Aktuelles

An jedem ersten Donnerstag im Monat findet unser Bergmannscafe von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr im Pferdestall des Schirrhofes statt.

 

Zum Volkstrauertag am Sonntag, den 14.11.2021 treffen wir uns ab 11:00 Uhr an der Kriegsgräberstätte Niersenberg im Bergkittel, Schachthut mit schwarzer Feder und brennender Wetterlampe.

 

Die nächste Mitgliederversammlung wurde vorverlegt und findet am Mittwoch, den 17.11.2021 um 18:00 Uhr im Restaurant Altes Kasino in Kamp-Lintfort.

 

Die diesjährige Barbara-Messe mit anschließender Barbara-Feier findet am Samstag, den 04.12.2021 um 17:00 Uhr statt.

Neu – Youtube Kanal der Fördergemeinschaft

Jahresplanung 2021

Projekt „Wohnen-Leben-Arbeiten im ehemaligen Steinkohlenbergbau“

Projekt „Wohnen-Leben-Arbeiten im ehemaligen Steinkohlenbergbau“

In der ersten Woche der Herbstferien 2021 fand im Zeitraum vom 11.10. bis zum 15.10. der erste Workshop innerhalb des Projektes im Schirrhof statt.

12 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 14 Jahren nahmen daran teil, darunter 3 Jungen und 9 Mädchen. Die Anmeldung erfolgte zentral im Alten Rathaus, eine Teilnehmergebühr wurde nicht erhoben.

Der Workshop stand unter dem Motto „Bau von Möbeln aus Europaletten“. Die handwerkliche Anleitung erfolgte durch Andreas Baschek (Kulturprojekte Niederrhein). Vom Vorstand der Fördergemeinschaft begleiteten Susanne Rous, Herbert Gratzer, Dirk Thomas und Norbert Ballhaus das Projekt. Daneben leisteten, Jörg Salobir, Hannes Hartmann, Hans Stuckart, Zdravko Strovrag (genannt Willi) und Mika Eickmans Hilfestellung bei der Durchführung. Seitens der Stadt war die mobile Jugendarbeit im Einsatz.

Am ersten Tag stand gleich eine Besichtigung des Lehrstollens auf dem Programm. Danach ging es in der Remise zum handwerklichen Teil über. Vor dem ersten Werkeln bauten sich die jungen Leute ihre Werkbänke zusammen, die extra für den Workshop angeschafft wurden. Hierbei half der Abgeordnete des Landtags NRW Ibrahim Yetim, der als gelernter Bergmechaniker einige Jahre lang unter Tage auf der Schachtanlage Walsum in Duisburg gearbeitet hat.

Danach erfolgte eine Auswahl der Baumaterialien, um die besten Paletten zu bestimmen. Letztlich wurden einige kleine Probestücke aus Holz angefertigt.

Sägen und schleifen stand auf dem Programm des zweiten Tages. Doch vorher ging es noch auf den Förderturm. Wie schwierig es ist, eine Handsäge so zu führen, dass der Schnitt auch gerade verläuft, erstaunte die meisten Teilnehmer. Da ging das anschließende Schleifen doch wesentlich leichter von der Hand.

Am Mittwoch traf man sich im Sitzungszimmer des Vereinsheims, da der Pferdestall an diesem Tag belegt war. Die Jugendlichen erfuhren, welche Aufgaben und Tätigkeiten es in unserem Verein gibt. Sie äußerten auch ihre Wünsche, was sie in einem Verein erleben wollen. Gemeinsame Spiel- und Sporterlebnisse standen dabei ganz vorne. Aber auch gemeinsames Kochen wurde genannt und vor allem will man Spaß mit anderen haben. In der Remise kam es im praktischen Teil darauf an, die passenden Einzelteile fest miteinander zu verbinden. Vorbohren und verschrauben mit Akkuschraubern galt es zu erlernen. Einige Bohrer blieben dabei auf der Strecke, wurden aber am nächsten Tag neu angeschafft.

Zum Haus des Bergmanns ging es am Donnerstag. Danach wurden die Palettenmöbel weiterbearbeitet. Insbesondere galt er es, die Verblendungen abzumessen, zuzuschneiden und anzubringen. Auch die Reste sollten nicht ungenutzt bleiben, also wurde kurzerhand noch ein Blumenständer gebaut.

Der letzte Arbeitsschritt am Freitag war das Grundieren und Lasieren der Möbel. Nachdem auch noch Rollen angeschraubt waren, konnten die Ergebnisse dieser 5 Tage in Position gebracht werden und mit einem zünftigen Gruppenfoto gekrönt werden.

Pünktlich um 12:00 Uhr ging es in die Mittagspause. Unsere Nachwuchs-Handwerker stärkten sich bei einem gemeinsamen Mittagessen im Pferdestall. Gut gestärkt ging es dann wieder an die Arbeit.

Allen Beteiligten sagen wir unseren Dank verbunden mit einem herzlichen Glückauf!

Pressegespräch am 30.09.2021

Pressegespräch am 30.09.2021

 

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition bietet Kindern und Jugendlichen auf dem Schirrhof die Chance, sich handwerkliche Grundkenntnisse anzueignen. Das Konzept steht. Ein erster Aufschlag findet in den Herbstferien statt.

Mit Holz arbeiten, sägen, zuschneiden, schleifen und Möbel aus Paletten bauen: In der ersten Herbstferienwoche können zwölf Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren ins Handwerk hinein schnuppern. Das einwöchige Ferienangebot ist der erste Aufschlag für ein groß angelegtes Projekt, das die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition in Zusammenarbeit mit der mobilen Jugendarbeit der Stadt Kamp-Lintfort langfristig auf dem Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee etablieren möchte.

„Wohnen, lernen und arbeiten im ehemaligen Steinkohlebergbau“ lautet das Projektthema. „Im Lehrstollen zeigen wir, wie die Bergleute unter Tage gearbeitet haben, im Haus des Bergmanns in der Altsiedlung, wie sie mit ihren Familien um das Jahr 1920 gewohnt und gelebt haben“, berichtet Norbert Ballhaus als Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition. Nun soll die dritte Säule, das Lernen, aufgestellt werden. Zusammen mit den Projektunterstützern will die Fördergemeinschaft jungen Menschen ein außerschulisches Angebot machen, das ihnen handwerkliche Grundkenntnisse vermittelt.

„Auf dem Schirrhof befand sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Ausbildungswerkstatt des Bergwerks West. Übrig blieb leider nur eine Esse“, sagt Ballhaus. Gemeinsam mit seinem Team begeisterte er Susanne Rous, Leiterin des Informationszentrums Stadt und Bergbau, sowie Michelle Zupancic von der mobilen Jugendarbeit für die Idee. Seit März bastelte man an einem Konzept. Die Fördergemeinschaft wendete sich an den Landesverband der Berg- und Knappenvereine NRW. Als Projektförderer konnten sie gemeinsam die RAG-Stiftung gewinnen. Sie stellte 7.400 Euro zur Verfügung. Erstes sichtbares Ergebnis ist eine Tafel am Schirrhof, die über die ehemalige Ausbildung der Zeche informiert. Als Projektleiter holte die Fördergemeinschaft den Moerser Kulturpädagogen Rüdiger Eichholtz ins Boot.

Er bietet seit mehr als 30 Jahren solch künstlerisch-handwerklichen Programme für Kinder an. „Auch mein Vater war im Bergbau tätig. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt er. Sein auf die nächsten Jahre angelegtes Konzept beinhaltet insgesamt drei Vermittlungsansätze: die Ferienprogramme, ein Werkzeugführerschein-Lehrgang sowie die Bereiche Wohnen und Lernen. „Für den Werkzeugführerschein brauchen wir mehr Zeit als eine Ferienwoche. Hier geht es darum, den Kindern in verschiedenen Modulen handwerkliche Kompetenz zu vermitteln“, erläutert Eichholtz. In einem solchen Workshop würden die Teilnehmer beispielsweise lernen, wie verschiedene Materialien wie Holz, Metall oder Kunststoff miteinander verbunden oder wie Maschinen benutzt werden.

Rüdiger Eichholtz kann es sich gut vorstellen, auch die Handwerkskammer und Betriebe mit ins Boot zu holen. „Die Dinge entstehen, wenn man erst einmal anfängt“, sagt er. In einem dritten Bereich soll es künftig rund um das Leben und Wohnen der Bergleute gehen: Kochen wie die Selbstversorger, Gärtnern und Ernten, aber auch um das Sozialverhalten in den Familien. Das Projekt startet am 11. Oktober mit dem Ferienprogramm. Die Holzwerkstatt befindet sich in der Remise des Schirrhofes. In den vergangenen Sommerferien fand bereits ein erster Probelauf statt: „Die Resonanz war groß“, erzählt Susanne Rous, Leiterin des Informationszentrums Stadt und Bergbau. „Viele Eltern wünschen sich solch ein dauerhaftes Angebot. Auch jetzt haben sie mich schon kontaktiert, um ihre Kinder anzumelden“, berichtet sie.

Norbert Ballhaus hofft, mit dem Angebot nicht nur bei jungen Menschen eine Bresche für das Handwerk zu schlagen, dem, wie er sagte, heute 65.000 Arbeitsplätze fehlten, sondern sie auch für die 620 Mitglieder zählende Fördergemeinschaft zu begeistern. „Wir müssen auf die jungen Menschen zugehen.“

 

Quelle: Rheinische Post vom 30. September 2021 von Anja Katzke

 

Fördergemeinschaft zeigt sich zufrieden

Fördergemeinschaft zeigt sich zufrieden

 

Mit einem filmischen Rückblick auf die 48. Landeskirchschicht am 12. September 2021 startete am Mittwochabend die Mitgliederversammlung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition im Alten Kasino. Vom Beisammensein am Schirrhof über den Umzug durch die Stadt bis zum Gottesdienst mit der bewegenden Predigt des Kamp-Lintforter Pfarrers Achim Klaschka erinnerten die Bilder an einen Tag, auf den die Mitglieder als Organisatoren mit Recht stolz sein können, so der stellvertretende Vorsitzende der Fördergemeinschaft, Dr. Christoph Müllmann.

„Wir können uns selbst loben“, sagte auch Manfred Reis, der die Hauptorganisation inne hatte. Die Landeskirchschicht mit insgesamt 731 Teilnehmenden habe deshalb so gut funktioniert, weil so viele Mitglieder „viel persönliches Engagement“ in die Sache gesteckt hätten, so Reis weiter.

Auch Christoph Müllmann freute sich über die Resonanz, die es auf die bislang größte Veranstaltung des Vereins gegeben habe: „Alle waren sehr zufrieden.“ Wie weitere 48 Mitglieder der Fördergemeinschaft hatte er sich am Mittwochabend einen 45-minütigen Film angeschaut, der die Landeskirchschicht dokumentiert und von Hans-Dieter Stuckart, Stefan Büschgen sowie Achim Sörgel erstellt worden war. „Die nächste Landeskirchschicht wird 2022 in Xanten gefeiert“, ergänzte Johannes Hartmann, Vorsitzender der Berg- und Knappenvereine NRW. „Genauer gesagt der Knappenverein Xanten und Umgebung Glückauf 1952. Er feiert 2022 seinen 70. Geburtstag. Am Niederrhein gibt es noch ein Bergwerk: das Salzbergwerk Borth. Die Feier soll an einem Sonntag im Mai stattfinden.

“Einen weiteren Erfolg gab es auch vom Tag der offenen Tür am Schirrhof am vergangenen Wochenende zu vermelden: 195 Erwachsene und 85 Kinder nutzten die Gelegenheit, um sich durch den Lehrstollen führen zu lassen.

Erfreuliches gab es auch bei den Mitgliederzahlen zu verzeichnen – mit sieben Neuzugängen kommt die Fördergemeinschaft nunmehr auf 619 Mitglieder. Wichtiger Termin im Vereinskalender: die Barbarafeier am 04. Dezember 2021 mit dem ökumenischen Gottesdienst und der anschließenden Barbarafeier im Josef-Jeurgens-Haus. Bis zur Adventszeit soll – wenn möglich – auch wieder der traditionelle Weihnachtsstern oben am Förderturm leuchten, kündigte Müllmann an.

Die Bergmannskuh

Die Bergmannskuh

 

Im Jahre 1912 begann die Steinkohlenförderung auf der Zeche Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort. Zu dem Zeitpunkt belief sich die Belegschaft auf 745 Mitarbeiter.

Da das Umfeld ländlich geprägt war, entstanden große Zechensiedlungen. Ohne diese wäre es nicht möglich gewesen, die erforderliche Anzahl von Bergleuten anzuwerben. Die Einwohnerzahl der Bauernschaft Lintfort betrug im Jahre 1906 exakt 485 Menschen. Repräsentanten des Bergwerks warben Arbeitskräfte in Schlesien ab. Mit dem Versprechen für sie und ihre Familien preiswerten Wohnraum bereitzustellen, stieg die Einwohnerzahl bereits 1930 auf 13.876 Personen an. Die Belegschaft der Zeche Friedrich Heinrich stieg bis 1920 auf über 4.000 Personen an. Im Jahre 1957 wurde eine maximale Belegschaftsstärke in Höhe von 8.625 Mitarbeitern verzeichnet.

In jener Zeit waren die Bergarbeiterfamilien regelrechte Selbstversorger. Geringe Schichtlöhne führten zwangsläufig dazu, dass die oftmals kinderreichen Bergarbeiterfamilien einen Nutzgarten unterhielten. Neben Kartoffeln wurde Obst, Gemüse und Salat angebaut. Aus Weißkohl wurde Sauerkraut gemacht. Die Hausfrauen machten durch Einkochen Obst, Gemüse und andere Lebensmittel für lange Zeit haltbar.

Jeder Hausstand hatte im Garten neben Grabeland auch einen Schweinestall. Die Schweine wurden, wenn sie fett genug waren, geschlachtet und zu Wurst verarbeitet. Eigene Hühner legten täglich frische Eier. Neben Hühnern wurden Enten, Kaninchen und Ziegen gehalten. Durch die Haltung von Ziegen wurde die tägliche Versorgung mit frischer Milch sichergestellt. In unserem Museumshaus war der Schweinestall im westlichen Teil des Wohnhauses integriert. Früher wurde der gesamte Hausabfall verwertet und kompostiert.

Unsere Kollegen Egon Haeusler und Ralf Süper überprüfen regelmäßig das Wachstum der Petersilie. Unser Nutzgarten weist bereits die Vielfalt auf, die in den 1930er Jahren üblich war.

Ein Gedicht von Karl-Heinz Fricke hat den Titel:
„Die Bergmannskuh“.
„Bergleute hielten früher Ziegen,
um Milch und Butter zu kriegen.
Das Tier bekam den Namen im Nu,
man taufte es die „Bergmannskuh“.

Bergmannstour – vom Stollen bis zum Schacht – mit kulinarischer Überraschung

Bergmannstour – vom Stollen bis zum Schacht – mit kulinarischer Überraschung

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. mit Sitz in Kamp-Lintfort besteht seit 1987 und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Bergbaus lebendig zu erhalten. Nach Stilllegung des Bergwerks im Dezember 2012 haben sich zahlreiche Gäste in die „Untertagewelt“ im Lehrstollen entführen lassen. Neuerdings ist der Förderturm dazugekommen, der ein zusätzliches Highlight darstellt.

Jetzt geht man auf dem wunderbar sanierten Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee einen neuen Schritt in der Vermarktung der zahlreichen Angebote rund um den Bergbau. „Mit unserem Angebot auf der DOERZ-Erlebnisplattform haben wir nun die Möglichkeit, viele Menschen über das Internet zu erreichen. Dafür haben wir extra mit unserem Partner, der Bäckerei Büsch, ein ganz spezielles Angebot für unsere Gäste kreiert“, freut sich Norbert Ballhaus, Vorsitzender der Fördergemeinschaft.

Unter dem Motto „Bergmannstour – vom Stollen bis zum Schacht“ bietet die Fördergemeinschaft einen Einblick in die Arbeit der Bergleute. „Die Gäste unserer rund zweieinhalbstündigen Führung erleben eine spannende Reise unter Tage, erhalten im Lehrstollen viele Informationen zum Geschehen auf dem Pütt und können sogar den Ausblick über den Niederrhein auf dem rund 66 Meter hohen Balkon des Förderturms von Schacht 1 genießen“, so Ballhaus.

Apropos genießen, wie es sich für echte Bergleute gehört, wird auf der Tour auch ordentlich gedubbelt. „Wir unterstützen die Fördergemeinschaft hier in Kamp-Lintfort aktiv und stellen neben einer leckeren Käsestulle fürs Dubbeln auch noch eine Alu-Butterbrotdose, einen frischen Lintforter Bergmann (Roggenbrot) und einen Brotbeutel zur Verfügung“, verrät Norbert Büsch, Inhaber der Bäckerei Büsch. So wird die Bergmannstour auch kulinarisch zu einem echten Erlebnis.

Buchen kann man die Touren ab sofort über die Erlebnisseite der MoersMarketing GmbH unter www.doerz.de/niederrhein oder über unsere Homepage unter www.bergmannstradition.de  in der Rubrik Verein / Links / DOERZ-Erlebnisplattform.

Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft am 30.06.2021

Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft am 30.06.2021

 

Nach der langen Corona-Zwangspause fand am 30.06.2021 um 18:00 Uhr die Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition statt. Ausnahmsweise fand die Veranstaltung im frisch sanierten Pferdestall des Schirrhofes statt. Die geltenden Corona-Schutzbestimmungen wurden eingehalten, die Bestuhlung hat den notwendigen Sicherheitsabstand von 1,50 m berücksichtigt. Insgesamt 70 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt und viele Mitglieder waren zur Feier des Tages im Bergkittel erschienen. Zum Auftakt der Versammlung wurde ein 30-minütiger Film über den Umzug vom Knappenheim in den Schirrhof gezeigt.

Der Bericht des Vorsitzenden, der Kassenbericht und der Bericht der Kassenprüfer wurden präsentiert. Es gab keine Rückfragen. Auf Antrag des Kassenprüfers Johannes Hartmann wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Neben der Landeskirchschicht, die für den 12. September 2021 in Kamp-Lintfort geplant wird, standen zwei weitere Themen an. Der Vorstand wurde neu gewählt. Die vier Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes, die alle im Januar 2018 ihr Amt antraten, wurden erneut gewählt: Norbert Ballhaus als Vorsitzender und Dr. Christoph Müllmann als sein Stellvertreter, Herbert Gratzer als Kassierer und Dr. Gunter Hagen als Schriftführer. Als Beisitzer schieden Klaus Deuter, Norbert Matek und Heinz-Jürgen Wehmeyer aus. Drei Beisitzer wurden erneut gewählt: Manfred Reis, Susanne Rous und Dirk Thomas. Zum ersten Mal gehören Egon Haeusler, Jörg Hunsmann und Michael Kahlert als Beisitzer dem Vorstand an. Johannes Hartmann, Vorsitzender des Landesverbandes der Berg- und Knappenvereine NRW nahm eine ganz besondere Ehrung vor: Klaus Deuter wurde für sein unermüdliches Engagement für den Lehrstollen mit der Silbernen Verdienstmedaille des Landesverbandes ausgezeichnet. Heinz-Jürgen Wehmeyer wurde vom Vorsitzenden Norbert Ballhaus zum Ehrenmitglied ernannt. Im Freien wurden drei Strophen des Steigerliedes gesungen. Pünktlich um 20:00 Uhr schloss der Vorsitzende die Jahreshauptversammlung.

Fronleichnam am 03.06.2021

Fronleichnam am 03.06.2021

Fronleichnam ist ein besonderer Feiertag in der katholischen Kirche. Er wird zehn Tage nach Pfingsten gefeiert, welches wiederum 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. In Nordrhein-Westfalen ist der ein gesetzlicher Feiertag.

Wie auch Pfingsten steht der Feiertag in engem Zusammenhang mit Ostern. Der Tag vor der Kreuzigung, der Gründonnerstag, gilt als der Tag des letzten Abendmahls. Fronleichnam wird an dem Fest, das sich aus den mittelhochdeutschen Worten für Herr und Leib zusammensetzt, gedacht.

In der katholischen Kirche wurde bereits 1215 festgelegt, dass bei der Wandlung eine Hostie zum Leib Christi gewandelt wird.  Bei der Feier der Eucharistie, also der Danksagung, nehmen die Gläubigen in Form von Brot und Wein den Leib des Herrn zu sich. Fronleichnam ist eng verwandt mit der Eucharistie und dient als fest des Altarsakramentes. Für Menschen katholischen Glaubens ist es wichtig, Glaubenselemente mit materiellen Elementen zu verankern. Diese Knüpfung wird an der Eucharistie deutlich:  Sie ist ein Übergang von subjektiver zu objektiver Vergegenwärtigung Gottes.

Corona bedingt fand am 03.06.2021 ein Gottesdienst auf dem Freigelände vom Kloster Kamp statt, der von der St. Josef Pfarrgemeinde Kamp-Lintfort veranstaltet wurde. Unsere Vereinskollegen Manfred Reis und Reinhold Erdmann nahmen an der Veranstaltung als Fahnenabordnung teil.

Wegen der Pandemie wurde auf die traditionelle Prozession durch die Straßen von Kamp-Lintfort verzichtet.

Schulung zum Brandschutzhelfer

Schulung zum Brandschutzhelfer

Das aktuelle Brandschutzkonzept regelt die Nutzung des Förderturms nach Ende der LaGa 2020. Neben den Gästeführern sind zudem noch Brandschutzhelfer zu stellen. Wir erwarten kurzfristig eine Lockerung der Beschränkungen auf Grundlage der Corona-Schutzverordnung-NRW. Rechtzeitig haben wir mit der Stadtverwaltung und der Feuerwehr Kamp-Lintfort die Schulung einiger Vereinsmitglieder zum Brandschutzhelfer vereinbart. Die Ausbildung findet am Schirrhof statt und erfolgt in 5er-Gruppen. Die im vorbeugenden Brandschutz der Feuerwehr Kamp-Lintfort tätigen Kameraden Wolfgang Pannhausen, Andreas Pistor, Christian Speicher und Dieter Arrets führen die Schulungen vor Ort durch.

Vor Beginn der Unterweisung machen alle Teilnehmer einen Corona-Selbsttest. Nach einer etwa zweistündigen Unterweisung in unserem Konferenzraum schließen sich etwa einstündige Löschübungen im Innenhof des Lehrstollens an. Nach Abschluss der Unterweisungen erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat.

Den Kollegen der Feuerwehr Kamp-Lintfort danken wir ganz herzlich für ihren Einsatz.

Verlängerung der AGH-Maßnahme für das 2. Halbjahr 2021

Verlängerung der AGH-Maßnahme für das 2. Halbjahr 2021

Derzeit läuft das Antragsverfahren für eine Verlängerung der Arbeitsgelegenheiten (AGH) – Maßnahme „Neues Stadtquartier“ ab 01.07.2021. Geplant sind Leistungen für das Kalisto, die Radstation und die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition an den Standorten Schirrhof, Lehrstollen, Haus des Bergmanns und Förderturm.

Im Förderturm von Schacht 1 haben bereits die Renovierungsarbeiten auf der 66m-Bühne begonnen. Hier werden die zwei Fördermaschinen entrostet, grundiert und neu lackiert. Die Fliesen werden in Teilbereichen gereinigt, die Steuerhäuser saniert und die Betonstützen abgeschliffen und neu angestrichen.

Am 23.04.2021 fand eine Besichtigung mit Vertreter*innen vom Jobcenter, TÜV-Nord-Bildung und von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition statt, an der Angela Preuß, Gisela Scholz, Michael Schlieper, Oliver Schneider, Norbert Ballhaus und Wolfgang Baum (von links nach rechts) teilnahmen.

Pressemitteilung: Wäre zu schön gewesen – aber die Vorbereitungen stehen!

Wäre zu schön gewesen – aber die Vorbereitungen  stehen!

Von O bis O soll es zukünftig heißen, wenn es um die Besucherführungen in den Einrichtungen der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition geht. Wie der Vorsitzende Norbert Ballhaus erläutert, sollen Lehrstollen, Haus des Bergmanns und Förderturm planmäßig am Ostersonntag öffnen und dann jeden Sonntag und Feiertag bis Ende Oktober den Besuchern zur Verfügung stehen.

Der Kassierer Herbert Gratzer weist darauf hin, dass die Einnahmen aus den Führungen vom Verein dringend benötigt werden, da für das neue Vereinsheim im Schirrhof Miete und Nebenkosten zu zahlen sind, was bislang im Knappenheim nicht der Fall war.

Termine während der Woche können auch vorgebucht werden. Diese können vorgenommen werden unter tourismus@kamp-lintfort.de

Alle Angaben stehen unter dem Vorbehalt der geltenden Coronavorschriften. Wichtig ist, dass alle schnell reagieren können, und so hofft man auch hier auf die Zeit nach Ostern.

Weitere Informationen sind auf der Homepage unter www.bergmannstradition.de zu finden.

Gruppenbild von links: Egon Haeusler (stellvertretender Leiter vom Haus des Bergmanns), Klaus Deuter (Leiter vom Lehrstollen) und Jörg Hunsmann (Leiter vom Förderturm).

Förderturm Schacht 1 wird restauriert

„Fördermaschinen Schacht 1 werden restauriert“

Nach Beendigung der Landesgartenschau am 25. Oktober 2020, hat die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition im Frühjahr 2021 die touristische Betreuung des Förderturms übernommen
Zwischenzeitlich haben einige Mitglieder mit der aufwendigen Restaurierung der Einbauten begonnen. Teilnehmer einer Qualifizierungsmaßnahme unter der Leitung von Wolfgang Baum (TÜV-NORD-Bildung) entrosten die Fördermaschinen und technischen Einrichtungen. Anschließend werden die Metallteile neu lackiert.Unsere Vereinsmitglieder Mika Eickmans, Jonas Göbel, Michael Dammer und Manfred Seeger arbeiten unter der Leitung von Jörg Hunsmann die zwei Steuerhäuser mit den integrierten elektrischen Einrichtungen auf. Auch die Hallenfliesen werden bis zur Höhe der Kabelbühne gereinigt.

Bereits heute freuen wir uns auf die ersten Besucher.

Neue Aushänge für unsere Schaukästen am 20.2.2021

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die erfolgreiche Reduzierung der Corona-Infektionen lässt uns hoffen, dass die Auflagen der Coronaschutzverordnung für NRW demnächst gelockert werden. Ab diesem Zeitpunkt könnten wir wieder Besucherführungen unter Einhaltung der gültigen Infektionsschutzbestimmungen an unseren Standorten anbieten. Unsere Öffnungszeiten und Eintrittspreise wurden bereits auf unserer Homepage veröffentlicht und in unseren Schaukästen ausgehängt.

Veröffentlichung der neuen Homepage am 12.2.2021

Relaunch unserer Homepage

Moderne Websites müssen auch auf mobilen Geräten, wie Handy und Tablet, darstellbar sein. Mit Unterstützung unserer Fotografen Hans-Dieter Stuckart und Dirk Thomas hat Claudia Ballhaus-Plenkmann in dreimonatiger Arbeit eine ansprechende und bedienungsfreundliche Homepage gestaltet. Neben Bild und Text wurden auch professionelle Video-Filme von Hans-Dieter Stuckart über unseren Umzug vom Knappenheim zum Schirrhof sowie über Veranstaltungen eingebunden.

Am 09.02.2021 wurde das Ergebnis dem Vorstand virtuell präsentiert, das auf sehr viel Zuspruch stieß. Nach geringfügigen Ergänzungen wurde die neue Homepage am 12.02.2021 „online“ gestellt.

Berichte / Bilder / Pressestimmen

2020

Infobrief

Dezember 2020

Infobrief

Juni 2020

Unterzeichnung des Mietvertrages am 04.12.2020

Am Barbaratag wurde der Mietvertrag für das neue Vereinsheim durch  Bügermeister Christoph Landscheidt, den 1. Beigeordneten der Stadt Kamp-Lintfort sowie dem 1. Vorsitzenden und dem Kassierer der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. unterschrieben.

Unser besonderer Dank gilt den Männern vom TÜV-Nord, die unter Anleitung ihres Vorarbeiters Wolfgang Baum nicht nur die Renovierung des Vereinsheims durchgeführt haben sondern auch die im Außenbereich aufgestellten Bergbauexponate präsentationsfähig sanierten und aufstellten.

Allen Vereinsmitgliedern die tatkräftig beim Räumen des Knappenheims, beim Transport unserer Materialien oder bei der Gestaltung des neuen Vereinsheims geholfen haben, danken wir ebenfalls recht herzlich.

Pressemeldungen:

RP vom 06.12.2020 – Fördergemeinschaft unterzeichnet Vertrag für den Schirrhof
NRZ vom 04.12.2020 – Teil des Kamp-Lintforter Schirrhofs bleibt für die Bergleute
Lokalkompass vom 08.12.2020 – Schirrhof für Bergleute

Kleine Dankeschönfeier für Ehrenamtliche mit Bürgermeister Christoph Landscheidt am 04.09.2020

Kleine Dankeschön-Feier für Ehrenamtliche am Lehrstollen

Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt und der 1. Beigeordnete Dr. Christoph Müllmann bedanken sich mit einer kleinen Feier im Lehrstollen herzlich für das Engagement und den Einsatz des Teams vom TÜV Nord.

Der Schirrhof auf dem ehemaligen Bergwerksgelände Bergwerk West ist mithilfe des Team Lehrstollen entkernt worden. In Zusammenarbeit mit den Teilnehmern einer Maßnahme des TÜV Nord ist auch das Außengelände mit Maschinen aus dem Bergbau, welche nun besichtigt werden können, aufgearbeitet worden.

„Der Einsatz der Fördergemeinschaft bzw. des Teams Lehrstollen hat entscheidend dazu beigetragen, dass uns diese Gebäude der ehemaligen Zeche Friedrich Heinrich erhalten geblieben sind“, erläutert Müllmann. „Als Stadt können wir die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes und der TÜV-Maßnahme in diesem Zusammenhang nicht oft genug betonen. Nur gemeinsam schaffen wir mit dem hier entstehenden Ensemble ein Alleinstellungsmerkmal für Kamp-Lintfort“, ergänzt Landscheidt.

„Wir freuen uns, dass die Stadt Kamp-Lintfort sich für den Erwerb der Gebäude entschlossen hat und es somit möglich ist, die Bergmannstradition im neu entstandenen Zentrum für Bergbautradition auf Jahre hinweg lebendig präsentieren zu können“, so Klaus Deuter, Leiter des Lehrstollenteams.

Der besondere Zusammenhalt, für den die Bergleute bekannt sind, zeigt sich auch in der Kooperation mit den Teilnehmern der Maßnahme des TÜV Nord. „Meine Mannschaft hat bei dieser Maßnahme viele Kontakte geknüpft und ist sehr motiviert bei der Sache. Besonders schön ist es, dass die Teilnehmer gerade im Außengelände sowohl die Resultate ihrer Arbeit sehen können als auch positive Resonanz durch die Besucher der Landesgartenschau aufnehmen“, erzählt Wolfgang Baum, Teamleiter der Maßnahme.

Text: Susanne Rous, Fotos: Hans-Dieter Stuckart

Dankeschön an die Sparkassenstiftung Duisburg am 13.08.2020

Dankeschön!

Bereits zweimal wurde die Fördergemeinschaft mit einer Spende der Stiftungen der Sparkasse Duisburg bedacht. So kamen insgesamt 8.000 Euro zusammen. Mit dem Geld wurde ein neuer Anhänger angeschafft und die Renovierung des neuen Vereinsheims sowie der Anstrich der bergbaulichen Exponate neben dem Lehrstollen mitfinanziert.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Duisburg, Dr. Joachim Bonn machte sich jetzt zusammen mit Herrn Marcel Groß von der Sparkassenstiftung ein Bild von der Verwendung der Mittel. Beide Vertreter der Sparkasse zeigten sich sehr beeindruckt über das, was durch unsere ehrenamtlichen Mitglieder und die Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahme unter der Leitung vom TÜV-Nord-Bildung geleistet worden ist.

Erfreut waren die Herren ebenfalls, als sie durch unseren Vorsitzenden als kleines Dankeschön ein Arbeitshemd sowie eine Sicherheitslampe überreicht bekamen.

Fotos von Hans-Dieter Stuckart

Landesgartenschau in Kamp-Lintfort 2020 - Über 6.200 Besucher im Lehrstollen

Trotz der Pandemiesituation wurden während der Landesgartenschau vom 05.05. bis 25.10.2020 über 6.200 Besucher durch den Lehrstollen geführt. Das Lehrstollenteam wurde durch weitere ehrenamtlichen Helfer erweitert, so dass mit Ausnahme von dienstags und donnerstags täglich Führungen angeboten werden konnten.

Herzlichen Dank dafür!

Carnevale di Venezia

Unser Vereinsmitglied Dirk Thomas stellt bei der Grafschafter Diakonie Pflege gGmbH im Haus für Jung und Alt in Moers-Meerbeck aus. In dem Zeitraum vom 01.02.2020 bis zum 31.07.2020 werden 65 großformatige Bilder zum Thema „Carnevale di Venezia“ in den Fluren des ersten Obergeschosses präsentiert. Künstler in phantasievollen Kostümen und ausgefallenen Masken wurden vor den unverwechselbaren Fassaden historischer Gebäude in Venedig abgelichtet.

Die Vernissage findet am 17.02.2020 um 15:00 Uhr im Aufenthaltsraum statt – Gäste sind herzlich willkommen.

Besucher können die Ausstellung während der offiziellen Besuchszeiten besichtigen.

Jahreshauptversammlung am 15.01.2020

Fördergemeinschaft sucht Führer für den Lehrstollen

Die Generalprobe vor einem halben Jahr gelang. Am ersten Sonntag im Juli führten Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition von morgens bis abends 180 Besucher durch den Lehrstollen. Zeitversetzt in zwei Gruppen zu 15 Personen zeigten sie den Gästen, wie im Bergwerk „Friedrich Heinrich“ Kohle abgebaut wurde.

Was beim niederrheinischen Radwandertag klappte, soll auch bei der Landesgartenschau funktionieren, allerdings nicht nur am ersten Sonntag im Juli, sondern jeden Samstag, Sonntag und Feiertag.

Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend stellten Norbert Ballhaus als Vorsitzender und Klaus Deuter als Leiter des Teams Lehrstollen die Überlegungen ausführlich vor. „Es geht um 52 Tage“, berichtete der Vorsitzende in der Gaststätte „Altes Kasino“ an der Ringstraße. „Die Vormittagsschicht dauert von 10 bis 13 Uhr, die Nachmittagsschicht von 15 bis 18 Uhr. Alle halbe Stunde beginnt eine Führung. Die Gruppengröße ist auf 15 Personen beschränkt.“ 180 Personen können so ab dem 17. April, wenn die Landesgartenschau beginnt, jeden Samstag, Sonntag und Feiertag den Lehrstollen besichtigen. Bis zum 11. Oktober, wenn sie schließt, wären es mehr als 10.000, zumal die Fördergemeinschaft auch unter der Woche Führungen anbieten will, unter anderem für Schulklassen. In den vergangenen Jahren besuchten immer um die 3.000 Besucher den Lehrstollen.

Ballhaus hält die Nachfrage viel größer als das Angebot, vor allem bei der Extraschicht am 27. Juni, bei der Kamp-Lintfort nach langer Pause erstmals wieder dabei ist. „Wir gehen von einem großen Nachhall aus. In den nächsten Jahren werden viele kommen, die während der Laga nicht den Lehrstollen besuchen konnten.“

Um Besucher durch den Lehrstollen führen zu können, sucht die Fördergemeinschaft noch Ehrenamtliche. „Es haben sich schon 64 Personen gemeldet“, berichtete Ballhaus. „Ideal wären 100.“ Deuter ergänzte: „Wir benötigen nicht nur Personen, die den Lehrstollen zeigen. Wir benötigen auch Personen, die die Helme ausgeben und aufpassen.“

Auch das Museumshaus in der Nähe des Alten Marktes sucht weitere Ehrenamtliche. „In diesem Jahr haben wir an den Sonntagen während der Sommerferien geöffnet“, berichtet Jörg Kaenders, der den Betrieb des Museumshauses organisiert. „Wir freuen uns über weitere Mitstreiter.“

Quelle:

RP-online vom 16.01.2020 von Peter Gottschlich

Bürgermeisterempfang am 12.01.2020

Neujahrsempfang am 12.01.2020 in der Stadthalle in Kamp-Lintfort

Landscheidt: „Ich bin stolz auf meine Stadt“

Am Tag nach der Demo der Partei „Die Rechte“ gegen ihn begrüßte der Kamp-Lintforter Bürgermeister mehr als 450 Gäste auf dem Neujahrsempfang. Ob er 2020 wieder als Bürgermeister kandidiert, ließ er offen.

„Ich bin stolz auf meine Stadt.“ Mit diesen Worten ließ Bürgermeister Christoph Landscheidt am Sonntag seine Neujahrsrede enden und zeigte sich in der Stadthalle „zutiefst beeindruckt“ von dem großen Engagement seiner Mitbürger. Etwa 1.000 Kamp-Lintforter hatten am Samstag als Antwort auf eine von der Partei „Die Rechte“ angemeldete Demo gegen Christoph Landscheidt in einer sehr kurzfristig organisierten Kundgebung Flagge gegen Rechts gezeigt.

Das einzige, das gegen Hass, Hetze, den Verlust jeglichen Respekts gegenüber anderen Menschen bis hin zur Bedrohung und Gewalt gegen Kommunalpolitiker helfe, sei „das Grandiose, das am Samstag in unserer Stadt passiert ist: das Zusammenstehen für die demokratische Sache“, sagte der Bürgermeister. Er gab sich am Sonntag betont gelassen, bezog aber auch Stellung dazu, warum er den großen Waffenschein beantragt hatte.

Landesgartenschau

Christoph Landscheidt unterstrich in seiner Neujahrsrede die Bedeutung der Landesgartenschau, die am 17. April startet, für die Stadt Kamp-Lintfort: „Nicht einmal ein Jahrzehnt nach der Schließung der Zeche im Herzen unserer Stadt errichten wir einen neuen Stadtteil mit dem Namen Friedrich Heinrich.“ Gebaut würden auf dem ehemaligen Zechenareal schon bald 800 neue Wohneinheiten, Bergbauzentrum, FabLab der Hochschule Rhein-Waal, Streichelzoo Kalisto, eine Kita im Schirrhof und ein Bahnanschluss entstünden bereits.

Stadthalle

Der Neujahrsempfang fand in der frisch sanierten Stadthalle statt. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich laut Landscheidt auf deutlich mehr als vier Millionen Euro. Erneuert wurden Brandschutz und Lüftungsanlage. Der Elektro-Bereich wurde komplett saniert.

„Es ist schon ziemlich belastend, in den Weiten des Internets als kriminellster Bürgermeister Deutschlands massiv angefeindet und bedroht zu werden“, erklärte er. Der Bürgermeister hatte, wie bereits berichtet, im Frühjahr 2019 im Europawahlkampf rechtsradikale Plakate abhängen lassen. „Und werde deswegen auch noch von der Justiz des Landes wegen Sachbeschädigung und Wahlfälschung bis zum heutigen Tag verfolgt“, erläuterte Landscheidt und fügte hinzu: „Vielleicht war es auch mein juristisch-sportlicher Ehrgeiz, dann wenigstens von der Polizei des Landes bestätigt zu bekommen, dass ich ein „erheblich gefährdeter Hoheitsträger“ bin. Nur im Waffenrecht gibt es nämlich diesen Begriff.“ Deshalb habe er es auch auf die gerichtliche Klärung ankommen lassen.

Am Sonntag wertete Christoph Landscheidt seinen Antrag auf einen Waffenschein, den die Partei „Die Rechte“ zum Anlass für ihre Demo genommen hatte, als Anekdote, die „in Wahrheit nur ein Nebenschauplatz ist, am Ende vielleicht auch eine notwendige Provokation“.

Er versicherte, dass er künftig nicht „aus Angst vor diesem rechten Mob bewaffnet durch die Straßen Kamp-Lintforts laufen“ werde. Nachdem fast 1.000 Menschen auf dem Prinzenplatz 30 Rechtsradikale mit ihrer Kundgebung, ihrer Präsenz und ihren Argumenten verdrängt hätten, sei er sicher, von einem Waffenschein unter diesen Umständen keinen Gebrauch zu machen. Landscheidt bat seine Zuhörerschaft, sich bei der Kommunalwahl am 13. September für die demokratischen Parteien und ihre Vertreter im Stadtrat zu entscheiden. „Die manchmal berechtigte Kritik und meist maßlos übertriebene Verzweiflung an unserer Demokratie kann gar nicht so groß sein, dass man für eine originär faschistische Partei seine Stimme verschleudern müsste“, sagte er.

In der Neujahrsrede ließ Christoph Landscheidt, der seit 20 Jahren in Kamp-Lintfort als Bürgermeister im Amt ist, eine Frage jedoch unbeantwortet: Wird er noch einmal für die SPD um das Bürgermeisteramt in der Kloster- und Hochschulstadt kandidieren? Die Antwort darauf wird er zuerst den Mitgliedern des SPD-Stadtverbandes am nächsten Donnerstag geben.

Quelle: RP-Online vom 12. Januar 2020 von Anja Katzke   

2019

Barbarafeier am 04. Dezember 2019 im Josef-Jeurgens-Haus in Kamp-Lintfort

Nahezu 90 Gäste waren der Einladung zur diesjährigen Barbarafeier gefolgt. Pünktlich um 18:00 Uhr war Einlass. Zur Begrüßung überreichten Klaus Deuter und Norbert Matek den Damen eine Amaryllis und einen Barbarazweig. Der Saal war festlich geschmückt, viele Gäste waren standesgemäß im Bergkittel erschienen. Der erste Vorsitzende Norbert Ballhaus eröffnete die Feier und begrüßte alle Gäste mit dem Bergmannsgruß „Glückauf“, und wünschte allen einen unterhaltsamen Abend. Als Redner traten auf: der Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt, der stellvertretende Landrat Heinrich Friedrich Heselmann, der erste Vorsitzende des Landesverbandes der Berg- und Knappenvereine Nordrhein-Westfalen Johannes Hartmann, der IG BCE Bezirksvorstand Niederrhein Matthias Jakobs und der Kassierer vom GMGV-Moers Frank Heinrich.

Das Rheinpreussen-Orchester unter der Leitung von Bernd Franken rundete die Veranstaltung durch ihre musikalischen Darbietungen ab.

Norbert Ballhaus präsentierte mit viel Stolz Jonas Göbel, der mit 15 Jahren unser jüngstes Vereinsmitglied, sowie Helmut Beier, der mit 86 unser ältestes Vereinsmitglied des Abends war.

Der Vorstand gratulierte 4 Personen zu ihrer 25-jährigen Mitgliedschaft in der Fördergemeinschaft. Es handelte sich hierbei um:

Dr. Gunter Hagen,
Dieter Klaus,
Frank Obermeier und
Gerd Stenger.

Dann wurde das Raumlicht gelöscht. Unter stimmungsvoller Beleuchtung zahlreicher Grubenlampen wurde mit musikalischer Begleitung des Rheinpreussen-Orchesters das traditionelle Steigerlied gesungen.

Julia Ballhaus, Tochter unseres ersten Vorsitzenden, wurde auf die Bühne gebeten. Sie bot die Lieder „Candle in the wind“ von Elton John sowie „Auf das was da noch kommt“ von LOTTE & Max Giesinger gekonnt dar. Der zweite Vorsitzende Dr. Christoph Müllmann bedankte sich bei der jungen Sängerin mit einem großen Blumenstrauß.

Hiermit war das offizielle Programm beendet. Helmut Beier eröffnete das Buffet und alle Gäste konnten sich stärken. Anschließend rundeten viele Gespräche in gemütlicher Atmosphäre die schöne Veranstaltung ab.

Anmerkung: Fotos von Hans-Dieter Stuckart

Barbara-Gottesdienst am 04.Dezember 2019 in der St. Josef-Kirche in Kamp-Lintfort

Seit 2014 ist es Tradition, dass eine Abordnung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – standesgemäß im Bergkittel mit Schachthut und brennender Grubenlampe – am 04. Dezember 2019 um 16:00 Uhr im Foyer des AWO-Seniorenzentrums in Kamp-Lintfort, Markgrafenstraße 11 eintreffen, um mehr als 20 Bewohnerinnen und Bewohner abzuholen. Die Bewohner warteten bereits warm gekleidet auf die Bergleute. Norbert Ballhaus begrüßte die Gruppe mit einem herzlichen „Glückauf“. Zur Freude der Bewohner wurden drei Strophen des Steigerliedes gesungen, wofür die Heimleitung die Bergleute standesgemäß mit einem Schnaps belohnte.

Dann ging es los: Die Bergleute geleiteten die Teilnehmer als geschlossene Gruppe mit ihren Rollatoren und Rollstühlen zur benachbarten St. Josef-Kirche. Dort angekommen, erhielten die Seniorinnen und Senioren bereits reservierte Logenplätze in der ersten Reihe vor dem Altar. Pünktlich um 17:00 Uhr begann der ökumenische Gottesdienst zu Ehren der heiligen Barbara in der St. Josef-Kirche. Mitglieder vom Bergknappenverein Sevelen 1923, vom Knappenverein Glück-Auf-Xanten und Umgebung e.V., von der St. Josef-Schützenbruderschaft Kloster Kamp e.V., vom Schützenverein Eintracht Altfeld-Saalhoff 1911 e.V. und von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. versammelten sich im Eingangsbereich. Nachdem die Geistlichkeit den Raum betreten hatte, zogen die Vereine in die gut besetzte Kirche ein. Der ökumenische Gottesdienst wurde zelebriert vom Pfarrer Tomasz und vom Pastor Basteck. Das Rheinpreussen-Orchester unter der Leitung von Bernd Franken rundete die Messe durch ihre musikalischen Darbietungen ab.

Zum Abschluss des Gottesdienstes fand ein feierlicher Auszug aller Mitwirkenden statt. Die Seniorinnen und Senioren wurden selbstverständlich wieder zum Seniorenzentrum zurückgebracht, was allen Beteiligten viel Freude bereitet hat. Die Teilnehmer, die über Eintrittskarten zur anschließenden Barbarafeier verfügten, gingen zu Fuß zum benachbarten Josef-Jeurgens-Haus.

Anmerkung: Fotos von Hans-Dieter Stuckart  

Mitgliederversammlung am 27.11.2019 im Alten Kasino in Kamp-Lintfort

Fördergemeinschaft sucht Führer für Lehrstollen. Die Landesgartenschau 2020 wirft ihren Schatten voraus. „Schon jetzt haben wir Anfragen für Führungen durch den Lehrstollen“, berichtete Norbert Ballhaus als Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition am Mittwochabend. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Laga GmbH.“ Bei der Jahreshauptversammlung, die für den 15. Januar 2020 geplant sei, werde eine Aktion gestartet, um neue ehrenamtliche Führer zu gewinnen, kündigte er bei einer Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Altes Kasino“ an. Diese können Laga-Besuchern im Lehrstollen die Welt untertage näherbringen –  „Wir brauchen viele Helfer bei der Begleitung im Lehrstollen“, unterstrich er.

Die Erweiterung und der Umbau des Lehrstollens seien fast abgeschlossen. „Es liegen noch einige Restarbeiten an, zum Beispiel beim zweiten Fluchtweg“, berichtete der Vorsitzende. Das gelte auch für das Vereinsgebäude, das innen „zu 96 Prozent“ fertiggestellt sei. Außen fehlten noch die Anschlüsse ans Strom-, Abwasser- und Fernwärmenetz. Deren Installation hätte sich etwas verzögert. Jetzt sei geplant, die Vereinsräume, die in der ersten Etage im Schirrhof Platz finden, Anfang nächsten Jahres an die Netze anzuschließen. In einem 15 Minuten langen Film, der vom neuen Mitglied Hans-Dieter Stuckart gedreht wurde, konnten 60 Mitglieder der Fördergemeinschaft schon einmal in diese Räume schauen. Möbel und Vitrinen sind aufgebaut. „Es dauert drei Monate, Räume, Schränke und Vitrinen einzuräumen“, erläuterte Norbert Ballhaus. „Anfang nächsten Jahres soll es losgehen. Die Kartons sind genau beschriftet.“

Anfang des neuen Jahres soll auch das Pumpenhaus fertiggestellt sein, das sich dem Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee anschließt. Wie der Schirrhof und das Museum Haus des Bergmanns, das an der Ebertstraße liegt, ist es Teil des Zentrums für Bergbautradition. Im Pumpenhaus sollen Besucher einen ersten Eindruck erhalten, wie der Bergbau nicht nur das Arbeitsleben geprägt hat, sondern auch das Familien- und Vereinsleben. Christoph Müllmann als stellvertretender Vorsitzender der Fördergemeinschaft und Beigeordneter der Stadt, berichtete, dass die Arbeiten im Zeitplan liegen würden.

Quelle: Rheinische Post vom 29.11.2019, Bericht von Peter Gottschlich

Volkstrauertag am 17. November 2019

Volkstrauertag – Bedeutung und Brauchtum

Am Volkstrauertag im November gedenken wir der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Als stiller Feiertag genießt der Tag besonderen gesetzlichen Schutz und bietet Gelegenheit zur Einkehr und Besinnung. Volkstrauertag ist jedes Jahr am zweitletzten Sonntag vor dem Ersten Advent. Er fällt damit immer in die zweite Novemberhälfte.

 

Bedeutung des Volkstrauertags

Der Volkstrauertag ist heute ein bundesweiter Gedenktag für die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft auf der ganzen Welt. In den meisten Bundesländern sind seine Inhalte gesetzlich allerdings nicht festgelegt, so dass sich der Focus bei den Feierlichkeiten über die Jahre immer wieder verändert hat. So wurde von den 1950er bis in die 1980er Jahre vor allem um die gefallenen deutschen Soldaten getrauert. Später rückten die Opfer des Nationalsozialismus in den Mittelpunkt. Heute wird allgemein der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror gedacht und auch verstärkt auf aktuelle Entwicklungen Bezug genommen.

 

Feierlichkeiten am Volkstrauertag

Traditionellerweise findet am Volkstrauertag eine zentrale Gedenkstunde im Bundestag statt. Zu dieser Gedenkstunde sind der Bundespräsident, der Bundeskanzler, das Kabinett und das Diplomatische Corps anwesend. Der Bundespräsident spricht ein offizielles Totengedenken und kann dabei durch Bezugnahme auf aktuelle Entwicklungen eigene Schwerpunkte setzen. Die Nationalhymne wird gespielt.

Parallel dazu finden an diesem Feiertag eigene Gedenkstunden und Kranzniederlegungen in vielen Städten und Gemeinden statt.

 

Feierlichkeiten an der Kriegsgräberstätte Niersenberg

Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition gehörte auch in diesem Jahr ebenso wie Vertreter der Stadt Kamp-Lintfort, des Deutschen Roten Kreuzes, der Feuerwehr, der Reservistenkameradschaft der Bundeswehr, der Schützenvereine und der Bruderschaften sowie interessierte Bürger zu den Teilnehmern an der Gedenkfeier, welche der Ortsverband Kamp-Lintfort des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Jahr für Jahr auf dem Gelände der 1954 eingeweihten Kriegsgräberstätte Niersenberg ausgerichtet..

