichnam wird an dem Fest, dass sich aus den mittelhochdeutschen Worten für Herr und Leib zusammensetzt, gedacht.

In der katholischen Kirche wurde bereits 1215 festgelegt, dass bei der Wandlung eine Hostie zum Leib Christi gewandelt wird. Bei der Feier der Eucharistie, also der Danksagung, nehmen die Gläubigen in Form von Brot und Wein den Leib des Herrn zu sich. Fronleichnam ist eng verwandt mit der Eucharistie und dient als Fest des Altarsakramentes. Für Menschen katholischen Glaubens ist es wichtig, Glaubenselemente mit materiellen Elementen zu verankern. Diese Knüpfung wird an der Eucharistie deutlich: Sie ist ein Übergang von subjektiver zu objektiver Vergegenwärtigung Gottes.

Vielerorts wird der Gottesdienst im Freien, etwa auf öffentlichen Plätzen gefeiert. An die Heilige Messe schließt sich in der Regel die Prozession an, bei der die Gläubigen vom Priester und Diakon getragene Monstranz mit dem Allerheiligsten — einer konsekrierten Hostie — in einem Festzug unter Gebet und Gesang durch die Straßen begleiten. Die Monstranz wird dabei von einem „Himmel“ genannten Stoffbaldachin beschirmt.

Auch in diesem Jahr, am 20.06.2019, nahm die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition an der Fronleichnamsprozession der Pfarrgemeinden in Kamp-Lintfort teil. Unsere Kollegen Jörg Kaenders, Reinhold Erdmann, Manfred Braems und Horst Lenzen begleiteten die Prozession mit der Vereinsfahne. Die Betstelle auf dem Prinzenplatz wurde von den Mitgliedern der Fördergemeinschaft ausgerichtet. Gut sichtbar präsentierten die ehemaligen Bergleute ein Bergbau-Modell „Die letzte Schicht“, die Heilige Barbara als Holzfigur, mehrere brennende Wetterlampen und zwei Pflanzkübel. Die Kollegen Hennes Penker, Horst Müller, Herbert Gratzer, Egon Häusler und Helmut Beier waren traditionell im Bergkittel mit Schachthut erschienen, und trugen jeweils eine brennende Grubenlampe.

An unserer Betstelle wurde ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgetragen, ferner wurde der sakramentale Segen in alle Himmelsrichtungen und über die Stadt erteilt.

Anschließend zog die Prozession weiter zum Josef-Jeurgens-Haus.

Übergabe des Förderbescheides zur Sanierung des Pumpenhauses am 23.05.2019

NRW-Stiftung fördert Pumpenhaus-Umbau mit 250.000 Euro

Kamp-Lintfort. Franz-Josef Lersch-Mense, Vorstandsmitglied der Stiftung, überbrachte am Donnerstag die Förderurkunde und informierte sich über den aktuellen Stand.

Der Besucher aus Düsseldorf kam nicht mit leeren Händen. Franz-Josef Lersch-Mense, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, hat am Donnerstag persönlich eine Förderzusage in Höhe von 250.000 Euro überbracht: Damit unterstützt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung den Umbau des denkmalgeschützten Pumpenhauses zu einem Informationszentrum für Bergbaukultur im ehemaligen Ausbildungsbereich des Bergwerks West in Kamp-Lintfort. Die NRW-Stiftung lobt damit insbesondere das ehrenamtliche Engagement der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein, die sich mit ihren 600 Mitgliedern für den Erhalt der Bergbaugeschichte stark macht.

Mit Blick auf die Landesgartenschau im nächsten Jahr möchte der Verein das Gebäude barrierefrei ausbauen und darin eine zentrale Informationsstelle einrichten. Christoph Müllmann, Erster Beigeordneter und stellvertretender Vorsitzender der Fördergemeinschaft, und Bürgermeister Christoph Landscheidt erläuterten dem Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, wie die Fördermittel konkret eingesetzt werden. Das 1922 als Theater für Bergleute errichtete Pumpenhaus diente den Vereinsmitgliedern zuletzt als Treffpunkt und Arbeitsraum. Das denkmalgeschützte Gebäude wird kernsaniert, bekommt neue Fenster und Türen, bevor es an die Inneneinrichtung geht, für die ein interessantes Konzept entwickelt wurde. Auf 136 Quadratmetern können sich die Besucher nicht nur über Angebote zur Bergbautradition in Kamp-Lintfort informieren, sondern erhalten dort auch einen kurzen geschichtlichen Abriss. Lersch-Mense hob gestern vor allem das große ehrenamtliche Engagement im Rahmen des Projektes hervor. Dies sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass die NRW-Stiftung eine solch hohe Fördersumme beschlossen habe. In Kamp-Lintfort unterstützte die NRW-Stiftung auch den Erwerb von Ausstellungsstücken für das Museum Kloster Kamp. Eine weitere Förderung für das Pumpenhaus in Höhe von 300.000 Euro gibt es vom Landschaftsverband Rheinland. Der Umbau des Schirrhofs gegenüber wird voraussichtlich nicht zur Eröffnung der Landesgartenschau fertig gestellt sein. Dort wird unter anderem die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition eine neue Bleibe finden. Die Mitglieder packen bereits die große Sammlung in Umzugskartons.

Quelle:

Rheinische Post vom 24.05.2019, Bericht von Anja Katzke

Maibaumsetzen in Kamp am 30.04.2019

Traditionell findet das Maibaumsetzen auf dem Abteiplatz vor der Begegnungsstätte „Alte Scheune“ statt. Auch in diesem Jahr erfolgte das Aufstellen durch die St. Josef Schützenbruderschaft Kloster Kamp e.V. gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Kamp-Lintfort, Löschzug Kamp. Auch die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. war geladen, deren Vertreter standesgemäß im Bergkittel erschienen waren. Die musikalische Gestaltung übernahm der Männergesangsverein Concordia Kamp unterstützt durch den Männergesangsverein Eintracht Rheurdt.

Zu Ehren der anwesenden Bergleute wurde das Steigerlied gesungen. In diesem Jahr war uns der Wettergott gut gesonnen. Bei Trockenheit und untergehender Sonne wurde der Maibaum mit vereinten Kräften aufgerichtet und ordnungsgemäß gesichert. Hierbei wurden die „Akteure“ durch die Zuschauer lautstark angefeuert. Bei guter Stimmung ergaben sich anschließend noch unterhaltsame Gespräche im Freien. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt.

Spatenstich für den Umbau des Pumpenhauses am 12.04.2019

Bergbautradition in Kamp-Lintfort

Der Umbau des Pumpenhauses startet

RP-online vom 13.04.2019 von Anja Katzke

Kamp-Lintfort. Baustart für das Besucher- und Informationszentrum im Pumpenhaus. Auf dem Arial des Bergwerks West entsteht ein Zentrum für Bergbautradition.

„Glück auf, Glück auf“. Im Pumpenhaus erklingt das Steigerlied, und alle Gäste stimmen ein. Dieser Termin war dazu prädestiniert, die Hymne der Bergleute noch einmal zu singen. Nach umfangreichen Planungen war am Freitag Baustart für den Umbau des Pumpenhauses zu einem Besucherzentrum als ein zentraler Baustein des Zentrums für Bergbautradition. Es entsteht auf dem Areal des ehemaligen Bergwerks West. Dort, wo sich der Schirrhof und Lehrstollen befinden. Die Gäste trafen sich zu einem eher ungewöhnlichen „Spatenstich“. Bürgermeister Christoph Landscheidt und Erster Beigeordneter Christoph Müllmann griffen nicht zum Spaten, sondern zum Hammer, um aus dem Pumpenhaus Steine auszuschlagen. Das Besucher- und Informationszentrum soll spätestens zur Landesgartenschau im April nächsten Jahres eröffnen. „Wir halten die Tradition des Bergbaus aufrecht“, betont denn auch der Bürgermeister und bedankte sich bei allen, die dabei helfen, dass hier ein Zentrum für Bergbautradition entstehen kann. Das Pumpenhaus wird kein Museum, es ist als Informationszentrum vorgesehen. In diesem Gebäude sollen die Besucher künftig empfangen werden und von dort aus auf Führungen durch den Lehrstollen, die Alt- und Beamtensiedlung sowie durch das Haus des Bergmanns gehen, das die Stadt Kamp-Lintfort bereits 2004 zusammen mit der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition eingerichtet hatte. Die Fahrt auf den Förderturm kann man dort dann ebenso buchen. Auf einer Fläche von 105 Quadratmetern erwartet die Besucher im Pumpenhaus außerdem ein Streifzug durch die Bergbaugeschichte. Die Garderobe soll einer Waschkaue nachempfunden sein. Der Ausstellungsbereich ist als ein Themenparcours geplant, in dem zugleich analog und multimedial über Kloster, Kohle, Campus, über den Steinkohlenbergbau in Deutschland, über den Bergmann (Beruf und Berufung), die Geschichte des Bergwerks West von der Gründung bis zur Stilllegung sowie weitere touristische Ziele informiert wird. Es soll eine Filmecke eingerichtet werden, und in der Mitte des Saales will man Teile der Sammlung des Geologischen Museums präsentieren. Die komplette Sammlung des vor einigen Jahren stillgelegten Museums kann im künftigen Informationszentrum  nicht gezeigt werden.

Norbert Ballhaus, Vorsitzender der Fördergemeinschaft, freute sich gestern sehr: Seine Gemeinschaft erhält im Schirrhof nach 30 Jahren im Knappenheim ebenso einen neuen Vereinsstandort. „Wir sind nicht Zollverein in Essen. Wir sind ein Stück bescheidener und authentisch“, erklärte er. „Die Besucher werden hier Geschichten erfahren, um die es wirklich geht – die echten Geschichten aus dem Bergbau.“

Das Büro „Arndt + Seelig Kommunikationsdesign“ hat das Konzept für das Zentrum für Bergbautradition erstellt.