Das musikalische Rahmenprogramm der diesjährigen Veranstaltung gestalteten der Posaunenchor Hoerstgen und der Trompetensolist Heinz-Wilhelm Anhamm. Die Ansprachen hielt Pfarrer Stefan Maser und der Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt.

Die Abordnung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, die im Bergkittel mit Schachthut und schwarzer Feder sowie brennender Grubenlampe teilnahm, legte einen eigenen Kranz nieder.

Erntedankgottesdienst am 12. Oktober 2019 in Kamp-Lintfort

St. Josef feiert Erntedank auf dem Hoogenhof. Am Samstag fand das Erntedankfest der Kirchengemeinde St. Josef Kamp-Lintfort in der Reithalle des Reitervereins Seydlitz Kamp statt. Nach dem Gottesdienst verwandelte sie sich in ein geräumiges Landcafé.
Gebannt schauen die Kindergartenkinder der fünf Einrichtungen vom Familienzentrum St. Josef auf das Geschehen in der Reithalle vom Reitverein Seydlitz Kamp. Sie haben für den Erntedankgottesdienst auf dem Hoogenhof in Saalhoff Kürbisse, Tomaten, Möhren und Äpfel mitgebracht und diese auf die Strohballen zu den anderen Früchten gelegt. Wieder steht der Nachwuchs der katholischen Kirchengemeinde St. Josef im Vordergrund und leistet einen aktiven Part beim traditionsreichen Gottesdienst. Später wird es das Spiel der Handpuppen mit Anna und ihrer Oma sein, die sich über die Bedeutung vom Erntedankfest unterhalten. Längst haben Diakon Werner Hüning und Pfarrer Markus Thomalla die Gottesdienstbesucher singend auf das besondere Fest eingestimmt. „Herein, herein, wir laden alle ein“, so ihre Aufforderung.
Die Vertreter der Bruderschaften von Kamp-Lintfort mit ihren Schützenkönigen, die Bergleute von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition wie auch die Fahnenschwenker geben dem Familiengottesdienst den besonderen Rahmen. Es ist mucksmäuschenstill. Doch von Aufregung ist bei den Kleinsten keine Spur, „weil wir das Thema gut vorbereiten und die Lieder bekannt sind“, sagt Erzieherin Carmen Möller. „Die Kinder erleben, wie der Glaube und unser christliches Kulturgut weitergegeben und gelebt werden“, ergänzt Einrichtungsleiterin Manuela Kempkes. Zum 14. Mal bietet die Reithalle die stimmungsvolle Kulisse für den Gottesdienst, immer ein Wochenende nach den Feierlichkeiten zum Erntedank in der Kirchengemeinde.
Die Besonderheit dieses Familiengottesdienstes ist weit über die Stadtgrenze bekannt. Elisabeth Portner stehen später die Tränen in den Augen. „So etwas Schönes“, sagt sie gerührt. Mit ihrer Tochter ist sie aus dem Duisburger Raum angereist. „So eine große Gemeinschaft haben wir in Duisburg nicht mehr“, sagt ihre Tochter Annemarie Stiehl. „Vor allem die alten bekannten Lieder sind geblieben“, freut sie sich. Laura Weimann ist zum ersten Mal dabei und hat einen besonderen Bezug zu diesem Gottesdienst, „weil unsere Tochter Laura zu den Kindergartenkindern gehört“, verrät sie. Der Familiengottesdienst macht ihr Spaß, zeigt er doch auch, dass Kirche anders kann.
Ob mit dem Kinderwagen oder mit den Rollatoren, nach dem Gottesdienst ist mächtig Bewegung in den Reihen. Das Ziel ist die Wiese, wo sich die jungen Fahnenschwenker aufgestellt haben. In Windeseile und mit wenigen Handgriffen verwandelt sich derweil die Reithalle in ein riesiges Landcafé. Kaffeeduft liegt über den langen Kaffeetafeln. Die Landfrauen sorgen für die Bewirtung mit Kuchen oder bieten Zwiebelkuchen und Federweißer an. Vor der Reithalle glüht bereits der Grill. Die Salatbar ist gut bestückt. Alles deutet auf ein ausgiebiges, gemütliches Beisammensein in ländlich-familiärer Gemeinschaft hin. Mittendrin ist Dieter Dormann, Brudermeister der einladenden St. Michael Bruderschaft Saalhoff. Zufrieden ist er. Mehrere hundert Gottesdienstbesucher, Jung und Alt, können sich nicht irren.Nach der Großfusion zur Großgemeinde St. Josef Kamp-Lintfort haben die Saalhoffer Jungschützen den Familiengottesdienst zum Erntedank aus der Taufe gehoben. Von Anfang an war die Reithalle vom Hoogenhof Ort der Begegnung. Der Erlös des Festes ist für drei verschiedene karikative Zwecke bestimmt.Quelle:
RP-Online vom 13.10.2019 / Sabine Hannemann

Zentrum für Bergbautradition in Kamp-Lintfort

Im Bereich der ehemaligen Ausbildung des Bergwerks West entsteht ein Zentrum für Bergbautradition. Das Pumpenhaus wird zu einem Informationszentrum ausgebaut. Auf die Besucher wartet dort ein Streifzug durch die Bergbaugeschichte. Der Schirrhof wird künftig eine Freiluftausstellung beherbergen. Zum Zentrum gehört auch der Lehrstollen.
Langzeitarbeitslose bringen Loks in Schuss

Elf Teilnehmer einer Maßnahme vom Jobcenter und TÜV Nord haben das neue Vereinsheim der Fördergemeinschaft renoviert. Zurzeit entrosten sie Lokomotiven aus dem Untertagebetrieb.Mit drehenden Drahtbürsten entrosten die Teilnehmer des Projekts „Lehrstollen 2019“ zurzeit eine Lokomotive und zwei Waggons, die einst untertage über die Gleise rollten. Wenn sie damit fertig sind, werden sie diese grundieren und lackieren. „Arbeit ist noch genug da“, sagt Norbert Ballhaus als Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein.

Das Projekt „Lehrstollen 2019“ hat Ende des Monats Halbzeit. Es wurde von der Stadt gemeinsam mit dem Jobcenter Kreis Wesel, dem TÜV Nord Bildung und der Fördergemeinschaft initiiert. Von Anfang Juli bis Dezember schafft es Arbeitsgelegenheiten für Arbeitssuchende mit Vermittlungshemmnissen. In den ersten Wochen renovierten die Teilnehmer die neuen Räume der Fördergemeinschaft, die im Obergeschoss des südlichen Teils des Schirrhofes an der Friedrich Heinrich Allee liegen.

Die elf Männer im Alter von 28 bis 58 Jahren stellten einige neue Innenwände in Trockenbauweise auf, tapezierten Wände und strichen diese. Sie bauten Regale auf, in denen demnächst die Bücher und Materialien Platz finden, die zurzeit noch in Kartons lagern. Sie stellten Vitrinen auf, in denen bald ein Teil der 750 Grubenlampen der Fördergemeinschaft ausgestellt wird. In den letzten Wochen entrosteten sie Lokomotiven und Waggons, von denen sie schon die ersten grundiert und lackiert haben. „Ziel der Zusammenarbeit ist es, den arbeitslosen Menschen eine neue berufliche Perspektive zu bieten und sie dann erfolgreicher in den Arbeitsmarkt integrieren zu können“, erläutert Jobcenter-Bereichsleiterin Angela Preuß das niederschwellige und praxisorientierte Projekt. TÜV-Nord-Ausbilder Wolfgang Baum unterstreicht: „Die Teilnehmer organisieren sich selber, planen und führen durch.“ Sie hätten unterschiedliche Charaktere und würden sich ergänzen, zum Beispiel als Trockenbauer, Maler oder Schlosser. So würden sie neue Fähigkeiten entwickeln.„Wir sind froh, dass das Jobcenter, der TÜV Nord und die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition uns bei diesem großartigen Projekt unterstützten“, erklärt Christoph Müllmann. „So können wir die Tradition des Bergbaus erhalten und geben den Teilnehmern gleichzeitig eine Chance, sich zu entwickeln.“ Der Beigeordnete, der auch für das Soziale zuständig ist, ist stellvertretender Vorsitzender der Fördergemeinschaft und hatte die Idee zum Projekt „Lehrstollen 2019“.

Als er dieses mit allen Beteiligten vorstellte, kam grünes Licht für eine Verlängerung. „Wir stellen Mittel für eine Anschlussmaßnahme bereit“, versicherte Angela Preuß. Norbert Ballhaus wies auf Außenarbeiten hin, die dann von den Teilnehmern erledigt werden könnten. Dazu zähle zum Beispiel ein gusseiserner Zaun, der entrostet und hinter dem Pumpenhaus neu aufgestellt werden solle. Pumpenhaus, Lehrstollen und Schirrhof würden das Zentrum für Bergbautradition bilden, das auch nach der Laga 2020 Bestand habe.

Quelle:Rheinische Post vom 18.09.2019 / Peter Gottschlich

47. Landeskirchschicht in Geldern am 15.09.2019 - Geldern sagt „Glück auf!“

Geldern sagt “Glück Auf!”

 

600 Bergleute besuchten am Sonntag die Drachenstadt. „Glück Auf Geldern“ war nach zwölf Jahren wieder Gastgeber der Landeskirchschicht.

„Glück auf!“, hieß es am Sonntag in Geldern. Das große Fest des Landesverbandes der Berg- und Knappenvereine Nordrhein-Westfalen kam nach zwölf Jahren bei kaiserlichem Wetter wieder zurück in die Drachenstadt. Bei der Landeskirchschicht versammelten sich rund 600 in schwarzer Bergmannstracht gekleidete Bergleute – viele mit einem Schachthut, einer Wetterlampe (Grubenlampe) sowie einem Fahrstock (Meterlatte) – an der Stauffenbergstraße vor dem Restaurant Lindenstuben in Geldern.

Bereits um 11 Uhr wurden die gastierenden Kameraden vom Rheinpreussen-Orchester musikalisch vor dem Eingang der Gaststätte mit einem Marsch-Potpourri, das vom deutschen Komponisten Walter Tuschla zusammengestellt wurde, in Empfang genommen. Am weißen Pavillon „Schichtmeister“ gab es Wertmarken zu kaufen, mit denen man sich so manchen Gaumenschmaus genehmigen konnte. Von Currywurst-Pommes, über Flammkuchen, bis hin zu Obst- und Sahnekuchen reichten die vom Geldener Verein kredenzten Speisen, deren Erlöse – wie der stellvertretende Vorsitzende Jörg Molderings erzählte – allesamt in die Jugendkasse gehen.Im Laufe der Jahre wurden unterschiedliche Grubenlampen entwickelt. Einige von ihnen können nicht nur Licht spenden, sondern auch den ungefähren Methan-Gehalt in der Luft bestimmen. Je nach Höhe der Flamme in der Lampe wussten die Bergmänner, ob die „Wetter“ (unter Tage wird die Luft als „Wetter“ bezeichnet) einen kritischen Methanwert aufweisen.

In Geldern wurde im Jahr 1947 der Bergknappenverein und Jugendspielmannszug „Glück Auf Geldern 1947/67“ gegründet. Auch wenn es in Geldern selbst kein Bergwerk gab, waren zahlreiche Bergleute zur Zeit der Vereinsgründung in Geldern beheimatet, berichtet Johannes Hartmann, Vorsitzender des gastgebenden Vereins sowie des Landesverbandes. Bürgermeister Sven Kaiser erinnert sich auch noch genau an die Zeit zurück, als in der Region intensiv Bergbau betrieben wurde: „Als ich Schüler war, hat ein Bus die Bergleute direkt von hier zum Bergwerk gebracht.“Anstecknadeln mit dem Logo der 47. Landeskirchschicht konnten für drei Euro bei den jüngsten Nachwuchs-Knappen, die durch die Reihen der Bergmänner liefen, erworben werden. „Das ist ein beliebtes Sammlerobjekt“, erzählte der Bochumer Bergmann Werner Nettler vom Verein „Glückauf Gerthe 1891“ über die jährlich zum Fest angefertigten Anstecknadeln. Im Jahr 2013 waren er und seine Bergmanns-Kameraden aus Bochum Gastgeber für Hunderte Bergknappen aus ganz NRW.

Am vergangenen Sonntag fanden Bergleute aus 42 unterschiedlichen Vereinen ihren Weg nach Geldern. „Wir sind heute mit 21 Knappen hier“, berichtete Nettlers Vereinskamerad Jürgen Niedringhausen. Auch im nächsten Jahr wollen sie wieder mit dabei sein, wenn die Landeskirchschicht in Kamp-Lintfort gefeiert wird.Gegen 13:15 Uhr positionierten sich alle Knappen und Spielmannszüge auf der wenige Schritte entfernten Straße Köln-Mindener-Bahn zur Bergparade, um von dort aus samt Marschmusik in Richtung Maria Magdalena zu marschieren. Um Punkt 13:30 Uhr erschienen die rund 600 Bergleute in pünktlicher Bergmanns-Manier an der Maria-Magdalena-Kirche. Vor dem Seiteneingang des Gotteshauses reihten sich die 42 Fahnenträger der Vereine auf, während die anderen Kameraden sich bereits einen Platz im Gotteshaus suchten.

Um kurz nach 14 Uhr startete der Bergmannsgottesdienst mit Pfarrer Arndt Thielen. Gegen 15 Uhr traten die Bergleute den Rückmarsch an, um bei gemütlichem Beisammensein den Nachmittag und Abend ausklingen zu lassen.

Quelle:

Rheinische Post vom 16.09.2019 / Christian Kaspers

Mitgliederversammlung am 10.07.2019

Jede Menge Arbeit für die Kumpel in Kamp-Lintfort

Umzug, Umbau, Landesgartenschau: Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition will während der Laga für einen besonderen Höhepunkt sorgen.

Das dürfte selbst im Jahr der Landesgartenschau ein besonderer Höhepunkt werden: Zur Landeskirchschicht, die im nächsten Jahr am 10. Mai in Kamp-Lintfort stattfinden wird, soll es auch eine Bergmannsparade entlang der Friedrich-Heinrich-Allee geben: „Wir wollen, dass nicht nur die Besucher auf dem Gelände der Landesgartenschau etwas davon haben, sondern auch die Kamp-Lintforter“, so der Vorsitzende der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, Norbert Ballhaus, auf der Mitgliederversammlung des Vereins am Mittwochabend im Alten Kasino.

Nicht nur die Landesgartenschau, auch der Umzug des Vereins vom Knappenheim in den Schirrhof beschäftigt die Kumpel aktuell ― und fordert großen Einsatz. „Die Renovierung im Vereinsheim läuft seit dem 2. Juli auf Hochtouren“, brachte Ballhaus die Vereinsmitglieder auf den Stand der Dinge. Dass Umzug und Renovierung sogar schneller als geplant voran kämen, habe man auch dem vorbildlichen Einsatz von sechs Langzeitarbeitslosen zu verdanken, die der Fördergemeinschaft im Rahmen eines Projekts des TÜV Nord tatkräftig zur Seite stehen.

Etliche hundert Schichten für die Landesgartenschau

Ebenso planmäßig laufen die Umbauarbeiten im Pumpenhaus, wie Christoph Müllmann, Erster Beigeordneter der Stadt und 2. Vorsitzender der Fördergemeinschaft, berichtete. Im Oktober soll das Pumpenhaus so weit fertig sein, dass mit der Einrichtung des Museums begonnen werden könne. Für den Lehrstollen werde die Baugenehmigung erwartet, um die vorgeschriebenen Notausgänge zu schaffen. Dass der Schirrhof nicht komplett bis zur Landesgartenschau fertig wird, ist seit Längerem klar. Aber zumindest das Außengelände soll bis zur Gartenschau fertig werden. Dafür sollen die Bergbau-Gerätschaften so weit hergerichtet werden, dass sie „für Besucher vernünftig erklärt werden können“, so Müllmann. Auch dafür bekommt der Verein Unterstützung über das Langzeitarbeitslosenprojekt des TÜV Nord. Für die Remisen ist zunächst geplant, sich Ausstellungsstücke aus dem Bergbaumuseum Bochum zu leihen.

„Wir werden uns an vielen, vielen Ecken verstärken müssen“, sagte Ballhaus mit Blick auf die Landesgartenschau und die geplanten Führungen im Lehrstollen und im Haus des Bergmanns: Im Laga-Jahr werde man auf „etliche hundert Schichten kommen“, machte Ballhaus deutlich.

Die Fotoausstellung „Schicht am Schacht“ (unter anderem mit Fotografien von Dirk Thomas von der Fördergemeinschaft) ist ab dem 09. August im Altenwohn- und Pflegeheim Gatherhof in Krefeld zu sehen.

Quelle: WAZ vom 11.07.2019, Bericht von Gabi Gies

Fronleichnam am 20.06.2019

Fronleichnam ist ein besonderer Feiertag in der katholischen Kirche. Er wird zehn Tage nach Pfingsten gefeiert, welches wiederum 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. In Nordrhein-Westfalen ist er ein gesetzlicher Feiertag.

Wie auch Pfingsten steht der Feiertag in engem Zusammenhang mit Ostern. Der Tag vor der Kreuzigung, der Gründonnerstag, gilt als der Tag des letzten Abendmahls. Fronleichnam wird an dem Fest, dass sich aus den mittelhochdeutschen Worten für Herr und Leib zusammensetzt, gedacht.

In der katholischen Kirche wurde bereits 1215 festgelegt, dass bei der Wandlung eine Hostie zum Leib Christi gewandelt wird. Bei der Feier der Eucharistie, also der Danksagung, nehmen die Gläubigen in Form von Brot und Wein den Leib des Herrn zu sich. Fronleichnam ist eng verwandt mit der Eucharistie und dient als Fest des Altarsakramentes. Für Menschen katholischen Glaubens ist es wichtig, Glaubenselemente mit materiellen Elementen zu verankern. Diese Knüpfung wird an der Eucharistie deutlich: Sie ist ein Übergang von subjektiver zu objektiver Vergegenwärtigung Gottes.

Vielerorts wird der Gottesdienst im Freien, etwa auf öffentlichen Plätzen gefeiert. An die Heilige Messe schließt sich in der Regel die Prozession an, bei der die Gläubigen vom Priester und Diakon getragene Monstranz mit dem Allerheiligsten — einer konsekrierten Hostie — in einem Festzug unter Gebet und Gesang durch die Straßen begleiten. Die Monstranz wird dabei von einem „Himmel“ genannten Stoffbaldachin beschirmt.

Auch in diesem Jahr, am 20.06.2019, nahm die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition an der Fronleichnamsprozession der Pfarrgemeinden in Kamp-Lintfort teil. Unsere Kollegen Jörg Kaenders, Reinhold Erdmann, Manfred Braems und Horst Lenzen begleiteten die Prozession mit der Vereinsfahne. Die Betstelle auf dem Prinzenplatz wurde von den Mitgliedern der Fördergemeinschaft ausgerichtet. Gut sichtbar präsentierten die ehemaligen Bergleute ein Bergbau-Modell „Die letzte Schicht“, die Heilige Barbara als Holzfigur, mehrere brennende Wetterlampen und zwei Pflanzkübel. Die Kollegen Hennes Penker, Horst Müller, Herbert Gratzer, Egon Häusler und Helmut Beier waren traditionell im Bergkittel mit Schachthut erschienen, und trugen jeweils eine brennende Grubenlampe.

An unserer Betstelle wurde ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgetragen, ferner wurde der sakramentale Segen in alle Himmelsrichtungen und über die Stadt erteilt.

Anschließend zog die Prozession weiter zum Josef-Jeurgens-Haus.

Übergabe des Förderbescheides zur Sanierung des Pumpenhauses am 23.05.2019

NRW-Stiftung fördert Pumpenhaus-Umbau mit 250.000 Euro

Kamp-Lintfort. Franz-Josef Lersch-Mense, Vorstandsmitglied der Stiftung, überbrachte am Donnerstag die Förderurkunde und informierte sich über den aktuellen Stand.

Der Besucher aus Düsseldorf kam nicht mit leeren Händen. Franz-Josef Lersch-Mense, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, hat am Donnerstag persönlich eine Förderzusage in Höhe von 250.000 Euro überbracht: Damit unterstützt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung den Umbau des denkmalgeschützten Pumpenhauses zu einem Informationszentrum für Bergbaukultur im ehemaligen Ausbildungsbereich des Bergwerks West in Kamp-Lintfort. Die NRW-Stiftung lobt damit insbesondere das ehrenamtliche Engagement der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein, die sich mit ihren 600 Mitgliedern für den Erhalt der Bergbaugeschichte stark macht.

Mit Blick auf die Landesgartenschau im nächsten Jahr möchte der Verein das Gebäude barrierefrei ausbauen und darin eine zentrale Informationsstelle einrichten. Christoph Müllmann, Erster Beigeordneter und stellvertretender Vorsitzender der Fördergemeinschaft, und Bürgermeister Christoph Landscheidt erläuterten dem Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, wie die Fördermittel konkret eingesetzt werden. Das 1922 als Theater für Bergleute errichtete Pumpenhaus diente den Vereinsmitgliedern zuletzt als Treffpunkt und Arbeitsraum. Das denkmalgeschützte Gebäude wird kernsaniert, bekommt neue Fenster und Türen, bevor es an die Inneneinrichtung geht, für die ein interessantes Konzept entwickelt wurde. Auf 136 Quadratmetern können sich die Besucher nicht nur über Angebote zur Bergbautradition in Kamp-Lintfort informieren, sondern erhalten dort auch einen kurzen geschichtlichen Abriss. Lersch-Mense hob gestern vor allem das große ehrenamtliche Engagement im Rahmen des Projektes hervor. Dies sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass die NRW-Stiftung eine solch hohe Fördersumme beschlossen habe. In Kamp-Lintfort unterstützte die NRW-Stiftung auch den Erwerb von Ausstellungsstücken für das Museum Kloster Kamp. Eine weitere Förderung für das Pumpenhaus in Höhe von 300.000 Euro gibt es vom Landschaftsverband Rheinland. Der Umbau des Schirrhofs gegenüber wird voraussichtlich nicht zur Eröffnung der Landesgartenschau fertig gestellt sein. Dort wird unter anderem die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition eine neue Bleibe finden. Die Mitglieder packen bereits die große Sammlung in Umzugskartons.

Quelle:

Rheinische Post vom 24.05.2019, Bericht von Anja Katzke

Maibaumsetzen in Kamp am 30.04.2019

Traditionell findet das Maibaumsetzen auf dem Abteiplatz vor der Begegnungsstätte „Alte Scheune“ statt. Auch in diesem Jahr erfolgte das Aufstellen durch die St. Josef Schützenbruderschaft Kloster Kamp e.V. gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Kamp-Lintfort, Löschzug Kamp. Auch die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. war geladen, deren Vertreter standesgemäß im Bergkittel erschienen waren. Die musikalische Gestaltung übernahm der Männergesangsverein Concordia Kamp unterstützt durch den Männergesangsverein Eintracht Rheurdt.

Zu Ehren der anwesenden Bergleute wurde das Steigerlied gesungen. In diesem Jahr war uns der Wettergott gut gesonnen. Bei Trockenheit und untergehender Sonne wurde der Maibaum mit vereinten Kräften aufgerichtet und ordnungsgemäß gesichert. Hierbei wurden die „Akteure“ durch die Zuschauer lautstark angefeuert. Bei guter Stimmung ergaben sich anschließend noch unterhaltsame Gespräche im Freien. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt.

Spatenstich für den Umbau des Pumpenhauses am 12.04.2019

Bergbautradition in Kamp-Lintfort

Der Umbau des Pumpenhauses startet

RP-online vom 13.04.2019 von Anja Katzke

Kamp-Lintfort. Baustart für das Besucher- und Informationszentrum im Pumpenhaus. Auf dem Arial des Bergwerks West entsteht ein Zentrum für Bergbautradition.

„Glück auf, Glück auf“. Im Pumpenhaus erklingt das Steigerlied, und alle Gäste stimmen ein. Dieser Termin war dazu prädestiniert, die Hymne der Bergleute noch einmal zu singen. Nach umfangreichen Planungen war am Freitag Baustart für den Umbau des Pumpenhauses zu einem Besucherzentrum als ein zentraler Baustein des Zentrums für Bergbautradition. Es entsteht auf dem Areal des ehemaligen Bergwerks West. Dort, wo sich der Schirrhof und Lehrstollen befinden. Die Gäste trafen sich zu einem eher ungewöhnlichen „Spatenstich“. Bürgermeister Christoph Landscheidt und Erster Beigeordneter Christoph Müllmann griffen nicht zum Spaten, sondern zum Hammer, um aus dem Pumpenhaus Steine auszuschlagen. Das Besucher- und Informationszentrum soll spätestens zur Landesgartenschau im April nächsten Jahres eröffnen. „Wir halten die Tradition des Bergbaus aufrecht“, betont denn auch der Bürgermeister und bedankte sich bei allen, die dabei helfen, dass hier ein Zentrum für Bergbautradition entstehen kann. Das Pumpenhaus wird kein Museum, es ist als Informationszentrum vorgesehen. In diesem Gebäude sollen die Besucher künftig empfangen werden und von dort aus auf Führungen durch den Lehrstollen, die Alt- und Beamtensiedlung sowie durch das Haus des Bergmanns gehen, das die Stadt Kamp-Lintfort bereits 2004 zusammen mit der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition eingerichtet hatte. Die Fahrt auf den Förderturm kann man dort dann ebenso buchen. Auf einer Fläche von 105 Quadratmetern erwartet die Besucher im Pumpenhaus außerdem ein Streifzug durch die Bergbaugeschichte. Die Garderobe soll einer Waschkaue nachempfunden sein. Der Ausstellungsbereich ist als ein Themenparcours geplant, in dem zugleich analog und multimedial über Kloster, Kohle, Campus, über den Steinkohlenbergbau in Deutschland, über den Bergmann (Beruf und Berufung), die Geschichte des Bergwerks West von der Gründung bis zur Stilllegung sowie weitere touristische Ziele informiert wird. Es soll eine Filmecke eingerichtet werden, und in der Mitte des Saales will man Teile der Sammlung des Geologischen Museums präsentieren. Die komplette Sammlung des vor einigen Jahren stillgelegten Museums kann im künftigen Informationszentrum  nicht gezeigt werden.

Norbert Ballhaus, Vorsitzender der Fördergemeinschaft, freute sich gestern sehr: Seine Gemeinschaft erhält im Schirrhof nach 30 Jahren im Knappenheim ebenso einen neuen Vereinsstandort. „Wir sind nicht Zollverein in Essen. Wir sind ein Stück bescheidener und authentisch“, erklärte er. „Die Besucher werden hier Geschichten erfahren, um die es wirklich geht – die echten Geschichten aus dem Bergbau.“

Das Büro „Arndt + Seelig Kommunikationsdesign“ hat das Konzept für das Zentrum für Bergbautradition erstellt.

Der Landschaftsverband Rheinland unterstütze nicht nur die Konzepterstellung, sondern fördert auch die Realisierung.

Mitgliederversammlung am 27.03.2019 - Umbauplanung

Fördergemeinschaft plant den Umzug in den Schirrhof

KAMP-LINTFORT. Die erste Phase des Umzuges begann am Karnevalsdienstag. Seitdem packen Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein im Knappenheim an der Schulstraße Kartons, berichtete Vorsitzender Norbert Ballhaus am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung.

Von Peter Gottschlich.  

Die erste Phase des Umzuges hat am Karnevalsdienstag begonnen. Seitdem würden Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein an der Schulstraße Kartons packen und den Inhalt verzeichnen, berichtete Vorsitzender Norbert Ballhaus am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung. Bis zum 15. Juli werde diese Phase abgeschlossen sein. Bis zur Barbarafeier am 04. Dezember sollen die Kartons am neuen Standort im Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee wieder ausgepackt sein, zumindest teilweise. „Wir verkleinern uns“, sagte der Vorsitzende. „Am alten Standort haben wir 700 Quadratmeter, am neuen nur 300. Einige Dinge werden in Kartons bleiben.“

Am 16. Juli soll die zweite Phase beginnen. Dann sollen Mitglieder der Fördergemeinschaft die Räume im Obergeschoss des Schirrhofes renovieren, in der sich bis 2012 Teile der Ausbildung des Lintforter Bergwerkes befanden, das in diesem Jahr schloss. Sie sollen Elektroleitungen und Anschlüsse verlegen sowie die Deckenbeleuchtung installieren. Außerdem sollen sie die Räume streichen. „Das machen wir überwiegend in Eigenleistung“, betonte Norbert Ballhaus.

Wenn die Renovierung im September abgeschlossen ist, soll die kurze dritte Phase beginnen, die nicht von der Fördergemeinschaft geleistet wird. Ein Umzugsunternehmen verpackt und transportiert 23 Glas- und sieben schwere Holzvitrinen vom Knappenheim zum Schirrhof.

Die vierte Phase schließt sich an, in der die Kartons vom alten zum neuen Standort gebracht werden, wo sie von Mitgliedern der Fördergemeinschaft ausgepackt werden. Der Vorsitzende rechnet mit Kosten von 11.000 Euro für den Umzug, inklusive „einer Reserve“, wie er bei der Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Altes Kasino“ sagte. Davon seien 6.200 Euro durch eine Rücklage gedeckt. Die weiteren 4.800 Euro will die Fördergemeinschaft über die Sparkasse Duisburg Stiftung erhalten. „Wir haben einen Antrag gestellt“, berichtete der Vorsitzende, der viele Kontakte hat, weil er einmal Markscheider des Lintforter Bergwerkes und von 2004 bis 2014 Moerser Bürgermeister war. „Mitte April tagt der Beirat der Stiftung und entscheidet. Ich denke, wir haben eine gute Chance, weil wir viel Eigenleistung und einen hohen finanziellen Eigenanteil einbringen.“ Im Obergeschoss sind ein großer Raum für das Bild- und Filmarchiv sowie ein weiterer großer Raum für die 7.000 Bücher der Bibliothek vorgesehen. Ein mittelgroßer Raum wird Sitzungssaal und Ausstellungsraum für einen Teil der 350 Grubenlampen. In einem weiteren mittelgroßen Raum entsteht ein Materiallager. Dazu kommen Küche und Toiletten.

Im offenen Erdgeschoss des Schirrhofes werden Maschinen des Bergbaus gezeigt. Außerdem soll es dort eine offene Werkstatt geben, in der Maschinen aus dem Bergbau repariert und restauriert werden. Die Fördergemeinschaft will mit dem TÜV-Nord Bildung zusammenarbeiten, der dort Teilnehmer von Bildungsmaßnahmen einsetzen will. „Sie wünschen sich, etwas praktisches zu machen“, sagte Michael Schlieper als stellvertretender Leiter des TÜV-Nord-Bildungszentrums am Mittwochabend.

Baubeginn Besucherzentrum am 12. April Am Freitag in zwei Wochen, dem 12. April, ist um 11:00 Uhr offizieller Beginn im Pumpenhaus, der wie eine Grundsteinlegung gefeiert wird. Es liegt neben dem Schirrhof und dem Lehrstollen, um baulich bis zum Dezember zu einem Besucherzentrum umgebaut zu werden. Von Januar bis März 2020 soll es die Inneneinrichtung erhalten. Am 17. April 2020 soll es mit der Landesgartenschau eröffnen. Zum Beispiel sollen dort Führungen durch die Lintforter Siedlung oder die Beamtensiedlung am Pappelsee starten.

Quelle: Rheinische Post vom 29.03.2019

Jahreshauptversammlung am 16.01.2019

Jahreshauptversammlung am 16.01.2019

Pünktlich um 18:00 Uhr begrüßte Norbert Ballhaus alle 62 Teilnehmer zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im Alten Kasino in Kamp-Lintfort mit einem herzlichen Glückauf. Er bedankte sich bei allen Personen, die uns im abgelaufenen Jahr 2018 tatkräftig unterstützt haben.

Der Vorsitzende entschuldigte die Vorstandskollegen Dr. Christoph Müllmann und Herbert Gratzer, die momentan in Urlaub sind.

Norbert Ballhaus verlas die Namen von 19 Mitgliedern, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Alle Teilnehmer hatten sich zur Totenehrung von ihren Plätzen erhoben.

Manfred Reis präsentierte eine Namensliste von 39 neuen Mitgliedern, die in 2018 in den Verein eingetreten sind. Der aktuelle Stand beträgt somit 621 Mitglieder. In 2018 gab es 15 Kündigungen von Mitgliedern, die überwiegend aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden sind.

Dirk Thomas verlas das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 21.11.2018. Das Verlesen des Protokolls geschah heute zum letzten Mal, da in unserer Satzungsänderung diese Prozedur gestrichen wird.

In Vertretung unseres Kassierers Herbert Gratzer verlas Norbert Ballhaus den Kassenbericht 2018. Hierbei wurden u. a. die Einnahmen- und Ausgabensituationen vom Lehrstollen und vom Haus des Bergmanns vorgestellt und erläutert.

Manfred Reis vermittelte einen Jahresrückblick 2018, der durch beeindruckende Bilder unterlegt wurde.

Im vergangenen Jahr konnten wir 3.000 Besucher im Lehrstollen und 650 Besucher im Museumshaus verzeichnen. Seit dem 12. Mai 2011 haben wir insgesamt 590.000 Besucher auf unserer Homepage registriert. Im vergangenen Jahr hatten wir mehr als 57.000 Besucher zu verzeichnen, das sind 155 Besucher pro Tag. Diese Zahlen machen deutlich, wie informativ unsere Homepage ist. Diese wird durch Jürgen Wehmeyer und Dirk Thomas zeitnah gepflegt.

Am 09.01.2019 haben Franz Maas und Dieter Heidecke die Kasse geprüft. Franz Maas bescheinigte unserem Kassierer eine ordnungsgemäße und fehlerfreie Kassenführung, und bat um Entlastung des Vorstandes. Dem Antrag wurde einstimmig gefolgt.