Der Landschaftsverband Rheinland unterstütze nicht nur die Konzepterstellung, sondern fördert auch die Realisierung.

Mitgliederversammlung am 27.03.2019 - Umbauplanung

Fördergemeinschaft plant den Umzug in den Schirrhof

KAMP-LINTFORT. Die erste Phase des Umzuges begann am Karnevalsdienstag. Seitdem packen Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein im Knappenheim an der Schulstraße Kartons, berichtete Vorsitzender Norbert Ballhaus am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung.

Von Peter Gottschlich.  

Die erste Phase des Umzuges hat am Karnevalsdienstag begonnen. Seitdem würden Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein an der Schulstraße Kartons packen und den Inhalt verzeichnen, berichtete Vorsitzender Norbert Ballhaus am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung. Bis zum 15. Juli werde diese Phase abgeschlossen sein. Bis zur Barbarafeier am 04. Dezember sollen die Kartons am neuen Standort im Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee wieder ausgepackt sein, zumindest teilweise. „Wir verkleinern uns“, sagte der Vorsitzende. „Am alten Standort haben wir 700 Quadratmeter, am neuen nur 300. Einige Dinge werden in Kartons bleiben.“

Am 16. Juli soll die zweite Phase beginnen. Dann sollen Mitglieder der Fördergemeinschaft die Räume im Obergeschoss des Schirrhofes renovieren, in der sich bis 2012 Teile der Ausbildung des Lintforter Bergwerkes befanden, das in diesem Jahr schloss. Sie sollen Elektroleitungen und Anschlüsse verlegen sowie die Deckenbeleuchtung installieren. Außerdem sollen sie die Räume streichen. „Das machen wir überwiegend in Eigenleistung“, betonte Norbert Ballhaus.

Wenn die Renovierung im September abgeschlossen ist, soll die kurze dritte Phase beginnen, die nicht von der Fördergemeinschaft geleistet wird. Ein Umzugsunternehmen verpackt und transportiert 23 Glas- und sieben schwere Holzvitrinen vom Knappenheim zum Schirrhof.

Die vierte Phase schließt sich an, in der die Kartons vom alten zum neuen Standort gebracht werden, wo sie von Mitgliedern der Fördergemeinschaft ausgepackt werden. Der Vorsitzende rechnet mit Kosten von 11.000 Euro für den Umzug, inklusive „einer Reserve“, wie er bei der Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Altes Kasino“ sagte. Davon seien 6.200 Euro durch eine Rücklage gedeckt. Die weiteren 4.800 Euro will die Fördergemeinschaft über die Sparkasse Duisburg Stiftung erhalten. „Wir haben einen Antrag gestellt“, berichtete der Vorsitzende, der viele Kontakte hat, weil er einmal Markscheider des Lintforter Bergwerkes und von 2004 bis 2014 Moerser Bürgermeister war. „Mitte April tagt der Beirat der Stiftung und entscheidet. Ich denke, wir haben eine gute Chance, weil wir viel Eigenleistung und einen hohen finanziellen Eigenanteil einbringen.“ Im Obergeschoss sind ein großer Raum für das Bild- und Filmarchiv sowie ein weiterer großer Raum für die 7.000 Bücher der Bibliothek vorgesehen. Ein mittelgroßer Raum wird Sitzungssaal und Ausstellungsraum für einen Teil der 350 Grubenlampen. In einem weiteren mittelgroßen Raum entsteht ein Materiallager. Dazu kommen Küche und Toiletten.

Im offenen Erdgeschoss des Schirrhofes werden Maschinen des Bergbaus gezeigt. Außerdem soll es dort eine offene Werkstatt geben, in der Maschinen aus dem Bergbau repariert und restauriert werden. Die Fördergemeinschaft will mit dem TÜV-Nord Bildung zusammenarbeiten, der dort Teilnehmer von Bildungsmaßnahmen einsetzen will. „Sie wünschen sich, etwas praktisches zu machen“, sagte Michael Schlieper als stellvertretender Leiter des TÜV-Nord-Bildungszentrums am Mittwochabend.

Baubeginn Besucherzentrum am 12. April Am Freitag in zwei Wochen, dem 12. April, ist um 11:00 Uhr offizieller Beginn im Pumpenhaus, der wie eine Grundsteinlegung gefeiert wird. Es liegt neben dem Schirrhof und dem Lehrstollen, um baulich bis zum Dezember zu einem Besucherzentrum umgebaut zu werden. Von Januar bis März 2020 soll es die Inneneinrichtung erhalten. Am 17. April 2020 soll es mit der Landesgartenschau eröffnen. Zum Beispiel sollen dort Führungen durch die Lintforter Siedlung oder die Beamtensiedlung am Pappelsee starten.

Quelle: Rheinische Post vom 29.03.2019