Dr. Gunter Hagen stellte die Änderungspunkte in der neuen Satzung in visueller Gegenüberstellung mit der alten Satzung vor. Die überarbeitete Satzung wurde vom Vorstand einstimmig verabschiedet, und wurde bereits im Dezember 2018 auf unserer Homepage veröffentlicht. Gemäß § 19 (neu) erhält die neue Satzung mit Beschlussfassung der Jahreshauptversammlung Gültigkeit. Dieses erfolgte heute einstimmig.

Norbert Ballhaus stellte die Jahresplanung für 2019 vor, die das Motto „Jahr des Umzugs“ tragen wird. Die Jahresplanung wurde allen Teilnehmern in Schriftform ausgehändigt. Auf der nächsten Mitgliederversammlung am 27.03.2019 werden wir Informationen, Pläne und Bilder über den Ablauf des anstehenden Umzugs präsentieren.

Matthias Jakobs, Bezirksleiter der IGBCE Moers, bedankte sich bei den Mitgliedern der Fördergemeinschaft für die tatkräftige Unterstützung bei der Veranstaltung „Schicht am Schacht – Glückauf Niederrhein“, die am 15.09.2018 auf dem Freigelände vom Bergwerk West stattfand.

Pünktlich um 19:30 Uhr beendete Norbert Ballhaus die Jahreshauptversammlung mit einem herzlichen Glückauf.

Bürgermeisterempfang am 13.01.2019

Neujahrsempfang in Kamp-Lintfort am 13.01.2019

Rund 450 Gäste waren der Einladung von Bürgermeister Christoph Landscheidt ins Kommunale Rechenzentrum Niederrhein gefolgt.

Bis 2022 sollen alle Kamp-Lintforter mit einer schnellen Internetleitung versorgt sein. Die weißen Flecken in der Breitbandversorgung werden bis dahin geschlossen. Das wird vor allem diejenigen freuen, die in ländlichen Regionen leben und bisher mit einer sehr langsamen Übertragungsleistung auskommen müssen. 980 Kilometer Glasfaserleitungen sollen verlegt werden. 28 Millionen Euro Bundesfördermittel stehen Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg und Moers für diesen Schritt zur Verfügung. Im Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten beginnen, 36 Monate später beendet sein. „Wir sind zuversichtlich, damit eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen“, sagte Christoph Landscheidt beim Neujahrsempfang der Stadt Kamp-Lintfort.

Rund 450 Besucher lauschten in der Empfangshalle des Kommunalen Rechenzentrums den Worten des Bürgermeisters, der die Fortschritte der Digitalisierung lobte. „Unsere Mediathek ist eine der modernsten im Lande, wir können unsere Kinder nun online in Tagesstätten anmelden und seit der App MyMüll weiß jeder, wann die Müllabfuhr kommt“, zählte Landscheidt auf. „Und weil der Digitalrat im vergangenen Herbst gegründet wurde, können alle Bürger die öffentlichen Unterlagen online finden. Das erspart viel Paper.“

Damit ist die Digitalisierung noch lange nicht abgeschlossen. Für 2019 sind neben dem Ausbau der Internetleitungen noch weitere Projekte geplant: Das Handyparken soll eingeführt werden. „Bald ist es nicht mehr nötig im strömenden Regen zum Parkautomaten zu hechten“, sagte Landscheidt. „Sie können dann bequem über eine App bezahlen.“ Außerdem arbeitet ein Ingenieurbüro an einer sogenannten Smart City. „Ein flächendeckendes Funknetzsystem soll aufgebaut werden. Geräte können mit Sensoren untereinander vernetzt werden. Die digitale Messung des Grundwasserspiegels wird dadurch möglich, genauso wie die Überwachung der Medikamenteneinnahme von Pflegebedürftigen oder die Ortung von Hunden und Katzen.“

Eine weitere Neuerung wurde per Beamer vorgestellt: Ein Bauplan für das Gebiet, auf dem im vergangenen Jahr die „Bunten Riesen“ abgerissen wurden. Die Besonderheit: Der Plan ist aufgebaut wie ein Computerspiel. Der Nutzer kann durch die Straßen laufen und sich jede Häuserfassade genau anschauen. Moderne Mehrfamilienhäuser mit großen Balkonen, viele Pflanzen und breite Straßen werden gezeigt.

„Kamp-Lintfort hat einen Lauf“, stellte Landscheidt abschließend fest. Der Rathauspark wird gerade gebaut, eine Markthalle in der Altsiedlung ist geplant. Die Multichannelkommunikation soll verbessert werden, eine Eisenbahnbetriebsgesellschaft hat sich gegründet, damit in den nächsten Jahren eine Strecke von Kamp-Lintfort über Duisburg und Moers bis nach Bottrop entstehen kann. Für die Laga 2020 wurden bereits 3.500 Dauerkarten verkauft. Gast Jörg Kerkmann vom Reservistenverband sah den Starttermin skeptisch: „Wenn ich mir das Laga-Gelände so ansehe, muss da noch sehr viel gemacht werden. Das Abtransportieren der Erde hat schon länger gedauert als erwartet. Aber wenn jetzt alle richtig Gas geben, könnte es klappen.“

Von Jana Sophie Marquardt

Quelle:

RP-online vom 13.01.2019

2018

Bergmänner feiern am 20. Dezember 2018 einen emotionalen Abschiedsgottesdienst im Essener Dom

Mit einem ökumenischen und stimmungsvollen Gottesdienst haben die Kirchen am Donnerstag im Essener Dom Abschied vom Steinkohlenbergbau genommen. Auch NRW-Politiker nahmen an den Feierlichkeiten teil. Nach 200 Jahren gehe eine Epoche zu Ende, sagte der evangelische rheinische Präses Manfred Rekowski einen Tag vor Förderende auf der bundesweit letzten Zeche Prosper Haniel in Bottrop. Er und der katholische Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck verwiesen in einer Dialogpredigt auf die Unternehmenskultur im Bergbau, die von gegenseitiger Solidarität geprägt sei.

Diese Solidarität hat nach den Worten von Overbeck auch zu einem sozialverträglichen Stellenabbau, einer gerechten Vorruhestandsregelung und Umschulungen geführt. Das Ruhrgebiet erfahre seit Jahren eine Umstrukturierung, die weiterhin den im Bergbau gepflegten Zusammenhalt benötige. „Es gibt Perspektiven für morgen“, so der Bischof.

Der Bergbau habe enorm zum Wohlstand in Deutschland beigetragen, sagte Rekowski. „Schicht im Schacht“ führe bei vielen Menschen zu Wehmut und teils Sorge. Die Kohleförderung habe aber auch Opfer gekostet. Dabei verwies Rekowski auf Grubenunglücke oder Krankheiten wie Staublunge. Der Bergmannsgruß „Glück auf“ sei wie ein Segenswort und bedeute: „Gott möge Dich bewahren“.

An dem Gottesdienst wirkten die katholischen Bischöfe Felix Genn (Münster), Helmut Dieser (Aachen), Hans-Josef Becker (Paderborn) und die westfälische Präses Annette Kurschus mit. Aus der Politik nahmen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und dessen Amtsvorgänger Hannelore Kraft (SPD), Jürgen Rüttgers (CDU) und Wolfgang Clement (SPD) sowie Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) teil. Auch Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet sowie die Chefs des RAG-Konzerns, Peter Schrimpf, der RAG-Stiftung, Bernd Tönjes, und von Prosper Haniel, Jürgen Kroker, waren dabei.

Zu Beginn der Feier zogen Bergleute in Steigerjacke und –hose und Abordnungen von Knappenvereinen in traditionellen Uniformen mit einem Kreuz und Grubenlampen in die Kirche ein. Dabei sang der Ruhrkohle-Chor. Ein Bergmann setzte eine Statue der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, auf ein Podest. Die Figur steht sonst in der Zeche Prosper Haniel in 1.200 Metern Tiefe. Nach der Legende wurde Barbara von ihrem Vater wegen ihres Glaubens in einem Turm eingesperrt. Die Heilige habe die Not gekannt, in Finsternis leben zu müssen, sagte Erzbischof Becker.

In Fürbitten wurde für die Bergleute weltweit, für verunglückte Bergmänner sowie anstehende Reformen gebetet. Dazu stieg dichter Weihrauch aus einer Schale mit entzündeter Kohle auf.

Johannes Hartmann, erster Vorsitzender des Landesverbands für Berg- und Knappenvereine NRW, hatte Vertreter einiger Mitgliedervereine um Mitwirkung gebeten. Mehr als 30 Bergleute im Bergkittel mit Schachthut und brennender Grubenlampe standen im Mittelgang des Kirchenschiffs Spalier. Von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition waren Norbert Ballhaus, Klaus Deuter, Manfred Seeger, Ernst Kausen und Dirk Thomas beteiligt.

In Anschluss an den Gottesdienst zogen die Teilnehmer in einer Prozession durch die Essener Fußgängerzone zur evangelischen Kreuzeskirche.

Unter dem Titel „Begegnung in der Kreuzeskirche“ gab es eine Nachlese zu dem bewegenden Gottesdienst zum Abschied der deutschen Steinkohle. Alle Beteiligten trafen sich mit interessierten Gästen aus der Bevölkerung. Es wurden erfrischende Getränke und „Fingerfood“ gereicht. In zwangloser Atmosphäre wurden Kontakte geknüpft und es erfolgten interessante Gespräche. Viele Bürger suchten den Kontakt zu den Bergleuten und diskutierten angeregt über die Stilllegung der Kohleförderung.

Antje Perizonius trug eine weiße Steigerjacke mit großem Schlägel & Eisen-Symbol und dem Aufdruck „Danke Kumpel“. Sie wurde sehr schnell im Kreis der Bergleute aufgenommen.

Unter den Betroffenen war heute sehr viel Wehmut zu spüren, so manche Träne wurde an diesem Abend verdrückt.

Quelle:

RP-online vom 20.12.2018

Nikolausmarkt 2018 am EK3 in Kamp-Lintfort

Wie ein Dorf im Weihnachtsglanz.

Herbert Gratzer hat die Skepsis vieler Kamp-Lintforter mitbekommen, als Anfang der Woche die Hütten für den Nikolausmarkt aufgestellt wurden, anders aufgestellt wurden. „Was machen die denn da?“ hätten einige gefragt, erzählt der Kassierer der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, der jedes Jahr mit anderen Mitgliedern in einer Bude auf dem Nikolausmarkt steht. Aber die Skepsis sei wie weggeblasen gewesen, als die Buden am Donnerstag geöffnet hätten. „Bei allen, die ich gesprochen habe, kam die neue Aufstellung gut an“, sagte er. „Der Markt hat jetzt eine dörfliche Atmosphäre.“ Der 16. Nikolausmarkt, der gleichzeitig der sechste vor dem Einkaufszentrum EK3 ist, weist mehrere Neuerungen auf. Die Buden stehen mit ihren Verkaufsfronten im Kreis um den runden Verkehrspavillon, nachdem sie in den letzten Jahren davon abgewendet waren. Die Kronen der Bäume um den Verkehrspavillon sind in einem dezenten roten Licht angestrahlt. Die Musik ist jetzt komplett weihnachtlich. Sie wird leise über Boxen an verschiedenen Punkten verteilt. Ferner bietet die Werbegemeinschaft, die den Nikolausmarkt organisiert, von Freitag bis Sonntag täglich eine Weihnachtsbäckerei an, in der Kinder in einem weißen Zelt zum Beispiel Plätzchen backen können. Der Standort dieses Zeltes war am Donnerstag Gesprächsstoff, nachdem Bürgermeisterin Barbara Drese den Nikolausmarkt mit einem Gedicht von Ruth Stille „Schon wieder ist Weihnachten“ eröffnet hatte. „Viele haben gesagt, es sei nicht schön, auf eine weiße Wand zu schauen“, berichtete beispielsweise Franz Maas von der Fördergemeinschaft. Sie hatte wieder einen Türstock eines Stollens aus Holz aufgebaut. „Das Zelt könnte anders platziert werden“, meinten sie. Für kleine Veränderungen offen zeigte sich Andreas Wiesner. „Es gibt vielleicht noch die eine oder andere Stellschraube, an der gedreht werden kann“, meinte das Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft. „Darüber ist zu sprechen, wenn der Nikolausmarkt vorbei ist. Insgesamt sind bei allen, die ich gesprochen habe, die Neuerungen gut angekommen. Viele haben mir erzählt, sie seien auf das Parkdeck der EK3 gegangen und hätten den Markt von oben fotografiert. Er sieht von oben einfach herrlich aus, wie ein Dorf im Weihnachtsglanz.“ Das werde sich herumsprechen. Dann seien beim nächsten Markt nicht nur 20 Buden belegt, sondern 30 die möglich seien.

Am Sonntag öffnen von 13 bis 18 Uhr auch die Geschäfte in der Innenstadt Kamp-Lintforts. Am Samstag sind die Buden auf dem Nikolausmarkt von 11 bis 20 Uhr geöffnet, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Quelle:

Rheinische Post vom 08.12.2018 / Peter Gottschlich

Barbarafeier am 04. Dezember 2018 im Josef-Jeurgens-Haus Kamp-Lintfort

Nahezu 120 Gäste waren der Einladung zur diesjährigen Barbarafeier gefolgt. Pünktlich um 18:00 Uhr war Einlass. Zur Begrüßung überreichten Klaus Deuter und Norbert Matek den Damen eine Amaryllis und einen Barbarazweig. Der Saal war festlich geschmückt, viele Gäste waren standesgemäß im Bergkittel erschienen. Der erste Vorsitzende Norbert Ballhaus eröffnete die Feier und begrüßte alle Gäste mit dem Bergmannsgruß „Glückauf“, und wünschte allen einen unterhaltsamen Abend.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Drese übermittelte die Grußworte vom Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt, der heute leider verhindert war. Sie verlas ein Gedicht von Ruth Stille mit dem Titel „Schon wieder ist es Weihnachten“:

Schon wieder ist es Weihnachten,
das Jahr ging schnell vorbei,
so manche Pläne, die wir machten,
durchkreuzt vom Einerlei.
Und doch, bei Kerzenschein beseh´n,
war dieses Jahr auch schön.
Lasst dankbar sein für jeden Tag,
wenn wir am Christbaum steh´n.
Wer weiß, wie´s wird im nächsten Jahr,
wir hoffen, es wird gut.
Gesundheit, Glück im nächsten Jahr
Und ganz viel frohen Mut.

Der stellvertretende Landrat Heinrich Friedrich Heselmann übermittelte die Grußworte vom Landrat Dr. Ansgar Müller, der heute leider verhindert war. Johannes Hartmann, erster Vorsitzender des Landesverbands der Berg- und Knappenvereine NRW, wünschte der Fördergemeinschaft viel Erfolg bei der Bewahrung der Bergbautradition.

Das Rheinpreussen-Orchester unter der Leitung von Bernd Franken rundete die Veranstaltung durch ihre musikalischen Darbietungen ab.

Der Vorstand gratulierte 14 Personen zu ihrer 25-jährigen Mitgliedschaft in der Fördergemeinschaft. Es handelte sich hierbei um:

Ballhaus, Norbert,
Baumgarth, Hans,
Bellmann, Ernst,
Blatt, Rainer,
Hildebrandt, Werner,
Jansen, Theodor,
Kuntzsch, Klaus,
Lehmann, Hans,
Lenßen, Harry,
Reis, Manfred,
Ruhnau, Horst,
Spiesen, Roswitha,
Trapp, Bernhard,
Wolf, Johannes.

Unser Schriftführer Dr. Gunter Hagen verlas die Namen der Jubilare. Die anderen Vorstandsmitglieder überreichten den Geehrten jeweils eine gerahmte Urkunde und eine Flasche Grubengold.

Dann wurde das Raumlicht gelöscht. Unter stimmungsvoller Beleuchtung zahlreicher Grubenlampen wurde mit musikalischer Begleitung des Rheinpreussen-Orchesters das traditionelle Steigerlied gesungen.

Julia Ballhaus, Tochter unseres ersten Vorsitzenden, wurde auf die Bühne gebeten. Mit Playback-Musik bot sie das Lied von Rudy Cash mit dem Titel „1.000 Feuer sind erloschen“ dar. Norbert Ballhaus bedankte sich bei seiner Tochter mit einem Blumenstrauß.

Hiermit war das offizielle Programm beendet. Helmut Beier eröffnete das Buffet und alle Gäste konnten sich stärken. Anschließend rundeten viele Gespräche in gemütlicher Atmosphäre die schöne Veranstaltung ab.

Mitgliederversammlung vom 19.09.2018

Pünktlich um 18:00 Uhr begrüßte Norbert Ballhaus alle 60 Teilnehmer zur dritten diesjährigen Mitgliederversammlung mit einem herzlichen Glückauf.

Der Vorsitzende ging auf die Tagesordnung ein, und änderte den Punkt 2 von „Ehrungen“ auf „Wahl von zwei Delegierten für den Landesverband“. Zum 22.09.2018 habe der Landesverband nach Essen eingeladen, um u.a. einen neuen Vorstand zu wählen. Johannes Hartmann erläuterte die Regularien. Zu der alle zwei Jahre stattfindenden Delegiertenversammlung werden alle 85 Mitgliedsvereine mit jeweils 2 Delegierten eingeladen. Die Vorstandsmitglieder werden für eine vierjährige Amtszeit gewählt. Falls Norbert Ballhaus in den Vorstand gewählt werden sollte, so würde sein Delegiertenposten frei werden. Aus diesem Grunde wurden heute zwei Freiwillige gesucht, die dem Landesverband als Delegierte zur Verfügung stehen werden. Unsere Kollegen Klaus Deuter und Manfred Seeger bekundeten ihr Interesse an der Aufgabe und wurden von den heutigen Teilnehmern einstimmig gewählt.

Anschließend verlas Norbert Ballhaus die Namen unserer neuen Mitglieder, demnach beläuft sich der aktuelle Mitgliederstand auf 637 Personen.

Dr. Gunter Hagen verlas das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung vom 20.06.2018.

Jörg Kaenders berichtete über den Besuch vom 27.05.2018 auf der Landeskirchschicht in Ibbenbüren. Wir waren mit einer Delegation inklusive Vereinsfahne vertreten.

Dr. Gunter Hagen berichtete über unseren Besuch am 30.06.2018 mit 30 Teilnehmern auf dem 13. Deutschen Bergmannstag auf der Zeche Zollverein in Essen. Diese Veranstaltung fand zeitgleich mit der Extraschicht 2018 statt.

Dirk Thomas berichtete über die Extraschicht 2018 in Moers. Auch in diesem Jahr hatte der Grafschafter Museums- und Geschichtsverein und seine Mitarbeiter am Schacht-IV wieder ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm angeboten. Der Knappenchor Rheinland, das Schlosstheater Moers, die Witches of Pitches, die Püttrologen, die Musikschule Moers und die Bergmänner von EventComedy WalkAct  unterhielten die Gäste. Licht-/Feuertonnen von Sasch Kunsthandwerk, Illumination von Fördergerüst und –maschine sowie eine Fassadenprojektion mit dem Titel „Des Bergmanns Stolz“ rundeten das kulturelle Programm ab. Wie auch in den Jahren zuvor waren die Führungen durch das historische Fördermaschinengebäude wieder das Highlight des Abends. Acht Kollegen der Fördergemeinschaft halfen auch in diesem Jahr sehr tatkräftig mit. Dirk Thomas bedanke sich auch im Namen des Grafschafter Museums- und Geschichtsvereins Moers für die tolle Unterstützung. Auch im nächsten Jahr werde man in Moers wieder an der Extraschicht teilnehmen und hoffe auch dann wieder auf die Unterstützung der Fördergemeinschaft.

Norbert Ballhaus schilderte noch kurz den aktuellen Stand der Bauarbeiten auf dem ehemaligen Zechengelände. Anschließend berichtete er über die Veranstaltung „Schicht am Schacht – Glückauf Niederrhein“ am 15.09.2018. Zum Abschluss hatten die Lichtkünstler von „Lichtwechsel.Ruhr“ den Förderturm und das Schachtgerüst farbig illuminiert. Unser Kollege Matthias Jakobs, IGBCE Bezirksleiter Moers, bedankte sich bei allen Kollegen der Fördergemeinschaft, die durch ihren Einsatz maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.

Sämtliche Berichterstattungen wurden mit eindrucksvollen Bildern untermalt.

Das Rheinpreussen-Orchester veranstaltet am Sonntag, den 14.10.2018 ab 15:00 Uhr in der St. Josef-Kirche in Kamp-Lintfort sein Jahreskonzert. Der Vorsitzende, unser Kollege Willi Langenberg, bittet die Fördergemeinschaft um rege Teilnahme.

Johannes Hartmann kündigte an, dass am Samstag, den 01.12.2018 um 17:00 Uhr eine Ringbarbarafeier in Geldern stattfinden werde, es sei ein Gottesdienst mit anschließender Feier geplant. Eine offizielle Einladung werde noch an die Fördergemeinschaft verschickt.

Da keine Wortmeldungen mehr vorlagen, schloss Norbert Ballhaus die Versammlung um 19:00 Uhr mit einem herzlichen Glückauf.

Ein Dankeschön an die Kumpel

Schicht am Schacht: Mit einer Feier für die Bergleute und der Illumination der beiden Fördertürme verabschiedet sich Kamp-Lintfort vom Steinkohlebergbau

Am 21. Dezember schließt die RAG in Bottrop auch das letzte noch aktive Steinkohlebergwerk Prosper Haniel – eine Ära geht zu Ende. An diesem Tag wird es dann schon sechs Jahre her sein, dass der Betrieb im Bergwerk West in Kamp-Lintfort eingestellt wurde. „Schicht am Schacht“ – so hieß es am Samstag auch am Lehrstollen des ehemaligen Bergwerks.

Aus diesem Anlass hatte die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) eine Abschiedsveranstaltung für alle ehemaligen Bergleute und Angehörige rund um das Gelände organisiert. Guido Freisewinkel, IGBCE-Gewerkschaftssekretär, war dieses letzte Kumpeltreffen sehr wichtig: „Wir haben uns verpflichtet gefühlt, hier in der Region eine adäquate Verabschiedung zu ermöglichen. Ein Dankeschön für die lange Tradition der Bergmänner.“

Tausend Eintrittskarten hatte die Gewerkschaft verteilt und ein sorgfältiges Sicherheitskonzept erstellt. Neben dem großen Festzelt waren auf dem Gelände ein Bierwagen, eine aufblasbare Riesenrutsche und ein Glücksrad aufgebaut. Die Kinder konnten sich beim Kinderschminken bunt anmalen lassen oder selber etwas malen.

Im Festzelt bot eine große Bühne Platz für den Jungendspielmannszug „Glück auf Geldern“, den Knappenchor Rheinland und die Festredner. Matthias Jakobs, Bezirksleiter IGBCE-Bezirk Moers, zollte den Bergleuten seinen Respekt: „Der Anlass ist alles andere als ein freudiger. Wir mussten eine Schließung nach der anderen erleben, und das trifft die Menschen hart.“

Bürgermeister Christoph Landscheidt sprach über den Strukturwandel und die Chancen, die sich daraus ergeben. Peter Schrimpf, Vorstandsvorsitzender RAG-Aktiengesellschaft, freute sich vor allem, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. „Freud und Leid liegen eng beieinander in diesem Jahr. Man spürt das Herzblut und den Zusammenhalt der Menschen.“

Eine Ansprache gab es auch von Elke Wimmer, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der Landesgartenschau 2020 und von Norbert Ballhaus, erster Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein. Er dankte dem früheren Vorsitzenden Manfred Stratenhoff für seine langjährige Vereinsarbeit und die unermüdlichen  Bemühungen um den Erhalt der Bergbautradition. Zum Abschluss seiner Ausführungen  ernannte er Manfred Stratenhoff zum Ehrenvorsitzenden der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition. Johannes Hartmann, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes für Berg- und Knappenvereine und überreichte dem Ehrenvorsitzenden eine gleichlautende Urkunde.

Peter Noruschat, Vorsitzender des Knappenchors, war ebenfalls von Wehmut erfüllt. „Ein Abschied ist immer schwer und es tut weh. Heute hier zu singen, das war unsere Pflicht.“ Das Zusammengehörigkeitsgefühl im Knappenchor habe ihn und seine Kumpel jahrzehntelang am Arbeitsplatz motiviert.

Für viele Kamp-Lintforter, die keine Karte mehr ergattert hatten, gab es dennoch ein buntes Bonbon: Nach Einbruch der Dunkelheit illuminierten Lichtkünstler von „Lichtwechsel.Ruhr“ die beiden Fördertürme.

Ein Abschied tue immer weh, sagten viele Kumpel. Aber das Zusammengehörigkeitsgefühl bleibe. Glückauf Niederrhein.

Quelle:

NRZ – Elisa Erdmann

Extraschicht 2018 auf der Zeche Rheinpreussen / Schacht IV in Moers-Hochstrass

In diesem Jahr nahm der Grafschafter Museums- und Geschichtsverein in Moers e.V. zum vierten Mal an der Extraschicht teil. Unter dem Motto „Des Bergmanns Stolz“ wurde am 30. Juni 2018 ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm angeboten. In der Umformerhalle wurde den zahlreichen Besuchern ein musikalisches Allerlei geboten. Die „Püttrologen“ präsentierten lautstarke Gesangsdarbietungen, der Moerser Frauenchor „Witches of Pitches“ verzauberte die Maschinenhalle mit ihrem vierstimmigen A-capella-Gesang. Bei Abenddämmerung und Kerzenschein ertönte der Bergmanns-Gesang vom Knappenchor Rheinland. Unter dem Titel „Mach mit und Sing“ animierten die Musiker der Moerser Musikschule das Publikum zum Rudelsingen. Zwischendurch unterhielt das Schlosstheater Moers die Gäste mit ihren Aufführungen auf Umformer und Kohle.

Entlang des Eingangs zum Schacht IV verzauberten die kunstvoll verzierten Licht- und Feuertonnen von Sasch Kunsthandwerk die Abendstunden. An mehreren Verkaufsständen wurde für das leibliche Wohl gesorgt.

Auch in diesem Jahr hatte die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition einen Verkaufsstand errichtet, an dem den Besuchern viele Bergbauartikel zum Kauf angeboten wurden.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurden das Fördergerüst und die elektrische Fördermaschine von den Lichtkünstlern von „Lichtwechsel.Ruhr“ kunstvoll illuminiert.

Um 22:45 Uhr verzauberte ein gewaltiges Höhenfeuerwerk das Zechengelände. Funkenregen mit vielfältigen Farben und Formen erleuchteten den Himmel über dem 48 Meter hohen Doppelstreben-Fördergerüst.

Anschließend wurde die Fassade der Fördermaschinenhalle in einen audiovisuellen Klangkörper aus leuchtenden Sounds und rhythmischen Bildern verwandelt. „Des Bergmanns Stolz“ von Anastasija Delidova und Andreas Pasieka fesselte die Besucher.

Wie auch in den Jahren zuvor, galten die Führungen durch ehemalige Bergleute als Highlight des Abends. Nahezu sämtliche Besucher nutzten das Angebot und warteten geduldig in einer nicht enden wollenden Menschenschlange. Durch faszinierende Darbietungen der drei Bergmänner von „EventComedy WalkAct“ kam keine Langeweile auf, auch das gute Wetter hatte einen gehörigen Anteil am Gelingen. Acht Kollegen der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition aus Kamp-Lintfort unterstützten uns tatkräftig bei den so beliebten Führungen. Die lebendig vorgetragenen Geschichten und Anekdoten aus dem Berufsalltag der Bergleute werden unseren Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben.

Bis um Mitternacht konnten mehr als 1.600 Gäste registriert werden.

Auch im Namen des Grafschafter Museums- und Geschichtsvereins Moers bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Mitwirkenden. Glückauf.

Die Fotos haben Hans-Dieter Stuckart und Mika Eickmans zur Verfügung gestellt, auch hierfür vielen Dank.

Mitgliederversammlung vom 20.06.2018

Pünktlich um 18:00 Uhr begrüßte Norbert Ballhaus alle 63 Teilnehmer zur zweiten diesjährigen Mitgliederversammlung mit einem herzlichen Glückauf. Wegen der sommerlichen Temperaturen haben viele Mitglieder darauf verzichtet, heute im Bergkittel zu erscheinen. Zu Beginn der Versammlung wurde nochmals darum geworben, weitere Freiwillige für unsere Vereinsarbeit zu motivieren.

Die Europäische Datenschutzgrundverordnung verlangt ab dem 25. Mai 2018 auch von uns, dass wir alle anwesenden Personen um ihr Einverständnis bitten müssen, die bei der heutigen Mitgliederversammlung gemachten Fotos auf unserer Vereins-Homepage veröffentlichen zu dürfen. Zu diesem Zweck wurde unsere Teilnehmerliste um zwei Spalten erweitert, in die jeder Beteiligte per Kreuz sein Einverständnis oder seine Ablehnung erklären sollte. Zur weiteren Information wurde an der Eingangstür ein entsprechen Hinweisschild angebracht.

Der Vorstand hat festgelegt, dass Manfred Stratenhoff zum Ehrenvorsitzenden ernannt werden soll. Da der Geehrte momentan in Urlaub ist, soll ihm im September 2018 eine entsprechende Urkunde überreicht werden.

Norbert Ballhaus stellte neue Mitglieder vor. Die aktuelle Mitgliederzahl beträgt 625 Personen.

Dirk Thomas verlas das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung vom 21.03.2018. Es ergaben sich keinerlei Korrekturwünsche, somit wurde das Protokoll in der vorliegenden Version verabschiedet.

Auf Grundlage der Teilnehmerliste verteilte Jürgen Wehmeyer die „gelben Bändchen“ an die anwesenden Mitfahrer nach Zollverein zum 13. Deutschen Bergmannstag. Die Abfahrt des Busses erfolgt am 30.06.2018 um 15:00 Uhr am Knappenheim.

Da wir wegen der Sanierungsarbeiten im Schirrhof diverse Gerätschaften auslagern müssen, haben wir von RAG-Mi im Knappenheim einen zusätzlichen Lagerraum angemietet. Der Transport der Gerätschaften beginnt nach Aussage von Manfred Reis bereits morgen.

Dr. Christoph Müllmann berichtete über die aktuelle Terminsituation bei der Sanierung des Schirrhofes sowie für das Freiräumen des Pumpenhauses. Die Mitglieder der Fördergemeinschaft mit Unterstützung der Feuerwehr haben bereits in den vergangenen Wochen große Bereiche des Schirrhofes entkernt. Die örtliche Presse berichtete bereits über diese Aktion. Es ist geplant, das Gebäude ab Anfang 2019 für die neue Nutzung herzurichten. Die Fertigstellung sollte möglichst bis zur Eröffnung der LAGA am 17.04.2020 erfolgen.

Da die Versorgung der Gebäude des Bergbauzentrums mit Wasser, Abwasser, Strom und Fernwärme neu angeschlossen werden muss, benötigen wir für eine Übergangszeit von bis zu 1½ Jahren zwei DIXI-Toiletten sowie eine neue Unterbringungsmöglichkeit für unsere Mannschaft vom Lehrstollen. Als Aufenthaltsraum plant die Fördergemeinschaft einen gebrauchten Camping-Wohnwagen zu kaufen. Die Zustimmung zu dieser Lösung liegt bereits vom Team Lehrstollen vor.

Norbert Ballhaus hielt einen Vortrag mit dem Titel „Eine Bergbauregion wandelt ihr Gesicht“. Diesen Vortrag hielt er bereits vor sechs Jahren in der Bergakademie Freiberg – das war 2012, als auf dem Bergwerk West die Förderung eingestellt wurde. Vor zwei Wochen wurde der Vortrag bei der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort gehalten – in dem Jahr, in dem die deutsche Steinkohlenförderung endgültig eingestellt wird.

Am 15.09.2018 veranstaltet die IGBCE / Bezirk Niederrhein eine Veranstaltung unter dem Titel „Schicht am Schacht / Glückauf Niederrhein“. Auf dem Freigelände neben dem Lehrstollen soll ein Zelt mit einem Fassungsvermögen für 1.000 Personen aufgestellt werden. Die IGBCE ist Veranstalter und lädt gezielt Gäste zu diesem Termin ein. Die Fördergemeinschaft wird sicherlich ein Kontingent an Eintrittskarten erhalten. Interessenten können sich bereits heute in eine Liste eintragen. Diese Liste wird ab morgen noch im Knappenheim ausgehängt. Sollten wir nur eine begrenzte Anzahl an Eintrittskarten erhalten, so richtet sich die Vergabe nach Reihenfolge der Eintragungen. Als Höhepunkt dieser Veranstaltung werden die Lichtkünstler von Lichtwechsel.Ruhr im Auftrag vom Förderverein LAGA mit Eintritt der Dunkelheit etwa ab 22:00 Uhr bis ca. 02:00 Uhr nachts den Förderturm und das Schachtgerüst farbig illuminieren. Da das ehemalige Zechengelände bereits an mehreren Stellen einsehbar ist, können auch die Interessenten, die nicht zu der IGBCE-Veranstaltung eingeladen werden, die farbig angestrahlten Bauwerke von außerhalb betrachten (z.B. vom Hochschulparkplatz oder von der Ringstraße aus).

Am Sonntag, den 24.06.2018 um 11:00 Uhr wird Pfarrer Rieger bei einem feierlichen Gottesdienst in der St. Josefkirche in Kamp-Lintfort aus seinem Gemeindedienst verabschiedet. Manfred Reis bat alle Mitglieder darum, an diesem Gottesdienst im Bergkittel mit Grubenlampe, Schachthut und weißer Feder teilzunehmen.

Johannes Hartmann berichtete nochmals über den exakten Terminablaufplan des 13. Deutschen Bergmannstages auf Zollverein. Da das WDR-Fernsehteam eine Dokumentation dieser Veranstaltung plant, müssen diese Termine präzise eingehalten werden, da es auch zu Live-Schaltungen kommen wird. Das Rheinpreussen-Orchester werde ebenfalls bei der Veranstaltung mitwirken. Mittlerweile haben sich ca. 2.000 Bergleute in ihrer Tracht zu dem Termin verbindlich angemeldet. Es wäre wünschenswert, wenn die Fördergemeinschaft am Folgetag in Bochum zumindest mit einer Fahnenabordnung an der Parade teilnehmen würde.

Da keine Wortmeldungen mehr vorlagen, schloss Norbert Ballhaus die Versammlung um 19:15 Uhr mit einem herzlichen Glückauf.

Fronleichnam am 31.05.2018

Das Fronleichnamsfest (Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi) ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Der wichtigste Teil des Fronleichnamsfestes ist die Heilige Messe, deren liturgische Texte sich auf das Geheimnis der Eucharistie beziehen. Vielerorts wird der Gottesdienst im Freien, etwa auf öffentlichen Plätzen gefeiert. An die Heilige Messe schließt sich in der Regel die Prozession an, bei der die Gläubigen vom Priester und Diakon getragene Monstranz mit dem Allerheiligsten (einer konsekrierten Hostie) in einem Festzug unter Gebet und Gesang durch die Straßen begleiten. Die Monstranz wird dabei von einem „Himmel“ genannten Stoffbaldachin beschirmt. Auch in diesem Jahr, am 31.05.2018, nahm die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition an der Fronleichnamsprozession der Pfarrgemeinden in Kamp-Lintfort teil. Nach einer Messe in einem Festzelt auf dem Abteiplatz führte die Prozession zu folgenden Anlaufstellen:

● Betstelle am Bienenhaus,

● Betstelle am Seniorenheim St. Josef,

● Betstelle am Prinzenplatz,

● Betstelle am Caritas-Treff,

und endete mit einer Messe in der Josefkirche. Anschließend trafen sich die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Brotbuffet mit heißen Würstchen und Getränken im Josef-Jeurgens-Haus.

Die Betstelle auf dem Prinzenplatz wurde von Mitgliedern der Fördergemeinschaft ausgerichtet. Gut sichtbar präsentierten die ehemaligen Bergleute ein Bergbau-Modell „Die letzte Schicht“, die Heilige Barbara als Holzfigur, einige historische Fotos, mehrere Wetterlampen und zwei Pflanzkübel. Mitglieder der Fördergemeinschaft waren traditionell im Bergkittel mit Schachthut erschienen, und trugen jeweils eine brennende Grubenlampe. Auch an dieser Betstelle wurde ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgetragen, ferner wurde der sakramentale Segen in alle Himmelsrichtungen und über die Stadt erteilt. Unser Kollege Manfred Braems trug einige Fürbitten vor. Unsere Kollegen Reinhold Erdmann, Jörg Kaenders, Manfred Reis und Christian Koschare begleiteten die Prozession mit der Vereinsfahne.

Maibaumsetzen in Kamp am 30. April 2018

Traditionell findet das Maibaumsetzen auf dem Abteiplatz vor der Begegnungsstätte „Alte Scheune“ statt. Auch in diesem Jahr erfolgte das Aufstellen durch die St. Josef Schützenbruderschaft Kloster Kamp e.V. gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Kamp-Lintfort, Löschzug Kamp unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Rainer Willing. Auch die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition war geladen, deren Vertreter standesgemäß im Bergkittel erschienen waren. Die musikalische Gestaltung übernahm der Männergesangsverein Concordia Kamp unterstützt durch den Männergesangsverein Eintracht Rheurdt. Die musikalische Leitung in diesem Jahr hatte Günter Geis. Wegen des schlechten Wetters fanden die zahlreichen Gäste in der Alten Scheune geeigneten Regenschutz. Während einer kurzen Regenpause wurde der Maibaum mit vereinten Kräften aufgerichtet und ordnungsgemäß gesichert. Hierbei wurden die „Akteure“ durch die Zuschauer lautstark angefeuert.

Mitgliederversammlung am 21.03.2018

Pünktlich um 18:00 Uhr begrüßte Norbert Ballhaus alle 61 Teilnehmer zur ersten diesjährigen  Mitgliederversammlung mit einem herzlichen Glückauf.

Der ausgeschiedene Vorstand hatte das Thema „Ehrenmitgliedschaft in der Fördergemeinschaft“ aufgebracht, eine Regelung hierzu war allerdings bislang nicht erfolgt. Der neue Vorstand hat dieses Thema wieder aufgegriffen und intensiv geprüft, wen man zum Ehrenmitglied ernennen könnte. Hierbei ist man zu dem Entschluss gelangt, heute Abend gleich drei verdiente Kollegen zum Ehrenmitglied zu ernennen. Hierbei handelte es sich um Helmut Schön, Helmut Beier und Manfred Stratenhoff, die über viele Jahre unseren Verein erfolgreich geleitet haben. Ein Ehrenmitglied erhält laut Satzung die Beitragsfreiheit. Für ihre herausragenden Leistungen wird den Auserwählten eine Ehrenurkunde überreicht. Des Weiteren wurden den geehrten Kollegen jeweils zwei Eintrittskarten für den Besuch einer Bergbau-Ausstellung in Duisburg überreicht.

Im Museum DKM (die Abkürzung steht für die Museumsbetreiber Dirk Krämer und Klaus Maas) in Duisburg findet vom 04. Mai bis zum 16. September 2018 eine Ausstellung zum Thema „Kunst & Kohle – die schwarze Seite“ statt. Die Fördergemeinschaft hat für diese Ausstellung zwei Barbara-Figuren zur Verfügung gestellt.

Manfred Stratenhoff schenkte der Fördergemeinschaft eine Barbara-Figur in einer Größe von 1,40 m, die er erst kürzlich restaurieren ließ. Norbert Ballhaus bedankte sich ganz herzlich für das Geschenk.

Norbert Ballhaus stellte neue Mitglieder vor. Hierbei handelte es sich um:

– Frank Heinrich aus Moers,

– Johannes Hartmann aus Moers,

– Wilfried Brücksken aus Duisburg,

– Dörthe Krüger aus Moers,

– Roland van Aal aus Schwaförden,

– Grafschafter Museums- und Geschichtsverein Moers e.V. (als juristische Person).

Die aktuelle Mitgliederzahl beträgt somit 622 Personen.

In Vertretung für unseren erkrankten Schriftführer Dr. Gunter Hagen verlas Dirk Thomas das Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 17.01.2018, das von unserem ehemaligen Schriftführer Helmut Schön verfasst wurde.

Unser zweiter Vorsitzender Dr. Christoph Müllmann stellte das Konzept für das „Zentrum für Bergbautradition“ vor. Hierzu präsentierte er auszugsweise das Gestaltungskonzept des Planungsbüros Arndt + Seelig Kommunikationsdesign für die Umgestaltung des Pumpenhauses, des Schirrhofes, des Lehrstollens sowie vom Haus des Bergmanns. Das Planungsbüro hat zahlreiche Referenzen im Bereich des Bergbaus vorzuweisen, sie haben die Ausstellungsflächen der Zeche Zollern in Dortmund, der Zeche Nachtigall in Witten und den Umbau des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum gestaltet.

Bis zum Beginn der Landesgartenschau am 15. April 2020 sollten alle Baumaßnahmen fertiggestellt sein. Mit der Fördergemeinschaft werde ein Vertrag geschlossen, der die erforderliche Besucherbetreuung im „Zentrum für Bergbautradition“ sowie für Führungen auf die Aussichtsplattform des Förderturms von Schacht 1 regeln soll.

Die anstehenden Umbaumaßnahmen werden in einzelne Projektabschnitte gegliedert werden müssen. Aus heutiger Sicht muss die KITA bis zum 01.08.2020 fertiggestellt werden. Das ehemalige Pumpenhaus als zukünftiges Informationszentrum sowie unsere Vereinsräume im Schirrhof müssen vor Beginn der LAGA fertig werden, das wird allerdings aus heutiger Sicht nicht vor Herbst 2019 möglich sein.

Heinz-Jürgen Wehmeyer berichtete in seiner Funktion als Webmaster über die Umgestaltung unserer Vereins-Homepage. Mit tatkräftiger Unterstützung von Claudia Ballhaus – Ehefrau von Norbert Ballhaus – wurde die Homepage neu gegliedert, um auch den heutigen Anforderungen von Tablett- und Handy-Nutzern gerecht zu werden. Sämtliche Vereinsaktivitäten und Termine werden zur Optimierung der Übersichtlichkeit neuerdings in Jahresscheiben (Links) abgebildet. Damit werde das lästige „scrollen“ reduziert.

Norbert Ballhaus erinnerte daran, dass die Fördergemeinschaft am 28.12.2017 ihr 30-jähriges Jubiläum hatte. Wegen der Fülle an Terminen zum Jahreswechsel wurde festgelegt, unser Jubiläum mit einem Sommerfest am 22.06.2018 ab 15:00 Uhr zu feiern. Unser Fest werden wir im und vor dem Schirrhof veranstalten. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, sondern nur für die Mitglieder der Fördergemeinschaft gedacht.

Johannes Hartmann berichtete erneut über den 13. Deutschen Bergmannstag, der am 30.06.2018 auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen und am 01.07.2018 am Deutschen Bergbaumuseum in Bochum gefeiert werde.

Die Fördergemeinschaft habe sich bereits mit 40 Personen für den 30.06.2018 angemeldet.

Dirk Thomas berichtete über die Teilnahme der Zeche Rheinpreussen / Schacht-IV in Moers an der diesjährigen Extraschicht. Bis zur offiziellen Pressekonferenz am 17.05.2018, bei der der Veranstalter, die Ruhrtourismus GmbH, das diesjährige Programm für alle 50 Spielorte bekannt geben werde, bestehe für alle Mitwirkenden eine strikte Nachrichtensperre. Soviel dürfe allerdings heute schon verraten werden: das diesjährige Motto von Schacht-IV laute „des Bergmanns Stolz“. Ganz besonders freue sich der Grafschafter Museums- und Geschichtsverein über die erneute tatkräftige Unterstützung durch die Kollegen der Fördergemeinschaft, die bei den beliebten Besucherführungen durch das Fördermaschinengebäude mitwirken werden.

Anschließend berichtete Dirk Thomas noch über eine Fotoausstellung zum Thema „Schicht am Schacht“, die bis zum 31.07.2018 in den Räumen des Caritas-Hauses St. Hedwig in Kamp-Lintfort, Sandstraße 37 zu sehen sei. Dort seien auf vier Etagen insgesamt 66 großformatige Fotos auch mit zahlreichen Bergbaumotiven ausgestellt, die er gemeinsam mit fünf weiteren Fotografinnen und Fotografen aus der Region präsentiere.

Dr Christoph Müllmann warb abschließend noch für eine interessante Musikdarbietung. Etwa 25 – 30 Mitglieder der Durham Miners Association Brass Band werden am 09.04.2018 um 20:00 Uhr in der Stadthalle in Kamp-Lintfort auftreten. Hierbei handele es sich um eine Blechblaskapelle englischer Bergleute. Der Eintritt sei frei. Er bat die Mitglieder der Fördergemeinschaft darum, im Bergkittel zu erscheinen, um der Veranstaltung einen würdigen Rahmen zu verleihen.

Da keine weiteren Wortmeldungen mehr vorlagen, beendete Norbert Ballhaus um 19:45 Uhr die Versammlung mit einem herzlichen Glückauf.

Bürgermeisterempfang am 21.01.2018

Bürgermeister Christoph Landscheidt begrüßte gestern mehr als 500 Gäste auf dem Empfang in der Kamp-Lintforter Stadthalle. Er nahm sie mit auf einen filmischen Rundflug über das zukünftige Gartenschauareal.

In Kamp-Lintfort hält man sich offenbar nicht lange mit Visionen auf, man schreitet zur Tat:  Und so geriet der Empfang des Bürgermeisters gestern in der Stadthalle zu einer kraftstrotzenden Präsentation aller Projekte, die zurzeit in der Mache sind:  Landesgartenschau 2020, das Zentrum für Bergmannstradition am Schirrhof, Kino und Bahnhof, großer Quartiersplatz auf dem Zechenareal, das in Kooperation mit der Hochschule geplante GreenFabLab, der 540 Quadratmeter große Stellplatz für Wohnmobilisten, der jährlich bis zu 5.000 Besucher in die Stadt locken soll, und der neue Paradiesgarten auf der einstigen Ackerfläche der Zisterziensermönche. Viele der Projekte und Vorhaben sind bereits bekannt. Bürgermeister Christoph Landscheidt und sein Verwaltungsteam (die Beigeordneten Christoph Müllmann und Martin Notthoff sowie die beiden Stadtplaner Monika Fraling und Arne Gogol) hatten für ihre Zuhörer aber so manches Schmankerl parat. So zum Beispiel das von der Laga-GmbH mit der Lintforter Familie Winkendick geplante erlebnispädagogische Zentrum am Schiffhof.

Auf dem Gelände soll ein Tiergehege aufgebaut werden mit Frettchen, Alpaka und auch Erdmännchen. Dort soll auch pädagogische Arbeit für die tiergestützte Therapie geleistet werden. Bevor Landscheidt die Projekte im Detail vorstellte, nahm er seine Gäste aber mit auf eine Reise, die das zukünftige Areal der Landesgartenschau aus einer ungewohnten Perspektive zeigte – von oben. Dafür war ein kleiner Film gedreht worden. Es ging über das riesige Zechenareal, das in großen Teilen schon rückgebaut ist, im Schnelltempo über den Wandelweg, der Zeche und Kloster Kamp verbindet, hinauf zum Kamper Berg. Dort entsteht mit dem Paradiesgarten eine neue blühende Fläche. Der Rathauschef entließ seine Gäste jedoch nicht zu Sekt und Schnittchen ohne auch die Projekte anzusprechen, die nicht im Zusammenhang mit der Laga stehen:  So sollen in Rossenray neue Gewerbeflächen „mobilisiert“ werden. Laga-Maskottchen „Erdmännchen Kalli“ erwartete die Besucher übrigens später im Foyer – zum Fotoshooting mit der Smartphone-Kamera.

Quelle: Rheinische Post vom 22. Januar 2018 von Anja Katzke

Jahreshauptversammlung am 17.01.2018

Infobrief

Juni 2020

Infobrief

Juni 2020

Norbert Ballhaus ist neuer Vorsitzender der Fördergemeinschaft

Sie verstehen sich als Bewahrer der Geschichte des Steinkohlebergbaus in und rund um Kamp-Lintfort – die 620 ehemaligen Bergleute in der „Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V.”

Am Mittwoch, den 17. Januar 2018 trafen sich 93 von ihnen zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung in der Kamp-Lintforter Gaststätte „Altes Kasino“, um sich dort einen neuen Vorstand zu geben. Nach vielen Jahren engagierter Vereinsarbeit standen diesmal mit dem bisherigen ersten Vorsitzenden Manfred Stratenhoff, dem Kassierer Helmut Beier und dem Schriftführer Helmut Schön gleich drei langjährige Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl.

„Ich bin jetzt 78 Jahre alt, und auch meine bisherigen Mitstreiter sind nicht mehr die Jüngsten. Wir wollen damit jüngeren Kräften eine Chance geben, sich in unserem Verein zu bewähren“, begründete Stratenhoff diese Entscheidung in einer kurzen Rede, und ließ danach noch einmal einige wichtige Stationen der Vereinsgeschichte Revue passieren.

Zuvor hatte der bisherige Beisitzer Manfred Reis in einem kurzen Lichtbildvortrag über die letztjährigen Aktivitäten des Vereins, wie zum Beispiel die Übergabe eines Modells der Zeche Osterfeld an die Stadt Oberhausen oder die Errichtung eines traditionellen Türstockausbaus im Rahmen des letztjährigen Kamp-Lintforter Nikolaus-Marktes berichtet. Dem folgte nach der einstimmigen Absegnung des Kassenberichtes dann die Vorstellung der neuen zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder.

Dabei bewarb sich der bisherige zweite Vereinsvorsitzende Norbert Ballhaus diesmal um den ersten Vorsitz, der erste Beigeordnete der Stadt Dr. Christoph Müllmann um dessen Vizeposten, der bisherige Beisitzer Herbert Gratzer um die Stelle als Kassierer und Dr. Gunter Hagen um die des Schriftführers. Alle vier wurden bis auf einige wenige, meist persönliche Stimmenthaltungen einstimmig per Handzeichen gewählt. Die nachfolgenden Wahlvorgänge bestimmten dann Klaus Deuter, Jörg Kaenders, Norbert Matek, Manfred Reis, Dirk Thomas und Heinz-Jürgen Wehmeyer ebenfalls nahezu einstimmig zu den neuen Vorstandsbeisitzern und bestätigten anschließend die drei bisherigen Kassenprüfer Udo Sievers, Franz Maas und Dieter Heidecke erneut in ihrem Amt.

„Sie haben wie kein anderer Verein die Tradition des Bergbaus in Kamp-Lintfort aufrecht erhalten“, lobte Bürgermeister Christoph Landscheidt im Anschluss die Aktivitäten der bergmännischen Fördervereinsmitglieder. Und natürlich erscholl am Ende dann auch noch der traditionelle gesungene Bergmannsgruß „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt“, bevor man zum geselligen Teil des Abends überging. Die Fördergemeinschaft wird mit der Stadt am Schirrhof ein Bergbaumuseum errichten.

Quelle: Rheinische Post, 19. Januar 2018, Jutta Langhoff

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